«Mega mühsam, gegen sie zu spielen»: Josi adelt Schweizer «Energielinie» nach Lettland-Sieg
Beim 4:2-Sieg gegen Lettland im zweiten WM-Spiel ist die Energielinie mit Simon Knak, Ken Jäger und Damien Riat erneut ein Aktivposten. «Ich bin stolz, mit welcher Energie wir spielen», hob Trainer Jan Cadieux nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel an der Heim-WM hervor. Diese Aussage bezog er selbstredend auf die gesamte Mannschaft, jedoch gilt sie besonders für die Sturmlinie mit dem Trio.
«Es sind drei sehr gute Spieler, die ihr Ego beiseitelassen und ihre Rolle akzeptieren. Sie sind unsere Energielinie, wir brauchen das», sagte Cadieux über dieses Dreiergespann, das bisher in jedem Drittel den ersten Einsatz bestritt. Für Captain Roman Josi kommt das nicht von ungefähr:
Die drei bringen allerdings nicht nur viel Energie aufs Eis, sondern produzieren auch. Beim 3:1-Sieg zum WM-Auftakt gegen Titelverteidiger USA erzielte Jäger das 3:1, beim 4:2 gegen Lettland traf Riat gleich zweimal, das erste allerdings im Powerplay. Simon Knak kommt auf zwei Assists.
Riat ist mit 29 Jahren der Älteste der drei, bestreitet seine fünfte WM und steht nun bei zehn Toren in 28 WM-Spielen. Beim Gewinn der Silbermedaille vor einem Jahr war der Lausanner Stürmer sechsmal erfolgreich – nur Sven Andrighetto traf damals im Schweizer Team häufiger (siebenmal). Im Februar in Mailand an den Olympischen Spielen erzielte Riat in fünf Partien zwei Treffer. Nun präsentiert er sich auch an der Heim-WM in Torlaune.
«Ich gebe einfach 200 Prozent, versuche der Mannschaft zu helfen, egal welche Rolle ich habe. Und am Ende werde ich dafür belohnt», sagte Riat und ergänzte:
Auf die Frage, was trotz des perfekten Starts noch verbessert werden müsse, antwortete er: «Es gibt ein paar kleine Fehler im Slot, wo wir sie manchmal etwas zu einfach vor das Tor kommen lassen.» Ein Turnier sei jedoch ein Prozess, betonte er.
Nächster Gegner der Schweizer ist am Montagabend um 20.20 Uhr Erzrivale Deutschland. Am Sonntag ist für die Spieler Erholung angesagt. Cadieux betonte, dass die ersten beiden Partien auch mental Energie gekostet hätten – «mit den Erwartungen, die es gibt». Schliesslich will er auch am Montagabend wieder stolz sein. (sda/con)
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