Metinho macht den FCB wieder happy – Winterthur reisst Luzern in die Abstiegsrunde
Basel – Servette 3:1
Für Servette gibts auch am Tag des 25-Jahre-Jubiläums des «Joggeli» in Basel nichts zu holen. Der FCB gewinnt dank drei Distanzschüssen 3:1.
Basels ersten zwei Toren ging ein ruhender Ball voraus. Für diesen war nach dem verletzungsbedingt verpassten Spiel in St.Gallen, in dem es für die Basler eine 0:3-Niederlage absetzte, wieder Xherdan Shaqiri zuständig.
Kurz vor der Pause schlug der wieder auf der Zehnerposition aufgelaufene Liga-Topskorer einen Corner, nach welchem Dominik Schmid einen Abpraller mit einer Direktabnahme aus 21 Metern im Tor versenkte. Und kurz nach der Halbzeitpause leitete ein Freistoss das auf fast identische Weise entstandene 2:0 ein.
Dieses Mal war Metinho beim Abpraller an der Strafraumgrenze zur Stelle, auch er verwandelte direkt. Servettes Anschlusstreffer durch Samuel Mraz in der 88. Minute beantwortete Metinho mit einem weiteren, diesmal auch sehr anschaulichen Distanzschuss (90.).
Für beide Teams schaffte Basels Heimsieg in der viertletzten Runde vor der Tabellenzäsur Klarheit. Basel kann nicht mehr aus den Top 6 rutschen, Servette die Meisterrunde als Neunter auch rechnerisch nicht mehr erreichen.
Basel – Servette 3:1 (1:0)
24'545 Zuschauer. - SR Gianforte.
Tore: 45. Schmid 1:0. 48. Metinho 2:0. 88. Mraz (Kadile) 2:1. 90. Metinho (Leroy) 3:1.
Basel: Hitz; Rüegg, Omeragic (31. Daniliuc), Vouilloz, Schmid; Metinho, Koindredi (79. Leroy); Salah (71. Duranville), Shaqiri (80. Bacanin), Traoré; Koloto (71. Ajeti).
Servette: Mall; Allix (56. Houboulang Mendes), Rouiller, Burch, Njoh; Stevanovic (74. Guillemenot), Douline (81. Fomba), Cognat, Kadile; Ishuayed (56. Lopes); Ayé (74. Mraz).
Bemerkungen: Verwarnungen: 48. Allix, 61. Houboulang Mendes.
Luzern – Winterthur 1:2
Der FC Winterthur schöpft im Abstiegskampf der Super League neuen Mut. Die Zürcher verwandeln in Luzern einen Rückstand in ein 2:1.
Winterthurs Architekt bei der erfolgreichen Wende in der Zentralschweiz war Nishan Burkart. Der 26-jährige Stürmer, der in dieser Saison schon dreimal verletzungsbedingt mehrere Wochen aussetzen musste und in Luzern nach 50 Minuten erneut vom Platz humpelte, glich nach einer halben Stunde zum 1:1 aus und legte kurz der Halbzeitpause zu Théo Golliards 2:1 auf.
Anders als so häufig in den letzten Wochen überstand der FCW auch die brenzlige Schlussphase unbeschadet. Winterthur gewann zum ersten Mal seit November auswärts und nach acht sieglosen Spielen wieder. Der Rückstand zu den Grasshoppers auf dem Barrageplatz verkleinerte sich dadurch auf fünf Punkte. Acht Runden verbleiben noch.
Für die Luzerner Führung war nach einer Viertelstunde Matteo Di Giusto mittels Foulpenalty zuständig. Der ehemalige Winterthurer traf zum elften Mal in dieser Saison und zog mit seinem 22. Skorerpunkt mit dem Ligatopskorer Xherdan Shaqiri gleich – ein schwacher Trost für ihn und die Luzerner, die die Meisterrunde mit nun neun Punkten Rückstand und drei verbleibenden Spielen bis zur Zweiteilung der Tabelle nur noch theoretisch erreichen können.
Luzern – Winterthur 1:2 (1:2)
13'010 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 15. Di Giusto (Penalty) 1:0. 32. Burkart (Hunziker) 1:1. 45. Golliard (Burkart) 1:2.
Luzern: Loretz; Dorn, Knezevic, Freimann (42. Sadikaj), Fernandes (64. Ciganiks); Owusu, Abe; Lucas Ferreira (64. Villiger), Di Giusto; Kabwit (75. Wyss), Vasovic (76. Grbic).
Winterthur: Kapino; Arnold (37. Citherlet), Mühl, Lüthi; Rohner (80. Dansoko), Stéphane Cueni (46. Jankewitz), Kasami (46. Zuffi), Sidler; Golliard, Burkart (51. Momoh); Hunziker.
Bemerkungen: 51. Burkart verletzt ausgewechselt. Verwarnungen: 10. Kabwit, 16. Rohner, 57. Sidler, 69. Jankewitz, 91. Villiger.
Lausanne – YB 0:2
Die Young Boys holten nach monatelanger Flaute ihren zweiten Auswärtssieg in elf Tagen. Alvyn Sanches sorgte beim 2:0 gegen seinen Ex-Klub Lausanne-Sport als Doppeltorschütze für den Unterschied.
Sanches ging Ende der ersten Halbzeit von der Lausanner Hintermannschaft im Strafraum vergessen und hatte Platz und Zeit, um das Zuspiel von Joël Monteiro unbedrängt zur Gästeführung zu nutzen. Zehn Minuten nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit traf der 23-jährige Zauberfuss erneut. Diesmal kam die Hereingabe von Yan Valery und vollendete Sanches per Volley.
Sanches wechselte im letzten Sommer von Lausanne-Sport zu den Young Boys, während er sich von einem Kreuzbandriss erholte. Seit dem Einstand Ende Oktober ist er bei YB einer der grossen Lichtblicke in einer komplizierten Saison. In 20 Ligaspielen verbuchte er acht Tore und fünf Vorlagen.
Lausanne, das um den Vorstoss in die Meisterrunde der Top 6 kämpft und nun in den letzten drei Runden bis zur Zweiteilung der Liga ein mittelgrosses Wunder vollbringen müsste, entglitt die Partie spätestens zu Beginn der zweiten Halbzeit, als der bis dahin starke Karim Sow für ein Einsteigen mit offener Sohle gegen Sanches die direkte Rote Karte sah (48.). Mehr als ein Lattenschuss durch Sékou Fofana schaute danach nicht mehr heraus.
Für die Young Boys war es der zweite Auswärtssieg in elf Tagen, nachdem sie zuvor fast vier Monate in der Fremde nicht gewonnen hatten. Bei Lausanne bleibts bei der Heimschwäche: Aus den letzten sieben Spielen holte die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler in der Tuilière nur vier Punkte.
Lausanne-Sport – Young Boys 0:2 (0:1)
9703 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 43. Sanches (Monteiro) 0:1. 55. Sanches (Valery) 0:2.
Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Mouanga, Sow, Poaty; Custodio; Beloko (61. Sigua), Lekoueiry (54. Fofana), Diakité (82. Kana Biyik); Janneh (61. Mollet), Traoré (54. Bair).
Young Boys: Keller; Valery (87. Janko), Wüthrich, Lauper, Benito; Pech (87. Raveloson), Gigovic; Virginius (75. Colley), Sanches, Monteiro (64. Males); Essende (75. Bedia).
Bemerkungen: 48. Rote Karte gegen Sow (Tätlichkeit). Verwarnungen: 30. Monteiro, 53. Sanches.
Die Tabelle
(ram/sda)
