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Nati-Trainer Jan Cadieux spricht über die Entlassung von Patrick Fischer

Der neue Head Coach der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft, Jan Cadieux, leitet das Training des Nationalteams, am Mittwoch, 22. April 2026 in der Tissot-Arena in Biel. (KEYSTONE/Alessandro della  ...
Jan Cadieux ist mit Patrick Fischer im Kontakt.Bild: keystone

«War nicht bereit dafür»: Nati-Trainer Cadieux spricht über die Fischer-Entlassung

Der neue Nationaltrainer Jan Cadieux äussert sich bei RTS über seine Beziehung zu Vorgänger Patrick Fischer. Und über Captain Josis Forderung, Fischer zurückzuholen.
27.04.2026, 12:2527.04.2026, 12:49
Etienne Wuillemin
Etienne Wuillemin

Neue Woche, neues Glück? Die Schweizer Eishockey-Nati sucht 18 Tage vor der Heim-WM die Normalität. Noch aber überschattet die Entlassung von Trainer Patrick Fischer alles.

Nachfolger Jan Cadieux war am Sonntag in der Tagesschau des Westschweizer Fernsehens «RTS» zu Gast. Dort sprach er noch einmal darüber, wie er die letzten Tage, seine ersten als Nationaltrainer erlebt hat. «Das alles hat mich sehr überrascht. Und ich war eigentlich nicht bereit dafür.»

Patrick Fischer, left, head coach of Switzerland national ice hockey team, gestures next to Jan Cadieux, right, assistant coach of Switzerland national ice hockey team, during the men's ice hocke ...
Cadieux war zuvor der Assistent von Patrick Fischer.Bild: keystone

Cadieux war zuvor Fischers Assistent. Eigentlich hätte er das Amt des National-Trainers erst nach der Heim-WM übernehmen sollen. Die beiden hatten ein sehr enges Verhältnis – und dieses besteht weiterhin. Cadieux sagt: «Die Ausgangslage ist ganz anders, als wenn ein Trainer wegen schlechten Resultaten entlassen wird. Patrick und ich sind weiter in Kontakt, wir haben auch darüber gesprochen, wie die Entlassung für ihn ist.» Auf die Nachfrage, wie der Inhalt dieses Gesprächs aussah, sagt Cadieux indes: «Das bleibt privat.»

Auch auf den Brief von Roman Josi an die Adresse des Verbands wurde Cadieux von «RTS» nochmals angesprochen. Josi forderte Präsident Urs Kessler auf, Fischer zurückzuholen. Cadieux sagt: «Ich habe überhaupt kein Problem damit. Roman hat mir vorab telefonisch seine Beweggründe erklärt. Zudem finde ich es herausragend, was Patrick Fischer in den letzten zehn Jahren mit dem Team kreiert hat. Also verstehe und respektiere ich es auch, wenn Spieler ihn verteidigen.»

Weiter sagt Cadieux: «Ich habe dem Team gesagt, wie wichtig ich es finde, dass jeder seine Meinung äussern kann. Diese Transparenz ist unerlässlich, um weiterzukommen.» Und schliesslich: «Wenn ich heute in die Garderobe schaue, dann sehe ich ein Team, das sehr geeint ist.»

Wie geht es nun weiter für die Schweizer Eishockey-Nati? Am Montag fliegt der Tross nach Schweden. In Jönköping steht am Donnerstag das Testspiel Schweden-Schweiz auf dem Programm. Am Wochenende trifft die Schweiz dann in Budweis auf Tschechien und Finnland.

Switzerland's head coach Jan Cadieux reacts next to his players Simon Le Coultre, Dario Meyer and Jonas Taibel, from left, during a friendly ice hockey match between Switzerland and Hungary, Thur ...
Vor der Heim-WM stehen noch sechs Vorbereitungsspiele auf dem Programm.Bild: keystone

Personell nimmt Cadieux einige Änderungen vor. Mit Pius Suter stösst der erste NHL-Spieler zur Nati. Noch nicht dabei sind Roman Josi, Nino Niederreiter, Nico Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler. Diese erhalten noch eine Woche Pause.

Aus der National League sind neu Denis Malgin, Christian Marti, Dean Kukan (alle ZSC Lions), Damien Riat (Lausanne) und Tyler Moy (Rapperswil) dabei. Nicht mehr berücksichtigt wurden dagegen der Verteidiger Niklas Blessing sowie die Stürmer Lorenzo Canonica, Miles Müller und Jonas Taibel. (riz/aargauerzeitung.ch)

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Die beliebtesten Kommentare
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Hockey-Fan
27.04.2026 13:10registriert Oktober 2018
Egal ob die Entlassung richtig oder falsch war, die Spieler müssen mit einem Trainerwechsel umgehen können, das gehört im Profisport dazu und sollte weder auf Motivation noch Leistung einen Einfluss haben. Aber auch für die Presse wäre es jetzt langsam an der Zeit, nach vorne zu blicken und den Fall ruhen zu lassen, das würde dem Team um Cadieux mit Blick auf die WM wirklich helfen.
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Cundwiramurs
27.04.2026 13:08registriert März 2025
Ich glaube das Thema Fischer kann man jetzt ad acta legen. Es ist alles gesagt. Wichtig ist es jetzt nach vorne zu schauen und der Nationalmannschaft an der WM die Daumen zu drücken.
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Bruno Wüthrich
27.04.2026 12:38registriert August 2014
Jan Cadieux ist in diesem Spiel sicher nicht der Böse. Die Spieler werden auch mit ihm gehen. Das wird eine gute WM.

Trotzdem schade für Fischer.
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