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Der EHC Biel gewinnt das Spektakel im Seeland mit 8:7 in der Verlängerung.
Der EHC Biel gewinnt das Spektakel im Seeland mit 8:7 in der Verlängerung.Bild: keystone

Biel gewinnt 15-Tore-Spektakel gegen Bern in der Overtime – ZSC schlägt Lugano

12.01.2022, 22:53

Lugano – ZSC 2:3

Die ZSC Lions, im Herbst der grosse Meisterschaftsfavorit, laufen in der Eishockeymeisterschaft endlich heiss. In Lugano feiern die Zürcher den sechsten Sieg hintereinander.

Nach vier Heimsiegen de suite im Hallenstadion stellte der Zürcher SC unter Beweis, dass er auch auswärts gewinnen kann. Allerdings profitierte Lugano wegen der strengen Regeln im Tessin (Stehrampen geschlossen) nicht von einem Heimvorteil in der Resega. Trotz rassigem, spannendem Spiel kam kaum Stimmung auf.

Aus der Sicht des Heimteams lief die Partie in der zweiten Hälfte aus dem Ruder. Die Zürcher begannen überlegen, was nicht überraschte, weil Lugano mehr als drei Wochen lang nicht mehr gespielt hat. Patrick Geering brachte die Lions nach 19 Minuten in Führung. Im zweiten Abschnitt reagierte Lugano indes vehement und schaffte durch Mark Arcobello (26.) und Troy Josephs (32.) den ersten Umschwung.

ZSC-Spieler Marcus Krüeger feiert das 2-3-Tor.
ZSC-Spieler Marcus Krüeger feiert das 2-3-Tor.Bild: keystone

Danach aber kämpften die Zürcher mit mehr Fortune. John Quenneville glich zum 2:2 aus mit einem Schuss, der am Gehäuse vorbei geflogen wäre, hätte ihn nicht Raphael Herburger ins eigene Netz abgefälscht. Und auch beim 3:2 durch Marcus Krüger blieb der Puck frei vor Luganos Gehäuse liegen, weil zuvor ein Abschlussversuch von Geering von einem Luganese unglückhaft abgefälscht worden ist.

Wegen der Heimniederlage schwinden Luganos Chancen, noch auf direktem Weg in die Playoff-Viertelfinals einzuziehen. Nach der Niederlage gegen die Zürcher beträgt der Rückstand auf Platz 6 schon 13 Punkte. Die ZSC Lions (6.) indes nähern sich dank ihrer Siegesserie den Spitzenplätzen an.

Lugano - ZSC Lions 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)
3479 Zuschauer. - SR Stricker/Hürlimann, Fuchs/Gnemmi.
Tore: 20. (19:04) Geering (Bodenmann, Roe) 0:1. 26. Arcobello (Carr, Loeffel) 1:1. 32. Josephs (Arcobello, Alatalo/Powerplaytor) 2:1. 36. Quenneville (Azevedo, Geering) 2:2. 48. Krüger (Geering, Quenneville) 2:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 7mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Malgin.
Lugano: Schlegel; Loeffel, Müller; Alatalo, Riva; Chiesa, Wolf; Nodari, Traber; Carr, Arcobello, Josephs; Morini, Herburger, Bödker; Fazzini, Thürkauf, Bertaggia; Vedova, Walker, Stoffel.
ZSC Lions: Kovar; Weber, Geering; Guebey, Marti; Trutmann, Phil Baltisberger; Noah Meier; Pedretti, Malgin, Sigrist; Azevedo, Krüger, Quenneville; Chris Baltisberger, Roe, Bodenmann; Sopa, Schäppi, Aeschlimann; Riedi.
Bemerkungen: Lugano ohne Herren (verletzt), Guerra (krank) und Irving (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Hollenstein, Morant (beide verletzt), Andrighetto, Diem, Flüeler und Noreau (alle krank). Lugano ab 58:34 ohne Torhüter. (sda)

Biel – Bern 8:7 n.V.

Im Berner Derby zwischen Biel und Bern fallen die Tore am Laufmeter. Der EHC Biel gewinnt das Spektakel im Seeland mit 8:7 in der Verlängerung. Mehr Tore fielen in der National League in dieser Saison noch nie.

Gaetan Haas vergibt hier zwar eine Chance gegen Berns Torhueter, zum Sieg reichte es Biel schlussendlich doch.
Gaetan Haas vergibt hier zwar eine Chance gegen Berns Torhueter, zum Sieg reichte es Biel schlussendlich doch.Bild: keystone

Biel führte nur einmal - ganz zum Schluss der Partie. Gaëtan Haas erzielte nach 63:20 Minuten in doppelter Überzahl das Siegestor. Gleich zwei Berner sassen auf der Strafbank, weil sich Captain Simon Moser ein Foul leistete und Trainer Johan Lundskog danach weit übers Tolerierbaren hinaus reklamierte.

Der Berner Frust war verständlich. Die Berner sahen über weite Strecken wie die sicheren Sieger aus - weil der EHC Biel in der Defensive so schwach wie selten spielte. Aber die Berner passten sich dem defensiven Schlendrian an - und liessen so die Bieler immer wieder ins Spiel zurück.

Zu den Verlierern des Abends zählte Berns zweiter Torhüter Daniel Manzato, der erstmals seit dem 10. Dezember wieder spielen durfte, nach fünf Gegentoren aber ausgewechselt wurde. Beide Teams wechselten den Goalie.

Biel gewann auch die vierte Partie im neuen Jahr, derweil Bern von den letzten neun Partien bloss noch zwei gewonnen hat.

Biel - Bern 8:7 (2:3, 3:3, 2:1, 1:0) n.V.
6039 Zuschauer. - SR Wiegand/Fluri, Obwegeser/Meusy. - Tore: 8. Moser (Varone, Bader) 0:1. 11. Kast 0:2. 12. Daugavins (Kahun) 0:3. 17. Hofer (Grossmann, Cunti/Powerplaytor) 1:3. 20. (19:40) Sallinen 2:3. 21. (20:31) Daugavins 2:4. 25. (24:28) Hügli 3:4. 26. (25:47) Thomas (Daugavins, Kahun/Powerplaytor) 3:5. 27. (26:36) Stampfli 4:5. 37. (36:26) Kahun (Daugavins/Powerplaytor) 4:6. 37. (36:59) Künzle 5:6. 42. Hofer (Cunti/Powerplaytor) 6:6. 51. Andersson (Kast, Kahun) 6:7. 57. Künzle (Cunti) 7:7. 64. Haas (bei 5 gegen 3) 8:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 plus 5 Minuten (Sciaroni) plus 2mal Spieldauer (Sciaroni, ) gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Rajala; Kahun.
Biel: van Pottelberghe (27. Paupe); Stampfli, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Schneeberger, Forster; Christen; Hischier, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Hügli, Sallinen, Hofer; Kessler, Froidevaux, Tanner; Schläpfer.
Bern: Manzato (41. Wüthrich); Untersander, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Pinana, Colin Gerber; Hänggi; Thomas, Kahun, Daugavins; Fahrni, Varone, Moser; Jeremi Gerber, Kast, Bader; Sciaroni, Neuenschwander, Berger.
Bemerkungen: Biel ohne Fey, Rathgeb (beide verletzt), Delémont, Karaffa und Korpikoski (alle krank), Bern ohne Jeffrey, Scherwey (beide verletzt), Praplan und Thiry (beide krank).

Davos – Langnau 4:1

Dem HC Davos gelangen beim 4:1-Erfolg über die SCL Tigers gleich mehrere Premieren. Nach dem 0:4 24 Stunden zuvor in Genf erzielten Dominik Egli und Yannick Frehner die ersten Davoser Goals im neuen Jahr. Die beiden Treffer lancierten im zweiten Abschnitt die Wende vom 0:1 zum 2:1, auf welcher der erste Davoser Sieg 2022 fusste. Und im dritten Heimspiel gegen die Langnauer schaffte Davos erstmals eine defensiv akzeptable Leistung und den ersten Sieg (zuvor 1:6 und 4:5).

Besänftigung fand auch der Davoser Headcoach Christian Wohlwend. Nach der Niederlage in Genf hatte sich Wohlwend fürchterlich darüber aufgeregt, dass seine Davoser nach langer Covid-Pause weit hatten reisen müssen zu einem Gegner, der zuvor schon im neuen Jahr hatte spielen können. Diesmal war es umgekehrt: Langnau bestritt seine erste Partie nach mehr als drei Wochen Pause, musste weit reisen und beklagte ausserdem elf Absenzen (verletzt und krank).

Davos - SCL Tigers 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)
2834 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Dipietro, Stalder/Huguet.
Tore: 16. Sturny (Loosli) 0:1. 26. Dominik Egli (Ambühl, Rasmussen) 1:1. 38. Frehner 2:1. 48. (47:02) Julian Schmutz (Nygren, Corvi/Powerplaytor) 3:1. 48. (47:39) Knak (Simic/Powerplaytor) 4:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 1mal 2 plus 5 Minuten (Blaser) plus Spieldauer (Blaser) gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Ambühl; Olofsson.
Davos: Aeschlimann; Nygren, Barandun; Dominik Egli, Wellinger; Zgraggen, Jung; Heinen; Ambühl, Corvi, Rasmussen; Frehner, Chris Egli, Julian Schmutz; Simic, Prassl, Pospisil; Wieser, Canova, Knak; Ritzmann.
SCL Tigers: Punnenovs; Schilt, Erni; Blaser, Elsener; Grossniklaus, Leeger; Aeschbach, Guggenheim; Grenier, Flavio Schmutz, Olofsson; Sterchi, Diem, Pesonen; Loosli, Berger, Sturny; Langenegger, Lapinskis, Schärz.
Bemerkungen: Davos ohne Stoop (krank), Bromé, Nussbaumer (beide verletzt) und Stransky (gesperrt), SCL Tigers ohne Huguenin, Mayer, Petrini, Weibel (alle krank), Melnalksnis, Saarela, Salzgeber, Schweri, Stettler, Zaetta und Zryd (alle verletzt).

Die Tabelle

(van/sda)

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