Sport
Eishockey

Patrick Fischer verliert nach Kündigung womöglich seine Sports Awards

Patrick Fischer, Eishockey, erhaelt den Preis als Trainer des Jahres 2025 an der Verleihung der Sports Awards 2025 am Sonntag, 29. Maerz 2026 in den Studios des SRF in Zuerich. Die Show wurde aufgrund ...
Patrick Fischer am 29. März an den Sports Awards.Bild: keystone

Fischer verliert nach Kündigung womöglich persönliche Auszeichnungen

Den Job als Eishockey-Nationaltrainer hat Patrick Fischer schon verloren. Womöglich werden ihm nun zwei Auszeichnungen als «Schweizer Trainer des Jahres» weggenommen. Auswirkungen hat die Affäre auch für den SRF-Reporter, der den Fall ins Rollen gebracht hat.
17.04.2026, 08:1317.04.2026, 09:24

Eben noch war Patrick Fischer ein gefeierter Mann. Es ist noch keine drei Wochen her, als der 50-Jährige an den Sports Awards als «Schweizer Trainer des Jahres» ausgezeichnet wurde.

Doch seit Anfang Woche ist nichts mehr, wie es einmal mehr. Fischer ist darüber gestolpert, dass er als Impfverweigerer mit gefälschtem Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele 2022 gereist ist und durch dieses Verhalten die gesamte Mission gefährdet hat.

Erinnerungen an Martina Hingis

Möglicherweise werden Fischer deshalb die Auszeichnungen zum Trainer des Jahres für die Jahre 2024 und 2025 weggenommen. Der Dachverband Swiss Olympic lässt gemäss dem «Blick» prüfen, ob Fischer diese beiden Awards entzogen werden können. Swiss Olympic beruft sich auf die ethischen Voraussetzungen für Nominierte.

Man erinnert sich an Martina Hingis. Die Tennisspielerin war einst nicht für die Sports-Awards-Gala «Die Besten aus 70 Jahren» nominiert worden, weil die fünffache Grand-Slam-Siegerin einst positiv auf Kokain getestet worden war.

Swiss Olympic scheint nicht gewillt, Fischers Fehlverhalten zu tolerieren. Bereits am Mittwoch war ihm als Zeichen dafür die Swiss-Olympic-Trainerkarte entzogen worden. Zudem wurde der Eishockeytrainer bei der Swiss Sports Integrity (SSI), die sich unter anderem um Ethikverstösse kümmert, gemeldet.

SRF-Redaktor übel beschimpft

Ausgelöst hatte den Sturz des Nationaltrainers das SRF. Fischer hatte beim Mittagessen während eines Drehs gegenüber Redaktor Pascal Schmitz von sich aus von der Verurteilung wegen Urkundenfälschung erzählt. Dass das Schweizer Fernsehen dies publik machte, wird in einigen Kreisen kritisiert. Man habe bislang etwa 170 Zuschriften erhalten, sagte eine SRF-Sprecherin zum Medienportal «persönlich.com».

Diese würden sich grossteils mit den Reaktionen auf Social Media decken. Dort macht die «Schwurbler-Szene» mobil gegen den SRF-Redaktor. Schmitz wird übel beschimpft und teilweise bedroht. Man habe bislang keine besonderen Schutzmassnahmen ergriffen, teilt der Sender mit. Es sei offen, ob SRF Anzeigen erstatten werde. (ram)

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