Sport
Eishockey

Schweiz gewinnt gegen Tschechien

Bild
Bild: freshfocus
Ein NHL-Duo als Unterschied

Schweiz gewinnt gegen Tschechien

Das Schweizer Nationalteam hat in Neuenburg sein fünftes Vorbereitungsspiel im Hinblick auf die WM in Minsk gegen Tschechien mit 3:1 gewonnen. Die NHL-Stars Damien Brunner und Roman Josi legten mit ihren Toren zum 2:0 die Basis für den Sieg. Die Schweizer zeigten vor der Stadionrekord-Kulisse von 5165 Zuschauern eine starke Leistung.
25.04.2014, 22:2525.04.2014, 23:09

Brunner im Powerplay im ersten und Josi im zweiten Drittel schossen die Schweizer gegen eine unerfahrene, aber aufsässige tschechische Auswahl vorentscheidend in Führung. Inti Pestoni, der davor zahlreiche Chancen ausgelassen hatte, erzielte in der 57. Minute den dritten Schweizer Treffer, bevor den Tschechen nur 32 Sekunden danach der Ehrentreffer gelang.

Nach einem ausgeglichenen Startdrittel erhöhten die Schweizer im zweiten Drittel das Tempo. Sie kreierten Chance um Chance und wurden, nachdem Inti Pestoni und Benjamin Plüss gescheitert waren, belohnt. Josi war es, der in der 24. Minute (endlich) den zweiten Treffer für die Schweizer erzielte. Der Verteidiger der Nashville Predators lupfte den Puck aus wenigen Metern wunderschön unter die Latte und bewies einmal mehr seine Klasse.

Roman Josi.
Roman Josi.Bild: freshfocus

Josi zeigte nicht nur in dieser Szene auf, weshalb er an der letzten WM als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet worden war. Fast immer, wenn der Berner am Puck war, wurde es gefährlich. Verlassen kann sich die Schweiz in der WM-Vorbereitung bisher auf ihr Powerplay. In jedem der mittlerweile fünf Spiele erzielte das Nationalteam mindestens einen Treffer in Überzahl. Gestern war es nach knapp sechs Minuten Brunner, der nach einer Kombination mit Dennis Hollenstein und dem ersten Schuss auf das tschechische Tor im Powerplay traf.

Die erste Sturmlinie mit Brunner, Hollenstein und Center Kevin Romy überzeugte ohnehin; das Trio könnte auch an der WM eine gemeinsame Formation bilden. Keine Sorgen muss sich Sean Simpson im Hinblick auf die WM auf der Position des Torhüters machen - trotz der Absagen von Tobias Stephan und Lukas Flüeler. Leonardo Genoni hielt die Schweiz im ersten und vor allem auch zu Beginn des letzten Drittels, als die Tschechen ihre beste Phasen hatten, mehrmals mit glänzenden Paraden im Spiel. 

«Wir haben aufgehört zu spielen. Ich habe dem Team in der zweiten Pause noch gesagt, dass die Partie noch nicht vorbei ist.» 
Sean Simpson.
Leonardo Genoni.
Leonardo Genoni.Bild: KEYSTONE

Obwohl ihm Michal Vondrka zweieinhalb Minuten vor dem Ende den dritten Shutout im Schweizer Trikot vermieste, empfahl sich Genoni für die WM. Der Davoser dürfte sich in Minsk zusammen mit Klotens Martin Gerber die Goalie-Positionen 1 und 2 teilen, sofern keiner der NHL-Keeper (Hiller, Berra) zur Verfügung stünde. Am Sonntag bei der Revanche gegen die Tschechen in Basel wird Genoni zuschauen müssen; Robert Mayer vom AHL-Team aus Hamilton dürfte sein Debüt im Nationalteam geben.

Auch die in Neuenburg überzähligen Reto Suri und Clarence Kparghai werden wohl in der St.-Jakobhalle spielen. Frei von Sorgen ist Simpson dennoch nicht. Nachdem am Donnerstag Roman Wick und Lukas Flüeler von den ZSC Lions ihr Forfait für die WM erklärt hatten, sickerten gestern weitere Absagen durch. Die Klotener Patrick von Gunten und Matthias Bieber, beide vor einem Jahr Mitglied des erfolgreichen Silberteams von Stockholm, sollen verletzungsbedingt passen müssen. Gemäss «Blick» erlitt von Gunten einen Muskelfaserriss in den Adduktoren und Bieber eine Fussverletzung. (si/syl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Mit 20 Jahren: Jungstar Seixas gewinnt erstmals die Lombardei-Rundfahrt
Der eben erst 20-jährig gewordene Franzose Paul Seixas feiert an der 120. Lombardei-Rundfahrt seinen grössten Erfolg und gewinnt in Como solo das letzte Radsport-Monument des Jahres - als jüngster Fahrer der Geschichte.
Phänomenaler Paul Seixas! Nur sechzehn Tage nach seinem 20. Geburtstag fährt der Franzose aus Lyon seine Gegner eindrücklich in Grund und Boden. Gut 20 km vor dem Ziel lässt er am zweitletzten Hindernis, dem Civiglio mit durchschnittlich 9,7 Prozent Steigung, alle stehen und triumphiert beim Herbstklassiker in Norditalien 48 Sekunden vor dem spanischen Vuelta-Sieger Enric Mas und 1:05 Minuten vor dem Italiener Giulio Ciccone.
Zur Story