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IIHF President Rene Fasel and Gian Gilli, General Secretary IIFH 2020, from left, during the press conference at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Saturday, May 25, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

IIHF-Präsident René Fasel (links) und WM-OK-Chef Gian Gilli. Bild: KEYSTONE

Fasel: «Die Zeichen verdichten sich, dass die Eishockey-WM nicht stattfindet»

Dass die Eishockey-WM in Zürich und Lausanne wegen der Corona-Krise noch durchgeführt werden kann, ist sehr unwahrscheinlich. René Fasel, der Präsident des internationalen Verbandes, zögert aber mit der Absage und verweist auf Bund und Kantone.



Es war eigentlich alles angerichtet für die grosse Eishockey-Party: Im Zürcher Hallenstadion, wo die Schweiz am 8. Mai zum WM-Start das russische Team empfangen hätte, glänzte das Logo der Titelkämpfe auf dem frisch geputzten Eis. Im Vorverkauf sind bis jetzt über 300'000 Tickets weggegangen.

Für René Fasel wäre es die 26. Weltmeisterschaft als IIHF-Präsident gewesen, die dritte in der Schweiz und die letzte vor seinem angekündigten Rücktritt im kommenden September: «Dieses Turnier ist ganz speziell für mich», sagt er im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Cooly, the official mascot of the 2020 IIHF Ice Hockey World Championship dance with kids  during a flashmob 100 days before the 2020 IIHF Ice Hockey World Championship at the CFF train station, in Lausanne, Switzerland, Monday, February 3, 2020. The Swiss cities of Lausanne and Zurich will host from 8 to 24 may the 2020 IIHF Ice Hockey World Championship. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

WM-Maskottchen Cooly auf Tuchfühlung mit den Fans – ein Bild, das man im Mai kaum sehen wird. Bild: KEYSTONE

Kein Eis mehr im Hallenstadion

Doch jetzt bringt die Corona-Krise alles durcheinander. Im Hallenstadion veranlasste Stadiondirektor Philipp Musshafen schon am Donnerstag das Abtauen des Eises. Dass die Maschinen in diesem Frühling nochmals angeworfen werden, ist nur noch ein kühner Traum.

Mit Ausnahme der russischen KHL haben alle Ligen ihren Betrieb gestoppt oder zumindest unterbrochen. «Unter diesen Umständen ist es für die Nationalmannschaften sehr schwierig, sich auf das Turnier vorzubereiten», so Fasel. «Die Zeichen verdichten sich, dass das Turnier nicht stattfindet.»

«Die Hoffnung stirbt zuletzt»

In der kommenden Woche hat die IIHF ein (weiteres) Krisenmeeting mit den nationalen Verbänden angesetzt. René Fasel sagt aber, dass es nicht in den Händen der IIHF liege, ob die WM durchgeführt wird oder nicht: «Der Entscheid liegt nicht bei uns, sondern bei Bund und Kantonen. Noch arbeiten wir so weiter, dass ab dem 8. Mai in Zürich und Lausanne gespielt werden könnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt.»

Dank Reserven von 25 Millionen Franken und einer 2012 abgeschlossenen Versicherung «gegen Krieg, Terror und Naturkatastrophen» wird die IIHF zumindest wirtschaftlich nicht in Schwierigkeiten geraten. «Wir sind auf der sicheren Seite», so Fasel.

Das gilt aber nur für den internationalen Verband. Der Schaden für die Schweizer Organisatoren wäre bei einer Absage riesig. Fasel: «Der lokale Veranstalter hat in der Regel einen garantierten Gewinn von 1,5 Millionen Franken. Noch schwerer trifft es wohl die Privatwirtschaft und das Gastgewerbe in Zürich und Lausanne. Insgesamt beträgt die Wertschöpfung aus einem WM-Turnier rund 100 Millionen Franken.» (ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 15.03.2020 23:08
    Highlight Highlight Beim ganzen Interview hat Herr Fasel gefaselt. Im Kreis zurück an den Anfang. Aber ein Präsident kann sich das erlauben. Die Eislaufmeisterschaft mit Krücke findet nicht statt!
  • Staedy 15.03.2020 15:23
    Highlight Highlight Fischer hofft immer noch.
    • Heini Hemmi 15.03.2020 22:36
      Highlight Highlight Das zeigt doch nur, wie weit verbreitet die Realitätsverweigerung ist. War übrigens auch heute sehr gut in der Stadt zu beobachten.

      Hallo Bundesrat, AUFWACHEN!!! Dein untätiges Zaudern kostet Menschenleben und lässt die Spitäler noch schneller kollabieren!
    • Staedy 16.03.2020 08:45
      Highlight Highlight Absolut einverstanden. Gestern mit Velo und zu Fuss unterwegs am nachmittag. Alle Spielplätze überfüllt, alle Gartenbeizen am See auch, alle Ausflugsbeizen die schon offen hatten ebenfalls. Die Anordnungen werden wie selbstverständlich ignoriert, es geht uns einfach zu gut. Ach ja und unsere Ordnungsmacht die Polizei, die kontrolliert Motorradfahrer und via a vis sitzen mind. 100 Menschen in einer Gartenbeiz.....jä nu.
  • panaap 15.03.2020 15:18
    Highlight Highlight Jetzt zeigt sich wer Führungsqualität hat Fasel wohl nicht
  • Hayek1902 15.03.2020 14:06
    Highlight Highlight Die WM wird nicht stattfinden, was heisst das jetzt: wird die schweiz die wm nächstes Jahr austragen? Oder dann, wenn der nächste Spot frei wird?
  • Patrick59 15.03.2020 13:38
    Highlight Highlight Nicht rumeiern. Einfach absagen oder um ein Jahr verschieben. Jetzt.
    • Benjamin Keller 15.03.2020 18:13
      Highlight Highlight Bro, du weisch scho, dass es jedes jahr e WM git? 🤦🏻‍♂️😂
  • bokl 15.03.2020 12:53
    Highlight Highlight "... Versicherung «gegen Krieg, Terror und Naturkatastrophen» ..."

    Hmmmm. Sars-Cov-2 fällt aber in keine der drei Kategorien ...

    Ich verstehe, dass es für Herrn Fasel ein schwerer Schlag ist, auf "seine" Heim-Abschluss-WM zu verzichten. Mit einem mutigen, frühen Entscheid alle IIHF-Turniere ein Jahr zu schieben, könnte er aber trotzdem einen starken Abgang zeigen.

    Einfach weitermachen bis zu einem Verbot und dann den schwarzen Peter an die Behörden abschieben ist keine Lösung.
    • Max Dick 15.03.2020 13:10
      Highlight Highlight Zweitletzter Abschnitt: als ob das (alleine) in seiner Kompetenz liegen würde...

      Letzter Abschnitt: geht ums Absichern gegen allfällige Schadenersatzklagen.
  • wasps 15.03.2020 12:47
    Highlight Highlight Der ist gut. Die WM findet nicht statt. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
    • Nora Flückiger 15.03.2020 13:06
      Highlight Highlight Und das ist auch das einzige Vernünftige, in dieser schweren Zeit!
    • Staedy 15.03.2020 15:25
      Highlight Highlight @Nors: Die Zeit ist nicht scher, dss Unbekannte und Ungewohnte ist es, was uns schwer fällt zu akzeptieren.
    • Güx 15.03.2020 17:09
      Highlight Highlight Selbst das Amen findet teilweise nicht mehr statt...

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