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Playoff-Viertelfinal: Fribourg schlägt die Lakers und erzwingt Spiel 7

Patrik Nemeth (HCFG) muss nach einer Strafe vom Eis waehrend dem Spiel 6 des Playoff Viertelfinals der National League zwischen den SC Rapperswil Jona Lakers und dem HC Fribourg Gotteron, am Montag, d ...
Gottéron-Verteidiger Patrik Nemeth erweist seinem Team ein Bärendienst, Fribourg kommt aber mit einem blauen Auge davon. Bild: keystone

Gottéron verhindert Blamage trotz Nemeth-Blackout – es kommt zur Belle gegen die Lakers

Das Warten auf eine erste Verlängerung in den Playoffs geht weiter. Dafür kommt es am Mittwoch zu einem ersten Spiel 7. Gottéron gewinnt bei den Lakers 3:1 und erzwingt ein siebtes Spiel.
30.03.2026, 22:4330.03.2026, 22:43

Die Helden beim HC Fribourg-Gottéron sind schnell gefunden. Da wäre mal der 31-jährige amerikanische Verteidiger Michael Kapla. Dem gelang nach elf Minuten das 1:0 für die Gäste. Schon am Donnerstag hatte Kapla in Rapperswil-Jona das Skore für Gottéron eröffnet. Damals siegten die Freiburger 6:2; am Montag resultierte am Einde ein mitreissendes 3:1.

«Wir wollten das 7. Spiel unbedingt. Der Sieg war gut und alles andere ist unwichtig. Es gibt sicher Dinge, die wir noch verbessern müssen. Wir haben alles in unseren Händen»
Christoph Bertschy, Fribourg-Gottéron

Kapla, der es in Übersee bloss für fünf Partien in die NHL geschafft hat (bei den New Jersey Devils), spielt die beste Saison seiner Karriere. Zwölf Tore (wie in dieser Spielzeit bislang für Gottéron) gelangen ihm noch nie.

Berra 33 Paraden, Nyffeler nur 13

Der zweite Held war wieder Goalie Reto Berra. Der Keeper der Freiburger parierte 33 von 34 Schüsse(n). Er hielt ab dem zweiten Abschnitt, als die Rapperswil-Jona Lakers pausenlos dominierten (28:4 Torschüsse), den Freiburger Sieg fest.

Dominic Lammer (SCRJ) vergibt gegen Torhueter Reto Berra (HCFG) waehrend dem Spiel 6 des Playoff Viertelfinals der National League zwischen den SC Rapperswil Jona Lakers und dem HC Fribourg Gotteron,  ...
Reto Berra hexte Fribourg zum Sieg.Bild: keystone

Die Vorentscheidung fiel in der Schlussphase des zweiten Abschnitts. Die Lakers drückten auf den Ausgleich. Dominic Lammer verfehlte das offene Tor. Victor Rask schoss in Überzahl aus bester Abschlussposition daneben. Unmittelbar nach diesen Chancen zog Jacob de la Rose mit einem Sololauf über die gesamte Eisfläche allen davon und bezwang Melvin Nyffeler (13 Paraden) zum 3:1.

In Unterzahl besser

De la Rose lief in Unterzahl allen davon, auch wenn die Zweiminutenstrafe in diesen Sekunden gerade auslief. Sandro Zangger, der für die Lakers nach 27 Minuten auf 1:2 verkürzte, traf zum zweiten Mal in der Serie in Unterzahl. Damit ist auch schon gesagt, dass das Powerplay bei beiden Teams vor dem siebenten Spiel vom Mittwoch die grösste Baustelle bleibt. Gottéron spielte in dieser Serie bislang 29 Mal Powerplay und hat noch nie getroffen (aber zwei Shorthander kassiert). In der Qualifikation konnte sich Gottéron auf das drittbeste Überzahlspiel der Liga verlassen.

Und die Lakers? Die waren schon während der Regular Season mit Überzahl auf dem Eis nicht gut. Aber auch ihre Statistik mit einem Powerplay-Tor aus ebenfalls 29 Chancen präsentiert sich miserabel.

«Leider konnten wir es nicht beenden. Es ist etwas typisch: Wir hatten viele Überzahlmöglichkeiten und konnten das nicht nutzen. Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Wir waren gut im Spiel, dass wir so verlieren, ist einfach schade. Jetzt freuen wir uns auf die Belle in Fribourg, wir haben nichts zu verlieren.»
Sandro Zangger, SCRJ Lakers

Mit einem guten Powerplay hätten die Lakers am Montag die Halbfinals erreichen können. Die letzten sechs Minuten spielten die Lakers in Überzahl, weil sich Fribourgs Patrik Nemeth einen unerklärlichen Crosscheck gegen den Kopf von Rapperswils Jonas Taibel erlaubte. Die ersten zwei Minuten davon sogar mit fünf gegen drei Feldspielern. Die Wende erschien möglich. Aber nichts wollte den Lakers gelingen, sie sorgten auch in doppelter Überzahl kaum für Gefahr.

Julien Sprunger (HCFG) nach Spielschluss waehrend dem Spiel 6 des Playoff Viertelfinals der National League zwischen den SC Rapperswil Jona Lakers und dem HC Fribourg Gotteron, am Montag, den 30. Maer ...
Die Karriere von Julien Sprunger dauert mindestens noch ein Spiel länger.Bild: keystone

Rapperswil-Jona Lakers - Fribourg-Gottéron 1:3 (0:2, 1:1, 0:0)
6100 Zuschauer (ausverkauft). - SR Borga/Stricker, Schlegel/Bachelut.
Tore: 12. Kapla (Reber, Nicolet) 0:1. 18. Borgström (Bertschy) 0:2. 28. Zangger (Henauer/Unterzahltor!) 1:2. 39. De la Rose 1:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 plus 5 Minuten (Nemeth) plus Spieldauer (Nemeth) gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Strömwall; Borgström.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Henauer, Larsson; Jelovac, Dufner; Capaul; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Lindemann, Maillet, Jensen; Hofer, Albrecht, Dünner; Graf.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Rau, Wallmark, De la Rose; Bertschy, Borgström, Dorthe; Sprunger, Walser, Marchon; Nicolet, Reber, Gerber; Rod.
Bemerkungen: Rapperswil ohne Moy (verletzt), Fritz (überzählig), Fribourg ohne Sörensen, Biasca, Schmid, Glauaser (alle verletzt), Rattie (überzählig). Rapperswil-Jona Lakers von 56:48 bis 58:27 und ab 58:49 ohne Torhüter. (abu/sda)

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quelle: keystone / ennio leanza
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