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SC Bern blamiert sich so richtig in Lausanne ++ Davos siegt gegen Rappi knapp

Der Meister Bern ist weiter auf dem Weg ins Elend und geht in Lausanne 0:5 unter. Davos besiegt Rappi knapp.
02.11.2019, 12:55

Biel – Ambri 2:3

Ambri-Piotta feierte in Biel den zweiten Auswärtssieg in Folge. Marco Müller schoss den Aussenseiter in der 43. Minute zum 3:2-Sieg.Genau einen Sieg hatte Ambri-Piotta aus den ersten sieben Auswärtsspielen der Saison geholt und war damit fern der heimischen Halle das schwächste Team der National League.

Doch nun holten die Leventiner in Lugano und Biel gleich zwei Erfolge bei deutlich höher kotierten Gegnern.Sie taten dies in Biel nicht mit einem offensiven Feuerwerk, aber mit Einsatz und defensiver Solidität. Eine grosse Figur war Dominic Zwerger, der sich von seiner Knöchelverletzung viel früher erholte als gedacht und im dritten Spiel seit der Rückkehr das 1:1 im Mitteldrittel erzielte und siebeneinhalb Minuten vor Schluss das 3:2 von Marco Müller vorbereitete.

Biel konnte eine gewisse Müdigkeit im vierten Spiel in sieben Tagen nicht kaschieren und weil sich der ansonsten wie meist überzeugende Jonas Hiller beim entscheidenden Tor in der nahen Ecke erwischen liess, resultierte am Ende die erste Heimniederlage gegen Ambri seit dem 1. Dezember 2015 und elf Heimsiegen in Serie.

Bild: KEYSTONE

Lausanne – Bern 5:0

Beim Schweizer Meister bahnt sich eine veritable Krise an. In Lausanne verliert der SC Bern erstmals seit Anfang Oktober zweimal in Folge - und dies mit 0:5 deutlich. Der Schweizer Meister lässt aktuell nicht den Einsatz, aber die Disziplin und Coolness vermissen.

Die Spieler des Erfolgscoaches Kari Jalonen, dessen Vertrag letzte Woche vorzeitig verlängerte wurde, leisteten sich durch Daniele Grassi und Marc Kämpf wegen Bandenchecks sowie Thomas Rüfenacht (insgesamt 16 Minuten) nach einer Schlägerei gleich dreimal eine Zehnminuten-Strafe. Das 1:0 der Lausanner durch Cory Emmerton in der 15. Minute fiel prompt in Überzahl. Auf der anderen Seite brachten die Berner in ihrem ersten Powerplay nicht mal einen Schuss aufs Tor.Die Vorentscheidung erzwang Lausanne zu Beginn des Mitteldrittels, das der SCB völlig verschlief.

Innert 119 Sekunden erhöhten Cody Almond und Lukas Frick auf 3:0. Von dieser Effizienz kann Bern, das nach gut einem Drittel der Qualifikation unter dem Strich liegt, derzeit nur träumen. Tobias Stephan liess sich in 24 Versuchen nicht bezwingen und feierte seinen ersten Shutout im Dress der Waadtländer.

Bild: KEYSTONE

Servette – Lugano 4:0

Dank dem stärkeren Goalie setzt sich der Genève-Servette Hockey Club gegen Lugano mit 4:0 durch. Gauthier Descloux wehrt 20 Schüsse ab und kommt zum zweiten Shutout in dieser Saison.

Mit dieser Goalie-Leistung vermochte Luganos Sandro Zurkirchen nicht mitzuhalten. Zurkirchen liess drei der ersten neun Schüsse auf sein Gehäuse passieren. Die ersten zwei Tore Servettes entstanden nach Abprallern Zurkirchens. Tommy Wingels und Eric Fehr brachten die Genfer im ersten Abschnitt innerhalb von vier Minuten in Führung. Später trafen auch noch Marco Miranda (3:0) und Noah Rod (4:0).Am Ende siegte Servette zu deutlich - denn die Partie verlief zumindest optisch 40 Minuten lang ausgeglichen (14:15 Torschüsse in den ersten zwei Dritteln). Aber Servette agierte effizient und abgebrüht. Ganz anders Lugano: Den Tessinern fehlte der Zug aufs Tor, in der Abschlusszone agierten sie einmal mehr zu verspielt.

Bei Lugano debütierte am linken Flügel der vierten Linie der erst 16-jährige Lorenzo Canonica, der als erster Spieler mit Jahrgang 2003 der jüngste Akteur in der National League ist

Bild: KEYSTONE

Rapperswil-Jona – Davos 4:3

Der HC Davos siegt und siegt. Die Bündner gewinnen bei den Rapperswil-Jona Lakers die Neuauflage des Abstiegs-Playoffs der letzten Saison mit 4:3.

Die Schweizer skoren für den HCD.Verteidiger Sven Jung brachte die Davoser in Führung. Teenager Benjamin Baumgartner erhöhte mit seinem bereits zehnten Saisontor auf 2:0. Luca Hischier sammelte beim Comeback in der National League (nach Verletzungspause) gleich drei Skorerpunkte und erzielte das 3:1. Marc Aeschlimann stellte mit dem 4:1 schon in der 34. Minute die Weiche auf Sieg.Die Rapperswil-Jona Lakers gaben die Partie schon im ersten Abschnitt aus der Hand.

Die Gastgeber kontrollierten das Spiel in der Startphase, nützten aber ihre Chancen nicht. Cedric Hüsler verfehlte das offene Tor, später verpassten Nico Dünner und Topskorer Dominik Egli (Topskorer als Verteidiger) den scheinbar sicheren 1:1-Ausgleich. Erst im Finish und erst 40 Sekunden vor Schluss kamen die Lakers noch auf 3:4 heran. Diesmal gelang Rapperswil die Wende nicht mehr.Die Lakers verloren erstmals diese Saison drei Spiele hintereinander. Unter Niklas Gällstedt, dem Assistenten des abwesenden Headcoachs Jeff Tomlinson (Nieren-Operation), verloren die St. Galler zuletzt drei von vier Spiele(n). Am Samstag treten die Lakers noch bei den SCL Tigers an. Nach der Nationalmannschaftspause sollte Tomlinson wieder an der Bande stehen können.

Bild: KEYSTONE

Zug – Fribourg 0:4

Fribourg-Gottéron kommt mit dem Trainerduo Christian Dubé/Sean Simpson langsam in Fahrt. Beim spät herausgespielten 4:0 in Zug resultierte der dritte Sieg in Serie.

Sean Simpson hat beste Erinnerungen an Zug. 1998 hatte er die Innerschweizer als Chefcoach zum bislang einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte geführt. Auch am Freitag konnte er am Freitag in Zug feiern. Der Berater, Assistenzcoach oder was auch immer seine genaue Funktion neben Sportchef Christian Dubé ist sah ein defensiv solides Team, das in den letzten acht Minuten das Glück auf seine Seite zwang.

52 Minuten lang hatte Reto Berra, dem am Ende mit 38 abgewehrten Schüssen sein erster Saison-Shutout gelang, die Zuger Angreifer zur Verzweiflung gebracht, dann markierte Verteidiger Benjamin Chavaillaz mit seinem ersten Saisontor den entscheidenden Treffer. Samuel Walser und Killian Mottet erhöhten in den fünf Minuten auf 3:0, PostFinance-Topskorer Ryan Gunderson traf noch ins leere Tor.Während Fribourg erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge gewann, kann der Transfersieger und Meisterkandidat Zug sein Potenzial weiterhin nicht wie gewünscht abrufen. Aus den letzten vier Partien resultierte nur ein Sieg - und am Samstag reist man zum erst recht kriselnden Meister Bern.

Bild: KEYSTONE

Die Tabelle

Die Telegramme

Biel - Ambri-Piotta 2:3 (1:0, 1:2, 0:1)
6332 Zuschauer. - SR Salonen/Wiegand, Fuchs/Cattaneo. - Tore: 20. (19:29) Schneider (Kessler) 1:0. 26. Zwerger (Rohrbach) 1:1. 32. Goi (Bianchi, Joël Neuenschwander) 1:2. 34. Rajala (Fuchs/Ausschluss Flynn) 2:2. 43. Müller (Joël Neuenschwander, Zwerger/Ausschluss Tschantré) 2:3- Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Rajala; D'Agostini.
Biel: Hiller; Rathgeb, Forster; Fey, Salmela; Moser, Kreis; Sataric; Tschantré, Pouliot, Rajala; Riat, Fuchs, Künzle; Schneider, Cunti, Kessler; Ulmer, Jan Neuenschwander, Holdener.
Ambri-Piotta: Hrachovina; Plastino, Jelovac; Ngoy, Fischer; Fohrler, Dotti; Pinana; D'Agostini, Müller, Hofer; Trisconi, Flynn, Egli; Rohrbach, Dal Pian, Zwerger; Joël Neuenschwander, Goi, Bianchi; Mazzolini.Bemerkungen: Biel ohne Ullström (krank), Lüthi, Gustafsson, Hügli, Kohler und Brunner, Ambri ohne Fora, Kneubuehler, Incir, Kostner, Novotny und Sabolic (alle verletzt). Timeouts: Biel (59.), Ambri (60.). Biel ab 58:52 ohne Torhüter.

Lausanne - Bern 5:0 (1:0, 2:0, 1:0)
8998 Zuschauer. - SR Lemelin/Stefik, Kaderli/Obwegeser. - Tore: 15. Emmerton (Bertschy/Ausschluss Grassi) 1:0. 22. Almond (Nodari) 2:0. 25. Frick (Jeffrey) 3:0. 48. Vermin (Jeffrey) 4:0. 56. Herren (Junland, Jeffrey/Ausschluss Rüfenacht) 5:0. - Strafen: 5mal 2 plus 10 (Froidevaux) Minuten gegen Lausanne, 9mal 2 plus 3mal 10 (Grassi, Kämpf, Rüfenacht) Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Bertschy; Arcobello.
Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Heldner, Junland; Nodari, Genazzi; Oejdemark; Bertschy, Emmerton, Jooris; Vermin, Jeffrey, Herren; Moy, Almond, Kenins; Leone, Froidevaux, Antonietti; Traber
Bern: Schlegel; Untersander, Colin Gerber; Andersson, MacDonald; Burren, Blum; Krueger; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Ebbett, Scherwey; Sciaroni, Bieber, Kämpf; Grassi, Berger, Spiller.Bemerkungen: Lausanne ohne Wärn (überzähliger Ausländer) und Grossmann, Bern ohne Koivisto, Mursak, Pestoni, Beat Gerber, Heim und Jeremi Gerber (alle verletzt). Grassi verletzt ausgeschieden (13.).

Genève-Servette - Lugano 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
6143 Zuschauer. - SR Hebeisen/Kaukokari, Gnemmi/Progin. - Tore: 12. Wingels (Völlmin, Le Coultre) 1:0. 16. Fehr (Winnik) 2:0. 27. Miranda (Karrer, Le Coultre) 3:0. 45. Rod 4:0. - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Wingels; Klasen.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Smons; Wingels, Smirnovs, Rod; Maillard, Fehr, Winnik; Douay, Berthon, Bozon; Wick, Kast, Miranda; Riat.
Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Chiesa, Riva; Loeffel, Vauclair; Wellinger; Fazzini, Lajunen, Klasen; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Lammer, Haussener, Jörg; Vedova, Jecker, Canonica.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Fritsche, Mercier, Richard und Tanner, Lugano ohne Morini, Romanenghi, Walker, Zangger (alle verletzt) und Suri (krank).

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 3:4 (0:1, 1:3, 2:0) 6021 Zuschauer (Saisonrekord). - SR DiPietro/Tscherrig, Ambrosetti/Kovacs. -
Tore: 17. Jung (Hischier, Du Bois) 0:1. 25. Baumgartner (Hischier) 0:2. 26. Dünner (Egli/Ausschluss Sandro Aeschlimann) 1:2. 27. Hischier 1:3. 34. Marc Aeschlimann (Frehner, Guerra) 1:4. 41. (40:36) Wellman (Rowe/Ausschluss Rantakari) 2:4. 60. (59:20) Clark (Wellman) 3:4 (ohne Torhüter). Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Egli; Lindgren.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Hächler, Maier; Vukovic, Dufner; Egli, Randegger; Gähler, Schmuckli; Hüsler, Ness, Casutt; Clark, Rowe, Simek; Dünner, Wellman, Kristo; Mosimann, Schlagenhauf, Forrer.Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Rantakari, Paschoud; Stoop, Guerra; Kienzle; Marc Wieser, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Herzog, Baumgartner, Ambühl; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Eggenberger.Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Antonietti, Cervenka, Profico und Schweri, Davos ohne Buchli, Nygren und Kortin (alle verletzt). - Lattenschüsse Mosimann (35.) und Ness (52.). - Timeout: Rapperswil-Jona (54.); Davos (56.)

Zug - Fribourg-Gottéron 0:4 (0:0, 0:0, 0:4)
7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Urban, Altmann/Wolf. - Tore: 53. Chavaillaz (Stalberg, Abplanalp) 0:1. 56. Walser Vauclair, Lhotak) 0:2. 58. (57:20) Mottet (Desharnais, Gunderson/Ausschlüsse Diaz, Genoni) 0:3. 59. (58:09) Gunderson (Stalberg/Ausschlüsse Genoni; Schmutz) 0:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Gunderson.
Zug: Genoni; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Stadler; Klingberg, Lindberg, McIntyre; Martschini, Kovar, Hofmann; Simion, Leuenberger, Bachofner; Langenegger, Albrecht, Zehnder.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Chavaillaz; Marti; Rossi, Schmutz, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Vauclair, Walser, Lhotak; Lauper, Schmid.Bemerkungen: Zug ohne Schnyder, Thorell und Senteler, Fribourg ohne Bykow, Sprunger, Marchon und Forrer (alle verletzt). Lattenschuss Schlumpf (23.). Zug von 57:28 bis 58:09 ohne Torhüter.

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MaskedGaijin
01.11.2019 22:46registriert Oktober 2014
Wo ist eigentlich Tikkanen? Schon lange nichts mehr von ihm gelesen. Noch ? bis 🐻⬇️😱💔
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länzu
02.11.2019 00:35registriert April 2014
tolle Verstärkung, die da der SCB-Sportchef wieder aus dem Ärmel gezaubert hat. Irgend den 16. Stürmer von Rappi holen, den man nr gerade zum Absitzen von Strafen gebrauchen kann. Der SCB-Nachwuchs muss sich ja verarscht vorkommen, wenn ihnen solche Spieler vorgezogen werden. Chatelain gehört vor die Türe gesetzt. Die Liste seiner Flop-Transfers ist lang genug: Schlegel, Praplan, Pestoni, Schiaroni, Bieber, Grassi, Koivisto, McDonald. Sie darf nicht noch länger werden.
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Brucho
01.11.2019 23:00registriert August 2015
Transfersieger und Meisterkandidat Zug?
Diesen Text könnt ihr langsam aber sicher vergessen und schubladisieren.
Mit nur einem Top Verteidiger (Diaz) gewinnt man keine Meisterschaften. Und an der Transferfront hat der EVZ auch verloren, denn Roe hat sich entschieden Schweizermeister zu werden.
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