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Fribourgs Flavio Schmutz reagiert enttaeuscht nach dem Eishockeyspiel der National League A, zwischen dem HC Fribourg-Gotteron und dem EV Zug, am Samstag 10. Dezember  2016, in der BCF Arena in Fribourg. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Flavio Schmutz' Frust ist verständlich – kein Team kassiert mehr Gegentore als Fribourg-Gottéron. Bild: KEYSTONE

Heute geht's weiter mit der NLA – ohne diese Fakten bist du nicht mehr als ein Hockey-Noob

Wer hat bisher am meisten Spiele gedreht? Bei welchem Team fliegen am häufigsten die Fäuste und welche Mannschaft hat das beste Boxplay? Diese Infos und viele mehr gibt's in unserem Statistiküberblick.



Topscorer

Der beste Scorer kommt ausgerechnet aus den Reihen des dauernd kritisierten HC Lugano. Linus Klasen, der Schwede mit dem dominanten Bart, buchte in 32 Partien bisher 10 Tore und 26 Assists. Dass er dabei von den sechs besten Scorern der Liga als einziger eine negative Plus/Minus-Statistik aufweist (Minus 4), ist ein Detail. 

Lugano’s Topscorer Linus Klasen during the preliminary round game of the National League A (NLA) Swiss Championship 2016/17 between HC Lugano and EHC Biel, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Sunday, October 9, 2016. (PPR/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Der Schwede Linus Klasen ist ein Punktegarant. Bild: PPR/TI-PRESS

Auf Rang 2 mit der runtergerechnet auf Spiele noch besseren Bilanz folgt der neue SCB-Amerikaner Mark Arcobello. Er buchte in 30 Matches 35 Punkte. In ebenfalls 30 Spielen 34 mal gescort hat Klotens Denis Hollenstein. Der erfolgreichste Schweizer Spieler der NLA liegt derzeit auf Rang drei.

Auffallend: In den Top 10 figurieren gleich drei Akteure der ZSC Lions (Nilsson, Wick, Thoresen).

Die aktuelle Scorerliste in der NLA

1. Linus Klasen (Lugano) 32 Spiele, 10 Tore, 26 Assists
2. Mark Arcobello (Bern) 30 Spiele, 18 Tore, 17 Assists
3. Denis Hollenstein (Kloten) 30 Spiele, 21 Tore, 13 Assists
4. Lino Martschini (Zug) 30 Spiele, 14 Tore, 18 Assists
5. Robert Nilsson (ZSC) 29 Spiele, 8 Tore, 22 Assists
6. Drew Shore (Kloten) 30 Spiele, 18 Tore, 11 Assists
7. Roman Wick (ZSC) 29 Spiele, 14 Tore, 15 Assists
8. Julien Sprunger (Fribourg) 29 Spiele, 13 Tore, 15 Assists
9. Patrick Thoresen (ZSC) 32 Spiele, 11 Tore, 16 Assists
10. David McInytre (EV Zug) 30 Spiele, 8 Tore, 19 Assists

Powerplay

In Sachen Effizienz liegt in dieser Statistik der HC Lugano an der Spitze. Die Tessiner nutzen 23,64 Prozent ihrer Überzahlspiele aus. Rang 2 und 3 gehen an Lausanne (23,28%) und den EHC Biel (20,56%).

L'entraineur fribourgeois Larry Huras lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League, LNA, entre le HC Fribourg-Gotteron et le EHC Biel Bienne vendredi 2 decembre 2016 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Robert Hradil)

Der Ärger von Fribourgs Coach Larry Huras ist verständlich – das Powerplay der Saanestädter ist miserabel. Bild: KEYSTONE

Das schwächste Powerplay der Liga hat der EV Zug. Den Innerschweizern gelingt nur in 15,2 Prozent der Überzahlspiele ein Tor, nur minim besser mit einem Mann mehr sind Fribourg-Gottéron und Ambri-Piotta.

Boxplay

Im Powerplay mies, sind die Zuger dagegen in Unterzahl das Mass aller Dinge. Keine andere Mannschaft kassiert weniger Gegentreffer, wenn der Gegner mit einem Mann mehr agieren kann. In 86,6 Prozent aller Fälle kann der EVZ sein Tor im Boxplay reinhalten. Und das, obwohl das Team von Harold Kreis ligaweit pro Partie am meisten Minuten in Unterzahl agieren muss.

EV Zug Torhueter Tobias Stephan waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Kloten und dem EV Zug am Freitag, 18. November 2016, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Zugs Tobias Stephan kann sich auf seine Vorderleute verlassen. Bild: KEYSTONE

Ebenfalls über ein sehr starkes Boxplay verfügen Davos und Lugano, während Fribourg in beinahe jedem dritten Unterzahlspiel ein Tor kassiert.

Der Rückhalt

Der beste Goalie der National League A ist ...

Leonardo Genoni. Bild: KEYSTONE

Der Berner Keeper entschärft beinahe 94 Prozent aller Schüsse, die auf sein Tor fliegen. Hinter Genoni folgen Zugs Tobias Stephan (93,2%) und Lukas Flüeler von den ZSC Lions (92,5%).

Der derzeit schwächste Torhüter steht konsequenterweise im Kasten des Tabellenschlusslichts. Fribourgs Benjamin Conz hat in 26 gespielten Partien bereits 81 Tore kassiert, seine Abwehrquote liegt bei nur 89,3 Prozent.

Fribourgs Torhueter Benjamin Conz im Spiel beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Fribourg Gotteron am Samstag, 3. Dezember 2016, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Conz durchlebt mit Fribourg derzeit eine schwierige Phase. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Fun Fact: Der unfairste Goalie der Liga ist Servettes Robert Mayer. Der 27-Jährige hat sich bereits 12 Strafminuten eingefangen.

Spiel gedreht

In 14 von 30 Spielen lag Kloten in dieser Saison nach dem ersten Drittel in Rückstand. Immerhin fünf Partien – also mehr als ein Drittel – hat das Team von Pekka Tirkkonen noch in einen Sieg umgewandelt. Ligaspitzenwert. Eine ebenfalls starke Moral beweist Ambri-Piotta, die Leventiner drehten fünf von 16 Spielen, in welchen sie nach 20 Minuten hinten lagen.

EHC Kloten Stuermer Patrick Obrist, Mitte, feiert seinen Treffer zum 4-3 mit Serge Weber, links, und Tommi Santala, rechts, waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Kloten und dem HC Lugano am Dienstag, 29. November 2016, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Sieg nach Rückstand – Kloten ist in dieser Disziplin Spezialist. Bild: KEYSTONE

Wenn es um gedrehte Rückstände nach sogar zwei Dritteln geht, liegen die ZSC Lions obenauf. Wick, Thoresen und Co. haben drei von sieben Partien noch in einen Sieg wenden können.

Eine Macht nach Führungen ist der SC Bern. Liegen die Mutzen nach dem ersten Drittel in Front, resultiert in 93,3 Prozent der Spiele ein Sieg, bei Vorsprung nach zwei Dritteln liegt der Wert sogar bei über 94 Prozent.

Wenn Fäuste fliegen

Den Jungs des EV Zug möchte man nachts in einer dunklen Gasse lieber nicht begegnen – zumindest wenn es nach der Strafenstatistik geht. In 30 Spielen verbrachten die Innerschweizer satte 491 Minuten in der Kühlbox. Deutlich dahinter mit 442 Strafminuten folgt Lugano, der HCD kommt auf 407 Minuten auf der Strafbank.

Lugano's player Maxim Lapierre, right,  fights for the puck with Zug's player Johann Morant, left,  during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2016/17 between HC Lugano and EV Zug, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland,  Friday, October 24, 2016. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Wie wir ihn kennen: Zugs Johan Morant nimmt die Fäuste zur Hilfe. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

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Die meisten Strafminuten der ganzen Liga hat EVZ-Verteidiger Timo Helbling (73) gesammelt. Auch seine Teamkollegen Josh Holden und Johan Morant figurieren in den Top Ten. Rang 2 geht an Denis Hollstein von Kloten (67), auch auf dem Podest steht Davos' Perttu Lindgren (64).

Das bravste Team in der National League A ist Lausanne, gefolgt von Ambri-Piotta und Biel.

Der Faktor «Rückhalt»

Mit knapp 4500 Zuschauern pro Heimspiel erfährt der HC Davos die niedrigste Unterstützung der gesamten Liga. Rund 400 Nasen mehr sind es pro Heimpartie bei Ambri-Piotta.

Die Berner Fans waehrend dem dritten Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions am Samstag, 7. April 2012 in der Postfinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kann sich sehen lassen: Die Heimkurve des SCB. Bild: KEYSTONE

An der Spitze thront mit gigantischem Vorsprung der SC Bern, vor den ZSC Lions und – vielleicht etwas überraschend –Lausanne.

Zuschauer pro Spiel

1. Bern 16'292
2. ZSC Lions 9'108
3. Lausanne 6'486
4. Zug 6'312
5. Servette 5'993
6. Lugano 5'934
7. Fribourg 5'730
8. SCL Tigers 5'694
9. Biel 5'299
10. Kloten 5'216
11. Ambri 4'897
12. Davos 4'498

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    Alle Leser-Kommentare
  • DomiNope 20.12.2016 19:14
    Highlight Highlight Wobei anzumerken ist das kloten auch 3 spieler in den top 10 hätte, wenn ihr santala nicht schon rausgestrichen hättet...
  • exeswiss 20.12.2016 12:02
    Highlight Highlight bei den zuschauerzahlen würde ich eher die stadionauslastung nehmen, als den zuschauerschnitt. in langnau z.b. würde man etwa 500-700 tickets mehr verkaufen, wenn das stadion grösser wäre. die stadion auslastung ist ausschliesslich wegen den gästefans nicht 100%.
    • goschi 20.12.2016 13:06
      Highlight Highlight Auch da wäre Bern vermutlich noch an der Spitze ;-)
    • exeswiss 20.12.2016 13:51
      Highlight Highlight @goschi will damit ja auch überhaupt nicht sagen das bern nicht an der spitze wäre, aber wenn man die unterschiedliche stadiongrössen vergleicht ist die rangliste ein bisschen "misleading".

      mit stadion auslastung sähe die rangliste so aus:

      1. Bern 16'292/17031 = 95,6%
      2. SCL Tigers 5'694/6000 = 94.9%
      3. Zug 6'312/7015 = 90%
      4. Fribourg 5'730/6700 = 85.5%
      5. Servette 5'993/7135 = 84%
      6. ZSC Lions 9'108/11200 = 81,3%
      7. Biel 5'299/6521 = 81.2%
      8. Lausanne 6'486/8000 = 81%
      9. Lugano 5'934/7800 = 76%
      10. Ambri 4'897/6500 = 75.3%
      11. Kloten 5'216/7624 = 68.4%
      12. Davos 4'498/6795 = 66.2%

    • exeswiss 20.12.2016 13:52
      Highlight Highlight ps. daten ohne gewähr. quellen der stadion grössen sihf.ch und wikipedia. beide seiten haben teilweise unterschiedliche zahlen, somit können gewisse daten falsch sein. die meisten stadien weiss ich aber aus den kopf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coliander 20.12.2016 11:59
    Highlight Highlight Die +/- Statistik ist sowieso überbewertet. Fragt mal den Thomas Roost. :D
    • Tavares 20.12.2016 12:26
      Highlight Highlight Ja weil der Klasen ja mit so schlechten Linienpartnern spielt 😂

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