Dank zwei Powerplay-Toren gewinnen die SCL Tigers das Derby gegen den SC Bern 2:1 nach Verlängerung – nach zwei Heimspielen ohne eigenen Torerfolg.
Nach 78 Sekunden der Overtime musste Berns Waltteri Merelä wegen eines Beinstellens auf die Strafbank, was Dario Rohrbach zum Siegtreffer für die Langnauer nutzte. Es war ein zuletzt selten gewordenes Erfolgserlebnis.
Rohrbach wasn't going home without this 🥅#nationalleague #icehockey #scl pic.twitter.com/jKEZtsQY2I
— National League (@NLch_official) October 23, 2024
Die erste gute Nachricht hatte es für die SCL Tigers in der 38. Minute gegeben. Nach fast 170 Minuten trafen die eigentlich so heimstark in die Saison gestarteten Emmentaler wieder einmal in der Ilfis. Nach einem 0:1 gegen Lausanne und einem 0:2 gegen Kloten war das 1:0 von Topskorer Aleksi Saarela in Überzahl eine wahre Erlösung – wenn auch die Freude nur kurz währte. 68 Sekunden später gelang Louis Füllemann bereits der Ausgleich.
Damit war das offensive Feuerwerk aber auch schon wieder zu Ende. Beide Trainer wechselten nach den letzten Niederlagen den Goalie, und sowohl Stéphane Charlin bei den Tigers als auch Adam Reideborn beim SCB überzeugten, auch wenn sie nicht übermässig viel Arbeit hatten.
Der SC Bern macht gerade eine schwierige Phase durch. Aus den letzten sechs Spielen gab es nur einen Sieg. In der Tabelle liegt der Kantonsrivale nur noch zwei Punkte zurück, bei einem Spiel weniger.
SCL Tigers - Bern 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.
6000 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Hebeisen, Duc/Francey.
Tore: 38. (37:40) Saarela (Julian Schmutz, Pesonen/Powerplaytor) 1:0. 39. (38:48) Füllemann 1:1. 64. Rohrbach (Pesonen, Saarijärvi/Powerplaytor) 2:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Saarela; Czarnik.
SCL Tigers: Charlin; Guggenheim, Riikola; Saarijärvi, Baltisberger; Meier, Paschoud; Zanetti; Rohrbach, Kristof, Pesonen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Saarela; Petrini, Fahrni, Allenspach; Rossi, Salzgeber, Lapinskis; Erni.
Bern: Reideborn; Untersander, Nemeth; Loeffel, Lindholm; Vermin, Kindschi; Rhyn, Füllemann; Graf, Bader, Marchon; Merelä, Czarnik, Ejdsell; Schild, Baumgartner, Scherwey; Sablatnig, Ritzmann, Simon Moser.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Berger, Malone, Mäenalanen (alle verletzt) und Felcman (krank), Bern ohne Henauer, Kahun, Kreis (alle verletzt) und Lehmann (krank).
Der Lausanne HC feiert in der National League einen Prestigesieg. Die Waadtländer gewinnen das Léman-Derby bei Servette 3:2.
Zwar machten die Genfer im Mitteldrittel den frühen 0:2-Rückstand innert gut zwei Minuten wett, doch noch vor der zweiten Pause gingen die Gäste aus Lausanne wieder in Führung. Der Finne Lauri Pajuniemi erzielte das 3:2, das etwas überraschend bis zum Ende Bestand haben sollte.
Lausanne verdiente sich den Sieg und geriet auch im Schlussdrittel nur selten wirklich in Gefahr. Sie festigten damit ihren 2. Platz und verschafften sich vielleicht auch einen wertvollen mentalen Vorteil. In den Achtelfinals der Champions Hockey League treffen die beiden Teams vom Genfersee erneut in Hin- und Rückspiel aufeinander.
Genève-Servette - Lausanne 2:3 (0:2, 2:1, 0:0)
7135 Zuschauer. - SR Hürlimann/Dipietro, Stalder/Urfer.
Tore: 2. Hügli (Jäger, Fiedler) 0:1. 11. Sklenicka (Suomela) 0:2. 23. Lennström (Richard) 1:2. 25. Vatanen 2:2. 32. Pajuniemi (Rochette) 2:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Hartikainen; Suomela.
Genève-Servette: Mayer; Vatanen, Berni; Schneller, Lennström; Le Coultre, Chanton; Jacquemet; Praplan, Richard, Bertaggia; Jooris, Spacek, Miranda; Hartikainen, Manninen, Granlund; Loosli, Maillard, Cavalleri; Guignard.
Lausanne: Pasche; Glauser, Bayreuther; Heldner, Sklenicka; Fiedler, Marti; Haas, Genazzi; Riat, Suomela, Oksanen; Hügli, Jäger, Bozon; Pajuniemi, Kuokkanen, Rochette; Jordann Bougro, Benjamin Bougro, Holdener.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Descloux, Hischier und Karrer (alle verletzt), Lausanne ohne Frick, Fuchs, Pilut, Prassl, Raffl, Vouardoux (alle verletzt) und Mémeteau (krank). Genève-Servette ab 59:04 ohne Torhüter. (abu/sda)