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National League: Eine Derby-Runde für die Underdogs

Die Spieler von Kloten jubeln zum 4:2 Tor im Eishockeyspiel der National League zwischen dem EHC Kloten und dem ZSC am Freitag, 3. November 2023, in der Stimo Arena Arena in Kloten. (KEYSTONE/Ennio Le ...
Klotens Spieler jubeln nach dem 4:2 gegen die ZSC Lions.Bild: keystone

Eine Derby-Runde für die Underdogs – Kloten, Ambri und Langnau schlagen zu

Mit Ambri-Piotta, Kloten und den SCL Tigers gewinnen die vermeintlichen Underdogs ihre Derby. Die Fakten der National-League-Runde vom Freitag.
03.11.2023, 22:4804.11.2023, 16:56
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Rapperswil-Jona – Genf 2:4

Die Rapperswil-Jona Lakers stecken in einem veritablen Tief. Das 2:4 gegen Genève-Servette war die achte Niederlage in den letzten zehn Spielen. Die St. Galler sind damit auf den 11. Platz abgerutscht. Der Meister aus Genf kehrte nach zwei Heimniederlagen zum Siegen zurück.

SC Rapperswil-Jona Lakers Dominic Lammer wird von Servettes Tanner Richard, links, und Servettes Noah Rod in die Zange genommen waehrend der Meisterschaftspartie der National League zwischen den SC Ra ...
SC Rapperswil-Jona Lakers Dominic Lammer wird von Servettes Tanner Richard, links, und Servettes Noah Rod in die Zange genommen.Bild: keystone

Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 2:4 (2:2, 0:1, 0:1)
4393 Zuschauer. SR Kohlmüller (GER)/Hungerbühler, Wolf/Gurtner.
Tore: 5. Winnik (Le Coultre) 0:1. 10. Wick (Baragano, Forrer) 1:1. 14. Djuse (Aebischer, Forrer) 2:1. 18. Rod (Miranda, Le Coultre) 2:2. 25. Pouliot (Bertaggia, Berni) 2:3. 60. (59:29) Le Coultre 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Moy; Vatanen.
Rapperswil-Jona Lakers: Meyer; Aebischer, Djuse; Noreau, Gerber; Vouardoux; Baragano, Maier; Jensen, Schroeder, Cervenka; Moy, Rask, Wetter; Zangger, Albrecht, Lammer; Wick, Dünner, Forrer.
Genève-Servette: Descloux; Vatanen, Jacquemet; Berni, Lennström; Karrer, Le Coultre; Chanton; Praplan, Filppula, Winnik; Hartikainen, Manninen, Jooris; Miranda, Richard, Rod; Völlmin, Pouliot, Bertaggia; Maillard.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Taibel (verletzt) und Connolly (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Berthon (verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 58:51 bis 59:29 ohne Torhüter.

Kloten – Zürich 4:2

Nach vier Derbys ohne einen Punkt gewann der EHC Kloten mit einem 4:2 wieder einmal ein Derby gegen die ZSC Lions. Sie vermasselten dem grossen Rivalen damit nicht nur den Sprung an die Tabellenspitze, sondern schafften auch den Anschluss an den unteren Playoff-Strich.

Es war erst der zweite Sieg in den letzten sieben Partien für das letztjährige Überraschungsteam. Der Kanadier Tyler Morley traf in der 48. Minute zum Siegtor – in Überzahl für das zweitschlechteste Powerplay der Liga. Zudem kehrte der Verteidiger und NHL-Erstrundendraft David Reinbacher nach 16 Spielen Verletzungspause zurück.

Zuerichs Patrick Geering im Eishockeyspiel der National League zwischen dem EHC Kloten und dem ZSC am Freitag, 3. November 2023, in der Stimo Arena Arena in Kloten. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Zürichs Patrick Geering in Kloten.Bild: keystone

Kloten - ZSC Lions 4:2 (1:1, 0:0, 3:1)
7429 Zuschauer. SR Hürlimann/Mollard, Schlegel/Altmann.
Tore: 8. Frödén (Lammikko, Hollenstein) 0:1. 12. Marc Marchon (Morley) 1:1. 44. Schreiber 2:1. 46. Balcers (Lehtonen, Malgin/Powerplaytor) 2:2. 48. Morley (Steve Kellenberger, Diem/Powerplaytor) 3:2. 60. (59:05) Loosli 4:2 (ins leere Tor). -
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. -
PostFinance-Topskorer: Simic; Frödén.
Kloten: Metsola; Reinbacher, Steve Kellenberger; Henauer, Steiner; Profico, Sataric; Kindschi; Ojamäki, Aaltonen, Ang; Simic, Diem, Derungs; Meyer, Morley, Marc Marchon; Loosli, Lindemann, Ramel; Schreiber.
ZSC Lions: Zumbühl; Weber, Lehtonen; Kukan, Geering; Harrington, Marti; Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Malgin, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Andrighetto; Bodenmann, Sigrist, Schäppi; Zehnder.
Bemerkungen: Kloten ohne Obrist, Riesen und Zurkirchen (alle verletzt), ZSC Lions ohne Hrubec (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:14 bis 59:05 und ab 59:34 ohne Torhüter.

Bern – Ajoie 4:3nV

Das abgeschlagene Schlusslicht Ajoie war für den SC Bern der ideale Gegner, um nach zwei Niederlagen zurück in die Spur zu finden. Allerdings verspielten die Berner einen Punkt auf fahrlässige Art, indem sie die Jurassier in den letzten sieben Minuten vom 3:1 auf 3:3 herankommen liessen.

Ärgern muss sich aber auch Ajoie: In der Verlängerung kassierten sie eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis, was Corban Knight zum Siegtreffer nutzte. Negative Neuigkeiten gab es für den SCB hingegen auf der Goalieposition. Die Nummer 2 Philip Wüthrich fällt mit einer nicht näher definierten Verletzung rund zwei Monate aus.

Berns Cody Goloubef, links, jubelt nach Tor zum 2-1 mit Berns Romain Loeffel, rechts, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem HC Ajoie, am Freitag, 3. Novem ...
Berns Cody Goloubef (links) jubelt mit Romain Löffel in Bern.Bild: keystone

Bern - Ajoie 4:3 (1:0, 2:1, 0:2, 1:0) n.V.
14'945 Zuschauer. SR Tscherrig/Piechaczek (GER), Kehrli/Gnemmi.
Tore: 11. Moser (Kreis/Unterzahltor!) 1:0. 28. Hazen (Gelinas, Timashov) 1:1. 37. Frk (Loeffel, Baumgartner/Powerplaytor) 2:1. 40. (39:14) Vermin (Lehmann, Untersander/Powerplaytor) 3:1. 54. Timashov (Fey) 3:2. 58. Audette (Hazen, Brennan) 3:3 (ohne Torhüter). 62. Knight (Untersander, Kahun/Powerplaytor) 4:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 7mal 2 Minuten gegen Ajoie.
PostFinance-Topskorer: Kahun; Hazen.
Bern: Reideborn; Untersander, Kreis; Loeffel, Nemeth; Füllemann, Zgraggen; Meile; Kahun, Knight, Vermin; Frk, Sceviour, Moser; Lehmann, Baumgartner, Scherwey; Fuss, Ritzmann, Bader; Ryser.
Ajoie: Wolf; Fey, Brennan; Gelinas, Scheidegger; Thiry, Fischer; Pilet; Sopa, Gauthier, Audette; Hazen, Romanenghi, Timashov; Schmutz, Frossard, Kohler; Macquat, Rundqvist, Bozon; Huber.
Bemerkungen: Bern ohne Fahrni, Luoto, Paschoud, Wüthrich (alle verletzt), Schild (krank) und Honka (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Arnold, Sciaroni (beide verletzt), Asselin und Devos (beide überzählige Ausländer). Ajoie von 57:42 bis 57:55 ohne Torhüter. (sda)

Ambri – Lugano 5:4

Seit über zwei Jahren hatte Ambri-Piotta in der heimischen Gottardo Arena nicht mehr gegen Lugano gewonnen und überhaupt nur einmal in den letzten acht Derby-Heimspielen.

In einem Offensivspektakel setzten sich die formstarken Leventiner diesmal 5:4 durch und feierten erstmals in dieser Saison vier Siege in Folge. Floran Douay erzielte sein erster Tor im Ambri-Dress, Nando Eggenberger und Tommaso De Luca jeweils ihr zweites. Lugano, das zum dritten Mal in Serie verlor, reichte auch ein Hattrick des Kanadiers Michael Joly nicht.

Ambri's goalkeeper Janne Juvonen, during the preliminary round game of National League Swiss Championship 2023/24 between HC Ambri Piotta and HC Lugano at the Gottardo Arena in Ambri Friday, Nove ...
Ambris Torhüter Janne Juvonen im Spiel am 3. November 2023.Bild: keystone

Ambri-Piotta - Lugano 5:4 (2:2, 1:0, 2:2)
6775 Zuschauer. SR Lemelin (USA)/Stricker, Fuchs/Cattaneo.
Tore: 3. Douay (Grassi, Virtanen) 1:0. 13. Joly (Carr) 1:1. 18. (17:23) Joly 1:2. 18. (17:58) Eggenberger (Douay) 2:2. 37. De Luca 3:2. 42. Ruotsalainen (Granlund) 3:3. 47. Heed (Eggenberger) 4:3. 58. (57:21) Dauphin 5:3 (ins leere Tor). 59. (58:59) Joly (LaLeggia) 5:4 (ohne Torhüter).
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Spacek; Carr.
Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Zaccheo Dotti; Fohrler, Virtanen; Wüthrich, Isacco Dotti; Terraneo; Zwerger, Spacek, De Luca; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Dauphin, Lilja; Eggenberger, Grassi, Douay; Landry.
Lugano: Schlegel; Wolf, Mirco Müller; LaLeggia, Guerra; Andersson, Peltonen; Hausheer; Joly, Thürkauf, Carr; Morini, Ruotsalainen, Granlund; Fazzini, Arcobello, Gerber; Zanetti, Walker, Verboon; Cjunskis.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner (verletzt) und Pezzullo (krank), Lugano ohne Alatalo, Canonica, Marco Müller (alle verletzt) und Koskinen (überzähliger Ausländer). Lugano von 57:12 bis 57:21, 58:09 bis 58:59 und ab 59:12 ohne Torhüter.

Langnau – Biel 3:2

Zwei Tore hatte Sean Malone in den ersten 18 Saisonspielen für die SCL Tigers erzielt, im kleinen Berner Derby schoss der Amerikaner den weiterhin arg ersatzgeschwächten Playoff-Finalisten Biel fast im Alleingang ab.

Malone traf früh zum 1:0 und machte nach dem Ausgleich mit den Toren zum 2:1 und 3:1 seinen ersten Hattrick auf Schweizer Eis perfekt. Während die Langnauer erstmals seit Anfang Oktober zwei Siege in Folge feierten, hat Biel seit dem 23. September (3:0 gegen Davos) nicht mehr drei Punkte geholt und auswärts zum achten Mal in Folge verloren.

Tigers Goalie Stephane Charlin, jubelt nach dem Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem EHC Biel, am Freitag, 3. November 2023, in der Emmental Versicherungs  ...
Tigers Goalie Stéphane Charlin, jubelt nach dem Spiel gegen Biel. Bild: keystone

SCL Tigers - Biel 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
6000 Zuschauer. SR Wiegand/Ströbel, Stalder/Urfer.
Tore: 7. Malone (Cadonau, Saarijärvi) 1:0. 19. Sallinen (Yakovenko) 1:1. 38. Malone (Saarela, Riikola/Powerplaytor) 2:1. 45. Malone (Julian Schmutz) 3:1. 54. Sallinen (Kessler, Burren) 3:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Saarela; Rajala.
SCL Tigers: Charlin; Zryd, Riikola; Saarijärvi, Zanetti; Meier, Erni; Cadonau; Julian Schmutz, Malone, Saarela; Rohrbach, Mäenalanen, Pesonen; Petrini, Flavio Schmutz, Lapinskis; Berger, Salzgeber, Weibel.
Biel: Säteri; Yakovenko, Rathgeb; Burren, Forster; Christen, Delémont; Stampfli; Künzle, Grossmann, Olofsson; Bachofner, Bärtschi, Kessler; Bukarts, Sallinen, Rajala; Tanner, Schläpfer, Reichle.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Boltshauser, Diem, Rossi, Schilt (alle verletzt) und Louis (überzähliger Ausländer), Biel ohne Brunner, Cunti, Derungs, Haas, Heponiemi, Hischier und Hofer (alle verletzt). Biel von 57:11 bis 57:22 und ab 57:43 ohne Torhüter.

  • Stürmer
  • Verteidiger
  • Torhüter
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Nation Flag

Aktuelle
Note

  • 7

    Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.

  • 6-7

    Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.

  • 5-6

    Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.

  • 4-5

    Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.

  • 3-4

    Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.

  • Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.

5,2

09.22

5,2

09.23

5,2

01.24

Punkte

Goals/Assists

Spiele

Strafminuten

  • Er ist

  • Er kann

  • Erwarte