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ZSC Lions in ungewohnter Position – und Malgin kriselt ohne Andrighetto

PostFinance Top Scorer Denis Malgin (ZSC) beim ersten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League zwischen HC Davos (HCD) und ZSC Lions (ZSC), am Samstag, 4. April 2026, in der zondacrypto-Ar ...
Denis Malgin fehlt Sturmpartner Andrighetto merklich.Bild: keystone

Kann es Malgin nur mit Andrighetto? ZSC-Star ist in einer ungewohnten Situation

Die ZSC Lions stehen vor dem Ausscheiden aus den Playoffs, der Titelhattrick hängt nach der Heimniederlage gegen Davos an einem seidenen Faden. Aufgeben kommt aber natürlich nicht in Frage.
11.04.2026, 15:5711.04.2026, 21:59

Wahrscheinlich ist es ja einfach Zufall, doch vielleicht hat der Stadion-DJ in Zürich-Altstetten auch einfach einen sehr schwarzen Humor. Ein Prophet ist aber aber aus Sicht der ZSC Lions hoffentlich nicht. Direkt nach der 2:5-Niederlage gegen Davos dröhnen Disturbed mit «Down with the Sickness» durch die sich leerende Arena. Später folgen Metallicas Worte «Exit Light, Enter Night» und zum Abschluss noch Paul McCartneys «Live and let Die».

Die Highlights von Spiel 4.Video: YouTube/zsclionstv

Krank («sick») respektive verletzt passt hervorragend zu diesen angeschlagenen Löwen. Der Ausfall von Sven Andrighetto ist offensichtlich selbst für ein so breites Kader kaum aufzufangen. Am meisten leidet unter dem Fehlen des Teamleaders seit dem letzten Spiel der Viertelfinalserie gegen Lugano sein kongenialer Sturmpartner und Filigrantechniker Denis Malgin. «Natürlich fehlt er allen extrem», gibt Malgin zu. «Aber das soll keine Ausrede sein.»

Malgin rackert ohne Glück

Die Statistik spricht aber eine klare Sprache. Seit Andrighetto fehlt, ist Malgin ohne einen Skorerpunkt. Er rackert, kämpft, aber irgendwie will ihm der Puck nicht mehr so leicht von der Schaufel gehen wie gewohnt. «Es fehlt uns auch ein bisschen das Glück vor dem Tor», hadert der WM-Silbergewinner vom letzten Jahr.

Nun steht der ZSC mit dem Rücken zur Wand, das Licht («light») könnte am Freitagabend in Altstetten zum letzten Mal in dieser Saison gebrannt haben – zumindest, bis dann die Schweizer Nationalmannschaft für die WM hier ihre Zelte aufschlägt. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt. «Das ist für mich eine neue Situation», gesteht Denis Malgin. «Ich glaube, ich lag noch nie in einer Playoffserie 1:3 hinten.» Kein Wunder, in den letzten beiden Jahren wurde er ja Meister.

Er werde es immer weiter versuchen, sagt ein gereifter Malgin, der seinen mutmasslichen Frust nicht zeigt. «Das Ziel ist es jetzt, am Sonntag nach Davos zu gehen, zu gewinnen und hierher zurückzukehren.» Das Lazarett hat sich allerdings weiter gefüllt. Der Schwede Jesper Fröden, der schon Spiel 3 verpasst hatte, blieb nach dem zweiten Drittel in der Garderobe. Dafür ist nicht ausgeschlossen, dass Andrighetto aufs Eis zurückkehrt.

PostFinance Top Scorer Sven Andrighetto (ZSC) reagiert bei dem Spiel 3 des Playoff Viertelfinals der Eishockey National League zwischen den ZSC Lions und dem HC Lugano am Mittwoch, 25. Maerz 2026 in d ...
Kehrt Sven Andrighetto schon am Sonntag aufs Eis zurück?Bild: keystone

Es werde von Tag zu Tag entschieden, lässt sich Cheftrainer Marco Bayer nicht zu tief in die Karten blicken. «Ich bleibe positiv und optimistisch», sagt er. «Es ist erst fertig, wenn es wirklich fertig ist. Wir werden noch einmal aufstehen.»

Davos kaum zu stoppen

Aktuell sind die Zürcher aber auf der falschen Seite von «Leben und sterben lassen» («Live and let Die»). Richtig am Leben ist der Qualifikationssieger aus Davos. Auch die Bündner beklagen mit den Centern Enzo Corvi und Valentin Nussbaumer Verletzungspech, am Freitag fiel zudem der Nationalmannschaftsverteidiger Michael Fora schon im ersten Drittel aus. Sie scheinen die Absenzen aber besser zu verkraften.

«Sie erschüttert nichts, nichts bringt sie aus dem Konzept», stellt Bayer fest. Zu Hause sind die Davoser in dieser Saison in den Playoffs noch ungeschlagen. Nun müssen aber die Lions gleich zweimal im Landwassertal gewinnen, wollen sie doch noch in den Final. Wenn es so weitergeht, spielt der Stadion-DJ am Sonntagabend in Davos wohl «Don't Stop Me Now», sein Zürcher Kollege könnte sich dann in die Sommerpause verabschieden. (nih/sda)

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quelle: keystone / ennio leanza
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