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Berns Jan Mursak, links, bejubelt sein Tor zum 0-1, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem SC Bern, am Dienstag, 25. Februar 2020, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Da jubelte er noch: Jan Mursak nach seinem 1:0-Führungstreffer gegen Davos. Bild: KEYSTONE

Mursaks Kopfstoss stellt den SCB im Strichkampf vor noch grössere Probleme



Die Szene bei der 2:4-Niederlage des SC Bern in Davos hat direkten Einfluss im Strichkampf. HCD-Verteidiger Lorenz Kienzle checkt Berns Jan Mursak in Bandennähe – eine unnötige und gefährliche Aktion, ohne Frage.

Mursak steht aber glücklicherweise sofort wieder auf und will seinen Gegner zur Rede stellen. Dabei leistet sich der Slowene diese Undiszipliniertheit:

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Der Kopfstoss von Mursak im Video. Auch der Check von Kienzle ist zu sehen. Video: streamable

Der SCB-Stürmer erhält für seinen «Zidane» eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Laut dem früheren Spitzenschiedsrichter und «MySports»-Experten Nadir Mandioni eine Fehlentscheidung: Es hätte eine Fünfminutenstrafe mit Restausschluss geben müssen.

Michael Roth, ehemaliger Linienrichter und mittlerweile Sportchef beim EHC Frauenfeld, ergänzt: «Alleine schon der Versuch wird mit einer Matchstrafe geahndet. Es braucht keinen ‹Treffer›.»

Das Reglement spricht eine klare Sprache:

«Gegen einen Spieler, der entweder versucht, einen Kopfstoss auszuführen, oder den Kopfstoss gegen einen Gegenspieler führt, wird eine Matchstrafe ausgesprochen.»

IIHF-Regel 142

Update

Wie die watson-Redaktion zwischenzeitlich informiert wurde, wurden die Schiedsrichter vor der Saison angehalten, bei Kopfstössen, die nicht gefährlich sind und ohne Verletzungsabsicht erfolgen, keine Matchstrafe auszusprechen.

Stattdessen wird der Spieler gemäss Regel 168 iii 4. mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe belegt.

Mandioni fährt weiter: «Der Rest folgt», und deutet damit an, was der Verband heute Morgen bestätigt: Mursak wird gesperrt. Der SC Bern muss für das Spiel vom Freitag gegen Fribourg auf seinen Stürmer verzichten. Zudem erhält er eine Busse von 2500 Franken.

Das ist für das Team von Hans Kossmann umso bitterer, weil der Slowene der formstärkste SCB-Stürmer ist. In den sieben bisherigen Spielen im Februar hat er vier Tore und vier Assists angesammelt. Bern geht also nochmals empfindlich geschwächt in die Strichkampf-Entscheidung. (abu)

Der SC Bern ist Schweizer Meister 2019

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    Alle Leser-Kommentare
  • Trollgeflüster 27.02.2020 06:58
    Highlight Highlight Mursak hätte besser einen auf Neymar gemacht und wäre kurz liegen geblieben... Kienzles Saison wäre dann gelaufen... Der Kopfstoss war mit Sicherheit die dümmste aller Optionen... Immerhin flammten kurz so etwas wie Emotionen auf...
  • Yorik2010 26.02.2020 14:26
    Highlight Highlight Mursaks Kopfstoss war doch gar keiner, vielmehr war er noch benommen vom Bandecheck und musste sich etwas beim Gegner stützen, da dieser aber keine Hilfe leisten wollte sind sie mit den Helmen zusammengestossen. Diese Variante wurde nicht in betracht gezogen😉😂
  • uhl 26.02.2020 13:06
    Highlight Highlight Man kann den SCB hassen und ihn in die Playouts wünschen, aber das war wirklich nicht viel. Die 10-Minuten-Strafe hats gegeben und die hat er verdient, weil man sich so einfach nicht verhält. Aber eine Spielsperre? Das steht in keinem Verhältnis mit so manch anderen geahndeten Fouls...
    • ralck 26.02.2020 13:53
      Highlight Highlight Regel 609 - Benützung von Ellbogen, Knien oder Kopfstoss:
      c. Eine Matchstrafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der einen Gegner absichtlich mit dem Kopf stösst.

      Zur Hilfe: Matchstrafe = 5 Minuten auf der Strafzeituhr, Restausschluss, Zeit nicht auf der Strafzeituhr (25’) + automatisch 1 Spielsperre

      Spielraum bei einem Kopfstoss ist nicht vorhanden. Alleine das Andeuten (ohne Treffer der Gegners) eines Kopfstosses muss mit einer Matchstrafe geahndet werden.
    • Mia_san_mia 27.02.2020 06:20
      Highlight Highlight @uhl: Auch wenns nicht viel war, ist die Regel eindeutig 🤷‍♂️
  • Ständig am Rand 26.02.2020 12:15
    Highlight Highlight Bitter für den SCB.... Aber vielleicht zündet gerade so eine Sperrung den Funken der/des Wut/Mutes der Verzweiflung... Wär ja nicht das erste Mal im Sport...
    • MacB 26.02.2020 13:21
      Highlight Highlight Nützt trotzdem nichts, wenn Lugano gegen Ambri und Rappi gewinnt.
    • Dynamischer-Muzzi 26.02.2020 20:08
      Highlight Highlight Was für ein Funken bei dieser Altherrentruppe? Diese Saison ist nur ein Vorgeschmack, auf das was in der nächsten Saison kommt. Die Zeiten, als jeder gern zum SCB wollte sind vorbei, weil mittlerweile andere Vereine zukunftsorientiert aufgestellt sind und Handeln.
    • Mia_san_mia 27.02.2020 06:21
      Highlight Highlight @Dynamischer-Muzzi: Das ist wohl der Wunsch von vielen, aber das kann sich schnell ändern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bärn 26.02.2020 11:21
    Highlight Highlight einmal mond einfach für mursak.... #depp
  • der prophet 26.02.2020 10:50
    Highlight Highlight die zebras waren gestern in allen partien überfordert. beim spiel fribourg gegen bern wurde ein tor gegeben obwohl ein fribourger klar im torraum stand. der restausschluss von diaz war ein witz.
    • Cervelat 26.02.2020 11:10
      Highlight Highlight Naja, du bist nicht ganz auf der Höhe.. Fribourg vs. Bern war def. nicht gestern..
    • Yorik2010 26.02.2020 11:23
      Highlight Highlight Hallo prophet, ich habe gestern alle stattfindenden Spiele gesehen, aber Fribourg gegen Bern war nicht dabei. Habe ich da etwas verpasst😉
    • Florian Rüedi 26.02.2020 11:24
      Highlight Highlight Er stand nie nimmer im Torraum Allez Gottéron
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heini Hemmi 26.02.2020 10:32
    Highlight Highlight Ein Schiri, der die Regeln nicht kennt, sollte den Job wechseln.
    • Cervelat 26.02.2020 11:11
      Highlight Highlight oder zum Fussball wechseln, da wird er ja vom Sicherheitsnetz VAR gerettet...
    • maylander 26.02.2020 11:36
      Highlight Highlight Der Schiri auf dem Eis hat kompensiert, was in der Schweiz leider oft vorkommt.
      Im Grunde verständlich, da Kienzles Aktion viel gefährlicher war als Mursaks Kopfstoss. Also wollte man Mursak nich eine härtere Strafe als Kienzle geben.
      Nur ist das Reglement nun mal eindeutig und die Schiris sollten sich dran halten.
      Mursak wäre bei einem Faustkampf besser davongekommen, wenn er schon meint sich rächen zu müssen dann bitte Richtig.
    • Dynamischer-Muzzi 26.02.2020 13:54
      Highlight Highlight Ein Spieler, welcher die regeln nicht kennt, muss sich auch nicht über eine Strafe beschweren.
  • So oder so 26.02.2020 10:18
    Highlight Highlight Reglement ist Reglement. Aber so schlimm war das jetzt auch wieder nicht.
    • das Otzelot 26.02.2020 11:53
      Highlight Highlight Das war selten dämlich von Mursak. Selbst als SCB Fan habe ich mich unsäglich aufgeregt und war erstaunt über die 10 Min Strafe.
      Aber es darf einfach nicht vorkommen, dass die Regeln von den Schiris nicht entsprechend angewandt werden. Stellt euch vor der SCB hätte im anschliessenden Powerplay (!!!) den Ausgleich geschossen und anschliessend evtl. sogar gewonnen oder auch nur einen Punkt geholt. Das würde ganz andere Voraussetzungen schaffen im Rennen um die Playoffplätze.
      Es war ja nicht ein, kann man pfeifen muss man aber nicht, Entscheid.

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