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National League: SCL Tigers schlagen Bern, Lausanne bezwingt Servette

Tigers Goalie Stephane Charlin, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Mittwoch, 23. Oktober 2024, in der Emmental Versicherung Arena in La ...
Stephane Charlin zeigte erneut ein hervorragendes Spiel.Bild: keystone

Langnau gewinnt Derby gegen den SCB – Lausanne feiert ebenfalls Derbysieg

23.10.2024, 22:40
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Langnau – Bern 2:1nV

Dank zwei Powerplay-Toren gewinnen die SCL Tigers das Derby gegen den SC Bern 2:1 nach Verlängerung – nach zwei Heimspielen ohne eigenen Torerfolg.

Nach 78 Sekunden der Overtime musste Berns Waltteri Merelä wegen eines Beinstellens auf die Strafbank, was Dario Rohrbach zum Siegtreffer für die Langnauer nutzte. Es war ein zuletzt selten gewordenes Erfolgserlebnis.

Die erste gute Nachricht hatte es für die SCL Tigers in der 38. Minute gegeben. Nach fast 170 Minuten trafen die eigentlich so heimstark in die Saison gestarteten Emmentaler wieder einmal in der Ilfis. Nach einem 0:1 gegen Lausanne und einem 0:2 gegen Kloten war das 1:0 von Topskorer Aleksi Saarela in Überzahl eine wahre Erlösung – wenn auch die Freude nur kurz währte. 68 Sekunden später gelang Louis Füllemann bereits der Ausgleich.

Damit war das offensive Feuerwerk aber auch schon wieder zu Ende. Beide Trainer wechselten nach den letzten Niederlagen den Goalie, und sowohl Stéphane Charlin bei den Tigers als auch Adam Reideborn beim SCB überzeugten, auch wenn sie nicht übermässig viel Arbeit hatten.

Der SC Bern macht gerade eine schwierige Phase durch. Aus den letzten sechs Spielen gab es nur einen Sieg. In der Tabelle liegt der Kantonsrivale nur noch zwei Punkte zurück, bei einem Spiel weniger.

Tigers Julian Schmutz, Postfinance Topscorer Aleski Saarela, Dario Allenspach, Juuso Riikola, Harry Pesonen, von links, jubeln beim 1:0 beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League, zwischen ...
Am Ende feiern die Tigers.Bild: keystone

SCL Tigers - Bern 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.
6000 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Hebeisen, Duc/Francey.
Tore: 38. (37:40) Saarela (Julian Schmutz, Pesonen/Powerplaytor) 1:0. 39. (38:48) Füllemann 1:1. 64. Rohrbach (Pesonen, Saarijärvi/Powerplaytor) 2:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Saarela; Czarnik.
SCL Tigers: Charlin; Guggenheim, Riikola; Saarijärvi, Baltisberger; Meier, Paschoud; Zanetti; Rohrbach, Kristof, Pesonen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Saarela; Petrini, Fahrni, Allenspach; Rossi, Salzgeber, Lapinskis; Erni.
Bern: Reideborn; Untersander, Nemeth; Loeffel, Lindholm; Vermin, Kindschi; Rhyn, Füllemann; Graf, Bader, Marchon; Merelä, Czarnik, Ejdsell; Schild, Baumgartner, Scherwey; Sablatnig, Ritzmann, Simon Moser.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Berger, Malone, Mäenalanen (alle verletzt) und Felcman (krank), Bern ohne Henauer, Kahun, Kreis (alle verletzt) und Lehmann (krank).

Genf – Lausanne 2:3

Der Lausanne HC feiert in der National League einen Prestigesieg. Die Waadtländer gewinnen das Léman-Derby bei Servette 3:2.

Zwar machten die Genfer im Mitteldrittel den frühen 0:2-Rückstand innert gut zwei Minuten wett, doch noch vor der zweiten Pause gingen die Gäste aus Lausanne wieder in Führung. Der Finne Lauri Pajuniemi erzielte das 3:2, das etwas überraschend bis zum Ende Bestand haben sollte.

Lausanne verdiente sich den Sieg und geriet auch im Schlussdrittel nur selten wirklich in Gefahr. Sie festigten damit ihren 2. Platz und verschafften sich vielleicht auch einen wertvollen mentalen Vorteil. In den Achtelfinals der Champions Hockey League treffen die beiden Teams vom Genfersee erneut in Hin- und Rückspiel aufeinander.

Lausanne's players celebrate their victory after defeating the team Geneve-Servette, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC, GSHC, and L ...
Lausanne schlägt Erzrivale Servette.Bild: keystone

Genève-Servette - Lausanne 2:3 (0:2, 2:1, 0:0)
7135 Zuschauer. - SR Hürlimann/Dipietro, Stalder/Urfer.
Tore: 2. Hügli (Jäger, Fiedler) 0:1. 11. Sklenicka (Suomela) 0:2. 23. Lennström (Richard) 1:2. 25. Vatanen 2:2. 32. Pajuniemi (Rochette) 2:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Hartikainen; Suomela.
Genève-Servette: Mayer; Vatanen, Berni; Schneller, Lennström; Le Coultre, Chanton; Jacquemet; Praplan, Richard, Bertaggia; Jooris, Spacek, Miranda; Hartikainen, Manninen, Granlund; Loosli, Maillard, Cavalleri; Guignard.
Lausanne: Pasche; Glauser, Bayreuther; Heldner, Sklenicka; Fiedler, Marti; Haas, Genazzi; Riat, Suomela, Oksanen; Hügli, Jäger, Bozon; Pajuniemi, Kuokkanen, Rochette; Jordann Bougro, Benjamin Bougro, Holdener.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Descloux, Hischier und Karrer (alle verletzt), Lausanne ohne Frick, Fuchs, Pilut, Prassl, Raffl, Vouardoux (alle verletzt) und Mémeteau (krank). Genève-Servette ab 59:04 ohne Torhüter. (abu/sda)

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quelle: keystone / ennio leanza
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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nummy33
23.10.2024 23:29registriert April 2022
ich erwarte einen Bericht von KZ: Langnau vor dem Meistertitel? Charlin doch direkt in die NHL?
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7
    Also doch: Kein Frauenhockey – kein Geld mehr von der Postbank
    Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.

    Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»

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