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Wawrinka hatte sein letztes Match am French Open und wurde verabschiedet

From left: Roland Garros tournament director and former tennis star Amelie Mauresmo, Stan Wawrinka of Switzerland and French tennis federation President Gilles Moretton pose for a picture after the fi ...
Stan Wawrinka bei seiner Verabschiedung neben Amélie Mauresmo, Turnierdirektorin, und Gilles Moretton, Präsident der Fédération Française de Tennis (FFT).Bild: sda

«Nicht normal»: Wawrinka-Abschied auf Nebenplatz sorgt für Ärger

Wawrinka hat am Montag sein letztes Spiel an den French Open bestritten und nach dem Match eine herzliche Würdigung vom Turnier erhalten. Einige finden jedoch, dass der Waadtländer für seinen Abschied einen grösseren Platz verdient hätte.
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27.05.2026, 14:2027.05.2026, 15:30

Am Montag vom Niederländer Jesper de Jong in der ersten Runde der French Open geschlagen, hat Stan Wawrinka Abschied vom Publikum an der Porte d’Auteuil genommen. Die Turnierorganisation ehrte ihn im Anschluss bei einer kleinen Zeremonie – so wie es üblich ist, wenn ein grosser Name des Tennissports geht.

Der Waadtländer erhielt einen Pokal aus den Händen von Amélie Mauresmo, Turnierdirektorin, und Gilles Moretton, Präsident der Fédération Française de Tennis (FFT). Auf der Videowand des Stadions wurden die Highlights seiner Karriere gezeigt, begleitet von Glückwünschen ehemaliger Stars wie Roger Federer und seiner Kolleginnen und Kollegen auf der Tour. Seine Rede, unterbrochen von den herzlichen Applauswellen des französischen Publikums, war voller Emotionen. Das wird eines der unvergesslichen Bilder dieses Turniers bleiben.

Übersetzung

Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.

KEYPIX - epa12993028 Stan Wawrinka of Switzerland reacts after losing his Men's 1st round match against Jesper de Jong of the Netherlands at the French Open Grand Slam tennis tournament at Roland ...
Stan Wawrinka nach seinem letzten Spiel.Bild: keystone

Einige finden jedoch, dass sein letztes Spiel und die anschliessende Ehrung nicht auf dem Court Simonne-Mathieu hätten stattfinden sollen, dem drittgrössten Platz in Paris. Ihrer Meinung nach hätte der Schweizer seinen Abschied auf einem prestigeträchtigeren Court feiern sollen – entweder auf dem Lenglen oder dem Centre Court. Das wäre auch passiert, hätte sein ursprünglicher Gegner, der Franzose Arthur Fils, nicht Forfait geben müssen.

Eurosport-Journalist Bertrand Milliard gehört zu jenen, die finden, dass die Programmplanung am Montag bei den French Open schlecht gemacht war. Er liess seinen Unmut durchblicken, als die Moderatorin der französischen Sendung «Retour Gagnant» auf die Ehrung von Wawrinka zu sprechen kam: «Auf welchem Court eigentlich?», meinte er mit einem Hauch von Ironie.

Auf die Frage, ob es ihm nicht gefallen habe, dass Wawrinka nicht auf dem Centre Court spielte, antwortete Bertrand Milliard: «Nein. Vor allem an einem Tag wie diesem. Man wollte uns Humbert gegen Mannarino vorsetzen, was ehrlich gesagt – ich entschuldige mich, es sind Franzosen – eines der schlechtesten Matches der ersten Runde war. Und genau so katastrophal hat es sich dann auch erwiesen.»

Milliard führte weiter aus: «Es war ein völlig seelenloser Tag auf dem Centre Court. Es gab zwei Damenmatches, von denen man wusste, dass sie einseitig verlaufen würden – und genau so war es auch. Natürlich ist es richtig, Swiatek und Rybakina sollen auf den Centre Court, aber danach hätte ein Herrenmatch mit ein bisschen Spiel und Emotion folgen müssen. Humbert gegen Mannarino – zwei Franzosen – da positioniert sich das Publikum kaum. Mannarino hat in dieser Saison auf Sand keinen einzigen Match gewonnen: acht Niederlagen. Und trotzdem bekommt er den Centre Court. Das ist nicht normal.»

«Währenddessen verabschiedet sich Wawrinka, Sieger des Turniers 2015 nach einer legendären Finalpartie gegen Djokovic, am Ende des Stadions auf dem Court Simonne-Mathieu – bei einer wahnsinnigen Stimmung. Und genau diese Stimmung hätte es auf dem Centre Court gegeben (Anm. d. Red.: wenn der Schweizer auf diesem Court gespielt hätte). Das Match dauerte drei Stunden, also wäre es heute perfekt für den Centre Court gewesen. Ich verstehe diese sture Absicht nicht, unbedingt Franzosen einzuplanen.»
Bertrand Milliard
Hätte Wawrinka auf dem Center Court spielen sollen?
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Der Eurosport-Journalist schloss seine Argumentation mit einem Vergleich ab, der viel über die oft kritisierte Pariser Programmierung aussagt: «Wenn so etwas in Wimbledon passieren würde, will ich gar nicht erst erzählen, was los wäre. Auf Englisch wäre das, als würde man die Nummer drei Grossbritanniens – also nicht einmal Norrie, sondern einen Fearnley-Clarke – auf einen Top-Court setzen.» Ein Match, das so gar nicht zum Träumen einlädt…

(roc)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Franky Neal
27.05.2026 15:03registriert Februar 2026
Ich glaube, dass Wawrinka das nicht gestört hat. Er war ja nie ein Mann, der gerne im Mittelpunkt stand. Ausser mit seinen Leistungen auf dem Platz…
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Butternut
27.05.2026 17:06registriert Februar 2014
Wawrinka ist einer der grössten Schweizer Tennisspieler. Er hatte das Pech , dass er in der gleichen Ära wie Federer spielte. Irgendwie schade , das er nun auf einem Nebenspielplatz sein Abschied gab. Am Schluss hätte man ihm die Grosse Bühne geben sollen.
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