DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Testspiel vor der Eishockey-WM, in La Chaux-de-Fonds

Schweiz – Dänemark 4:5 (3:1,1:2,0:2)

Switzerland’s Damien Brunner, right, scores to 2:1 against Denmark’s Nichlas Hardt during a friendly ice hockey game between Switzerland and Denmark, at the ice hall in La Chaux-de-Fonds, Switzerland, Wednesday, 26. April 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Drin, das Ding! Brunner erzielt das 2:1. Bild: KEYSTONE

Hockey-Nati verliert trotz 3:1-Führung ersten WM-Test gegen Dänemark

Fünf Siege in sechs Vorbereitungsspielen machten Lust auf mehr. Doch die rund 3000 Zuschauer in La Chaux-de-Fonds bekamen eine Schweizer Niederlage zu sehen. Dänemark setzte sich in einer torreichen Partie mit 5:4 durch.



Im siebten Vorbereitungsspiel auf die WM erlitt die Schweiz ihre zweite Niederlage. Dabei sah es anfangs noch gut aus. Fabrice Herzog eröffnete das Skore in der 8. Minute. Doch postwendend gelang den Dänen in Überzahl der Ausgleich; Cody Almond sass auf der Strafbank. Aber auch die Schweiz zeigte sich im Powerplay stark: Damien Brunner bei fünf gegen drei (16.) und Andres Ambühl (17.) erhöhten auf 3:1.

Swiss supporter cheer during a friendly ice hockey game between Switzerland and Denmark, at the ice hall in La Chaux-de-Fonds, Switzerland, Wednesday, 26. April 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Jubel bei den Fans: Nach dem ersten Drittel sah es gut aus für die Schweiz. Bild: KEYSTONE

Diese schöne Führung verspielte die Nati indes im Mitteldrittel. Die Dänen glichen bei jeweils nummerischer Gleichzahl auf 3:3 aus, ehe Denis Hollenstein (39.) für die Schweiz erneut im Powerplay erfolgreich war. Der Klotener traf im zweiten Versuch, nachdem er zunächst am Pfosten gescheitert war.

Ehlers führt Dänen zum Sieg

Doch Dänemark, an der WM nicht in der selben Gruppe wie die Schweiz, gab sich weiter nicht geschlagen. Markus Lauridsen gelang der Ausgleich zum 4:4, wobei der beim EHC Biel ausgebildete Nikolaj Ehlers zum dritten Mal einen Assist gab. Der Stürmer der Winnipeg Jets sammelte in der NHL in dieser Saison 64 Skorerpunkte in 82 Einsätzen.

101 Sekunden vor dem Ende gab Ehlers gar zum vierten Mal das Zuspiel zu einem dänischen Tor. Es war das 5:4 durch Peter Regin, der Leonardo Genoni von der blauen Linie in der nahen Ecke erwischte. «Es war ein schlechtes Spiel von mir, nicht mehr und nicht weniger», sagte Genoni.

Switzerland’s Cody Almond, left, and Denmark’s Emil Kristensen in action during a friendly ice hockey game between Switzerland and Denmark, at the ice hall in La Chaux-de-Fonds, Switzerland, Wednesday, 26. April 2017. (PPR/Peter Schneider)

Die Dänen stellten sich als zäher Gegner heraus. Bild: PPR

Gelegenheit zur Revanche

Im Tor setzte Natitrainer Patrick Fischer heute auf Berns Meistergoalie Leonardo Genoni, Jonas Hiller sass auf der Tribüne. Ebenfalls überzählig waren im Schweizer Team Philippe Furrer, Ramon Untersander, Simon Bodenmann, Thomas Rüfenacht, Reto Schäppi und der erst gestern aufgebotene AHL-Stürmer Tanner Richard.

«Sie waren bei fünf gegen fünf Feldspielern besser, liefen mehr, hatten mehr den Puck», suchte Damien Brunner nicht nach Ausreden. «Wir beschützten den Puck zu wenig gut in der offensiven Zone. Dann bist du meistens am verteidigen. Und dort waren wir oft einen Schritt zu spät.»

Fischer: «Ein idealer Zeitpunkt für eine Ohrfeige»

Es sei gar nicht so schlecht, dass die Schweiz heute verloren habe, sagte Brunner weiter. «Das führt vielleicht allen vor Augen, dass es dennoch nicht so einfach geht.» In die gleiche Richtung äusserte sich Trainer Fischer: «Es gibt solche Abende. Es war ein idealer Zeitpunkt für eine Ohrfeige. Alle Gegner sind extrem gefährlich. Wir liessen zwei, drei Prozent nach, und die Dänen nutzten das aus.»

Es war im 28. Duell mit den Dänen die erste Niederlage in der regulären Spielzeit und die zweite insgesamt, nachdem die Schweiz vor sechs Jahren 2:3 nach Penaltyschiessen verloren hatte. Am Freitag trifft die Nati in Basel erneut auf Dänemark. (ram/sda)

Das Telegramm

Schweiz - Dänemark 4:5 (3:1, 1:2, 0:2)
La Chaux-de-Fonds. - 3017 Zuschauer. - SR Wehrli/Wiegand, Fluri/Wüst.
Tore: 8. (7:24) Herzog (Brunner, Diaz) 1:0. 9. (8:18) Russell (Hardt, Ehlers/Ausschluss Almond) 1:1. 16. (15:12) Brunner (Ambühl, Almond/Ausschlüsse Jacobsen, Oliver Lauridsen) 2:1. 17. (16:36) Ambühl (Brunner, Almond/Ausschluss Oliver Lauridsen) 3:1. 28. Poulsen (Meyer, Jesper Jensen) 3:2. 37. Kristensen (Ehlers, Regin) 3:3. 39. Hollenstein (Loeffel/Ausschluss Lassen) 4:3. 48. Markus Lauridsen (Ehlers) 4:4. 59. Regin (Jesper Jensen, Ehlers) 4:5.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 8mal 2 Minuten gegen Dänemark.
Schweiz: Genoni; Sutter, Marti; Diaz, Kukan; Schlumpf, Genazzi; Loeffel, Paschoud; Chris Baltisberger, Almond, Suri; Praplan, Haas, Hollenstein; Brunner, Romy, Herzog; Ambühl, Malgin, Suter.
Dänemark: Dahm; Nicolas B. Jensen, Jesper Jensen; Markus Lauridsen, Kristensen; Lassen, Oliver Lauridsen; Weichel, Bruggisser; Ehlers, Regin, Hardt; Christensen, Jacobsen, Storm; Madsen, Green, Russell; Meyer, Klarskov Nielsen, Poulsen.
Bemerkungen: Schweiz ohne Furrer, Untersander, Bodenmann, Richard, Rüfenacht, Schäppi, Hiller (alle überzählig) und Schlegel (Ersatztorhüter). - Pfostenschüsse: 31. Brunner, 39. Hollenstein. - Timeout Schweiz (58:33), danach ohne Goalie. - Schüsse: Schweiz 28 (8-10-10); Dänemark 32 (9-13-10). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 3/7; Dänemark 1/5. (sda)

Messis Jubel und 60 weitere legendäre Sportfotos

Weder dick noch doof – überragender Hardy packt gegen Finnland diese Monsterparade aus

Link zum Artikel

Fischer fischt an der WM mit diesen Fischen nach dem Titel

Link zum Artikel

Den Super-Gau nach 4:0-Führung verhindert: Nati siegt zum WM-Auftakt im Penaltyschiessen

Link zum Artikel

Dank Genoni-Shutout und drei Punkten von Almond – die Schweiz bodigt Norwegen

Link zum Artikel

Wirst du Eishockey-Weltmeister oder musst du frühzeitig unter die Dusche?

Link zum Artikel

Hockey-Nationalmannschaft – so gut wie seit 2013 nie mehr

Link zum Artikel

Zu wenig Wasserverdrängung? Schweiz an der Hockey-WM am kleinsten und leichtesten

Link zum Artikel

Was kann der neue Hexenmeister der Hockey-Nati bewirken?

Link zum Artikel

Ein Stutz ins Phrasenschwein – diese Sprüche wirst du an der Hockey-WM sicher hören

Link zum Artikel

Top-8-Status in Gefahr – der WM-Viertelfinal ist für die Hockey-Nati Pflicht

Link zum Artikel

Diese 10 Spiderdiagramme musst du für die Eishockey-WM kennen

Link zum Artikel

Jetzt zeigt sich, ob wir einen Cheerleader oder Bandengeneral haben

Link zum Artikel

Patrick Fischer über die WM-Absenzen: «Wenn die Motivation fehlt, macht es keinen Sinn»

Link zum Artikel

Diese 28 Talente musst du an der Hockey-WM auf dem Radar haben

Link zum Artikel

Du weisst nicht, welches Team der Hockey-WM zu dir passt? Dieses Flussdiagramm hilft dir

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

2. März 1976 – Höhepunkt und Ende der echten Hockey-Dorfromantik

1976 gewann mit dem SC Langnau zum letzten Mal ein echter Dorfclub die Meisterschaft. Es ist Höhepunkt und Ende der wahren Hockey-Romantik in unserem Land.

45 Jahre ist es her. Dienstag, 2. März 1976. Die gute alte Zeit. Die höchste Spielklasse heisst Nationalliga A (NLA). Sie besteht aus 8 Teams: Langnau, Biel, Bern, La Chaux-de-Fonds, Sierre, Ambri, Kloten und Villars. Die Meisterschaft wird in 28 Spielen ausgetragen: je zwei Heim- und Auswärtspartien gegen jeden Gegner. Erlaubt ist ein Ausländer. Für einen Sieg gibt es zwei Punkte. Für ein Remis einen. Der letzte (in dieser Saison Villars) steigt automatisch ab.

Die Entscheidung fällt im 28. und …

Artikel lesen
Link zum Artikel