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Schaun mer mal

Skispringer Domen Prevc verliert die Ski – und die fliegen alleine

Domen Prevc of Slovenia competes at the Okurayama Hill during the World Cup Ski Jumping in Sapporo, northern Japan Sunday Jan. 18, 2026. (Natsumi Yasumoto/Kyodo Photo via AP)
Japan Ski Jumping
Domen Prevc ist Skiflug-Weltmeister – doch selbst ihm kann ein grosses Missgeschick passieren.Bild: keystone

Kuriose Szene beim Skifliegen: Ski von Domen Prevc springen ohne ihn von der Schanze

Kuriose Szene bei der Skiflug-WM in Oberstdorf: Der Einzel-Weltmeister «verliert» seine Ski, darf nicht starten und bringt Slowenien um eine sicher geglaubte Medaille. Felix Trunz übertrifft erstmals die 200 m und darf auf Olympia hoffen.
25.01.2026, 19:0725.01.2026, 20:18

Das sieht man nicht alle Tage. Als sich der Norweger Marius Lindvik am Absprungbalken für seinen Sprung bereit macht, kommen von oben zwei Skis gerutscht, einer trifft ihn am Fuss und rutscht dann die Anlaufspur und über die Schanze herunter. Schnell stellt sich heraus: Die Skis gehörten ausgerechnet dem überragenden Springer der Saison, Domen Prevc.

Der Slowene hatte seine Ski offensichtlich nach der Materialkontrolle so hingestellt, dass sie sich im nassen Schneefall selbständig machten. Zwar wurden sie eiligst wieder nach oben gebracht, doch da der Slowene nicht rechtzeitig für seinen Sprung bereit war und die Jury ihn als Schuldigen am Missgeschick ausmachte, durfte er im ersten Durchgang nicht mehr springen.

Der Mitfavorit Slowenien hatte mit dem «Nuller» in der Wertung keine Chance mehr auf eine Medaille und beendete die WM als Sechste. Im zweiten Durchgang flog Prevc dann auf 228 m. Die genau gleiche Punktzahl erreichte das Schweizer Quartett Simon Ammann, Sandro Hauswirth, Felix Trunz und Gregor Deschwanden. Weltmeister wurde erstmals Japan vor Österreich und Norwegen.

Grösster Gewinner könnte Trunz sein. Er flog zweimal deutlich weiter (insgesamt gut 40 Meter und 56 Punkte) als Ammann und könnte damit die entscheidenden Argumente im engen Duell um den dritten und letzten Schweizer Olympia-Startplatz gesammelt haben. Grund zur Freude hatte der 19-jährige St. Galler auf jeden Fall: Im ersten Durchgang stand er mit 204,5 m seinen ersten Flug auf über 200 m. Wer für die Winterspiele in Predazzo selektioniert wird, der Teenager oder der 44-Jährige mit der Erfahrung von sieben Olympia-Teilnahmen, wird am Montag bekannt gegeben. (nih/sda)

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quelle: keystone / alessandro della bella
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