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Super League, 14. Runde

Lugano – Lausanne 2:0
ZSC – Ambri 5:2
Davos – Zug 2:3 n.V.
Bern – Biel 4:1
Kloten – Fribourg​ 3:1

Die Zuercher Auston Matthews, links, und Fabrice Herzog, rechts, feiern einen Treffer beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Ambri-Piotta am Samstag, 17. Oktober 2015, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Auston Matthews trifft gegen Ambri für einmal nicht, sein Team darf aber trotzdem jubeln. 
Bild: KEYSTONE

Die Kloten Flyers schlagen überraschend Leader Fribourg +++ Zug gewinnt giftiges Duell in Davos +++ Lugano gelingt Befreiungsschlag

An der Tabellen-Spitze der NLA kommt es zum Zusammenschluss. Die ZSC Lions und Zug sind die ersten Verfolger von Leader Fribourg-Gottéron.



Kloten – Fribourg 3:1

- Zuhause eine Macht, auswärts seit ein paar Wochen mit Problemen: Leader Fribourg verlor beim 1:3 in Kloten zum dritten Mal hintereinander auf fremdem Eis. Die Kloten Flyers kehrten nach zwei Niederlagen verdient wieder auf die Siegerstrasse - und über den Strich - zurück. Fribourg machte einen matten Eindruck und schaffte es nie, Druck auf das Tor von Oldie Martin Gerber auszuüben. Die Klotener Treffer fielen dennoch eher glücklich.

Kloten Flyers Verteidiger Patrick von Gunten, von links, Lukas Frick, Torschuetze Tommi Santala, Vincent Praplan und Denis Hollenstein feiern das 1-0 waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Fribourg-Gotteron am Samstag, 17. Oktober 2015, in der SWISS Arena in Kloten. (PHOTOPRESS/Patrick B. Kraemer)

Den Leader gebodigt: Bei den Kloten Flyers darf heute gejubelt werden.
Bild: PHOTOPRESS

- Das 2:1 erzielte Matthias Bieber drei Minuten vor dem Ende des Mitteldrittels zwar in Überzahl, es war jedoch nicht herausgespielt, sondern ein brillantes Dribbling des Zürchers, der zu wenig gestört wurde. Und beim 3:1 unterlief dem 18-jährigen Youngster Yannick Rathgeb, einem der positiven Überraschungen dieser Saison, für einmal ein grober Fehler. Er verlor den Puck an Bieber, der James Sheppard bediente.

- Der Kanadier verbuchte in seinem zweiten Spiel für die Flyers sein erstes Tor und egalisierte damit bereits die Marke, die sein überzähliger und ungenügender Landsmann Mark Olver in den ersten acht Partien der Saison erzielt hatte. Fribourgs einziger offensiver Output war im ersten Drittel zu sehen, als Benny Plüss und Ryan Gardner nach einem Pfostenschuss Alexandre Picards energisch nachsetzten und nur zweieinhalb Minuten nach dem Führungstreffer Tommi Santalas ausglichen.

ZSC Lions – Ambri 5:2

- Die ZSC Lions feierten gegen Ambri-Piotta mit 5:2 den sechsten Sieg hintereinander. Die Basis zum Sieg legten die Zürcher mit einem Startfurioso. US-Jungstar Auston Matthews skorte für einmal nicht.

- Die ZSC Lions legten gegen Ambri los wie die Feuerwehr. Schon nach zehn Minuten und Goals von Severin Blindenbacher, Fabrice Herzog und Mike Künzle führten die Zürcher im sehr gut gefüllten Hallenstadion (9544 Zuschauer) 3:0. Eine Viertelstunde lang gelang den Lions fast alles. Das Heimteam hätte zu diesem Zeitpunkt 5:0 oder 6:0 führen können. In den Zürcher Spielfluss hinein fiel aber Ambris Anschlusstreffer durch Alexandre Giroux. Und danach gestaltete sich für die ZSC Lions der Rest des Abends viel komplizierter.

- Zwei Rollenspieler schlüpften für einmal in Hauptrollen. Mark Bastl, der im Sommer vom ZSC zu Ambri gewechselt hat, wurde vor der Partie für 457 NLA-Spiele, acht Saisons und fünf Titel (3x Meister, Champions League, Victoria Cup) mit den ZSC Lions geehrt. Ausgerechnet Bastl verkürzte für Ambri in der 24. Minute auf 2:3. Und danach verpassten Benjamin Chavaillaz (25.) und Zach Hamill (30.) zweimal den Ausgleich nur ganz knapp.Zum Matchwinner für die Zürcher avancierte in der zweiten Spielhälfte schliesslich der erst 19-jährige Pius Suter. Suter erzielte die siegsichernden Tore zum 4:2 (43.) und 5:2 (52.). Es waren erst seine NLA-Treffer Nummer 2 und 3.

Die Zuercher Auston Matthews, links, und Fabrice Herzog, rechts, feiern einen Treffer beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Ambri-Piotta am Samstag, 17. Oktober 2015, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Topskorer Matthews traf für einmal nicht.
Bild: KEYSTONE

Lugano – Lausanne 2:0

- Dem HC Lugano gelang mit einem 2:0 gegen Lausanne der erste Sieg nach zuletzt vier Niederlagen in Serie und dem Fall ans Tabellenende. Die Tore schossen Fredrik Pettersson und Damien Brunner.

- Patrick Fischer liess nichts unversucht, um sein verunsichertes Starensemble wieder in die Erfolgsspur zu führen. So wechselte er auf der Goalieposition von Daniel Manzato wieder zu Elvis Merzlikins zurück und gruppierte seine Schweden Fredrik Pettersson, Tony Martensson und Linus Klasen in einer Linie. Die Massnahme zahlte sich aus. Das entscheidende Tor gelang in der 37. Minute nach einem Pass Klasens durch eine schöne Einzelaktion von Pettersson.

- Die Verunsicherung konnten die Bianconeri nicht vollends abschütteln, doch zumindest stand man gegen die offensiv eher harmlosen Lausanner defensiv solide und liess nur wenige Chancen zu. Zudem zeigte sich Merzlikins mit 28 Paraden sehr stilsicher. Die Waadtländer konnten erst im dritten Drittel etwas mehr Druck entwickeln, blieben in einer hektischen Schlussphase aber ohne Erfolg.PostFinance-Topskorer Damien Brunner, der am Freitag bei der Niederlage in Zug noch zwei Drittel lang die Wolldecke auf der Ersatzbank gefasst hatte, traf 45 Sekunden vor Schluss noch zum 2:0 ins leere Tor. Der überbordende Jubel von Brunner und seinen Teamkollegen sagte alles darüber aus, wie sehr die Tessiner aktuell unter Druck stehen.

Lugano Trainer Patrick Fischer beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem Lausanne HC am Samstag, 17. Oktober 2015, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Patrick Fischer fährt mit den Bianconeri einen immens wichtigen Sieg ein.
Bild: TI-PRESS

Bern – Biel 4:1

- Der SC Bern verlor in der Doppelrunde nur ein Derby: 24 Stunden nach der unerwarteten Niederlage in Langnau (2:4) besiegten die Berner den EHC Biel mit 4:1. Nach drei Partien mit bloss zwei gewonnenen Punkten sicherte sich Bern wieder einmal drei Punkte. Das Team von Guy Boucher gewann zum vierten Mal hintereinander ein Heimspiel. Nicht alles überzeugte aber beim SC Bern. Die Siegsicherung gelang Martin Plüss mit dem 4:1 erst in der 45. Minute. In Anbetracht der Überlegenheit hätten die Berner schon vorher mehr Goals erzielen müssen.

- Die spielerischen Glanzlichter fehlten aber. Die Ausnahme bildete Pascal Bergers «Gamewinner» zum 2:0 nach 23 Minuten, den Beat Gerber und vor allem Cory Conacher mustergültig vorbereitet hatten. Zum ersten Goal kam Bern, weil Fabian Lüthi einen Weitschuss unglücklich ins eigene Goal abfälschte. Beim 3:1 fälschte Conacher einen Weitschuss ab, und beim 4:1 trafen die Berner zum zweiten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis. Sehenswert wäre Simon Bodenmanns erstes Saisontor gewesen. Allerdings anerkannten die Referees diesen Treffer nicht, weil der Puck erst einen Sekundenbruchteil nach der Pausensirene die Torlinie überquerte (20.).

Der Bieler Headcoach Kevin Schlaepfer coacht seine Mannschaft beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel-Bienne am Samstag, 17. Oktober 2015, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Naja, gute Laune sieht anders aus: Kevin Schläpfer hat eine turbulente Woche hinter sich.
Bild: KEYSTONE

- Im Gegensatz zu Bern muss Biel das Überzahlspiel üben, obwohl Daniel Steiner den einzigen Treffer des EHC (zum 1:2) im Powerplay erzielte. Die Seeländer beanspruchten indessen mehrmals grosses Glück, dass sie um einen Shorthander herumkamen. Biel kassierte letzte Woche zwei Gegentore mit einem Mann mehr auf dem Eis und tat sich am Samstag bei drei Überzahlchancen äusserst schwer, sich überhaupt in der Berner Zone zu installieren. 

Davos – Zug 2:3 n.V.

- Davos holte gegen Zug einen 0:2-Rückstand auf, drückte im Schlussdrittel auf den Siegtreffer - und verlor in der Verlängerung trotzdem. Der EVZ gewann zum dritten Mal in Serie, der HCD verlor das dritte Heimspiel hintereinander.In der Verlängerung fand der EV Zug urplötzlich nochmals eine zweite Luft. Nachdem die Davoser in der Schlussphase vehement auf das 3:2 gedrückt und bei zwei Pfostenschüssen viel Pech gehabt hatten, waren die Zentralschweizer in der Overtime wieder ebenbürtig. 35 Sekunden vor dem Ende entwischte Lino Martschini und liess sich nicht zweimal bitten. Samuel Guerra verletzt sich beim Rückwärtslaufen ohne gegnerisches Verschulden und konnte Martschini nicht mehr stören.

Torhueter Leonardo Genoni, links, und Beat Forster von Davos, beobachten wie Felicien Du Bois, Mitte, nach einem Check vom Eis gefuehrt wird, beim Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Samstag, 17. Oktober 2015, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Davos verliert nicht nur das Spiel, sondern auch Felicien Du Bois.
Bild: KEYSTONE

- Die 2:0-Führung des EV Zug nach zwei Dritteln muss allen Davosern wie ein Hohn vorgekommen sein. Während 25 Minuten hatten die Bündner die Partie dominiert, die Tore schossen jedoch innerhalb von drei Minuten die Zuger Reto Suri und Yannick Blaser. Im Schlussabschnitt rückten der neue HCD-Kanadier Devin Setoguchi mit seinem zweiten Tor im zweiten Spiel und Andres Ambühl mit einem seiner unnachahmlichen Sololäufen in Unterzahl die Fakten wieder zurecht. Auch in den verbleibenden 14 Minuten stand Davos dem K.o.-Schlag näher als die Gäste aus Zug.

- Die Partie wurde nach dem frühen Aus von Félicien Du Bois nach einem Check im ersten Drittel äusserst hart und giftig geführt. Der beste Davoser Verteidiger, der erst vor knapp zwei Wochen nach einer Hirnerschütterung zurückgekehrt war, erlitt erneut eine Kopfverletzung. 

Die Tabelle 

Bild

bild: teletext.ch

Die Telegramme

Davos - Zug 2:3 (0:0, 0:2, 2:0, 0:1) n.V. 4705 Zuschauer. - SR Fischer/Massy, Abegglen/Tscherrig. - Tore: 25. Suri (Holden, Martschini) 0:1. 28. Blaser (Bouchard) 0:2. 42. Setoguchi (Schneeberger, Dino Wieser) 1:2. 46. Ambühl (Forster, Dino Wieser/Ausschluss Sciaroni!) 2:2. 65. (64:25) Martschini 2:3. - Strafen: 7mal 2 plus 10 (Forster) Minuten plus Spieldauer (Forster) gegen Davos, 8mal 2 Minuten plus Spieldauer (Morant) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Bouchard.

Lugano - Lausanne 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). 5534 Zuschauer. - SR Koch/Stricker, Espinoza/Pitton. - Tore: 37. Pettersson (Klasen) 1:0. 60. (59:15) Brunner 2:0 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Brunner; Danielsson.

Bern - Biel 4:1 (1:0, 2:1, 1:0). 15'903 Zuschauer. – SR Prugger/Vinnerborg, Kovacs/Mauron. – Tore: 9. Jobin (Blum/Ausschluss Huguenin) 1:0. 24. Pascal Berger (Conacher, Beat Gerber) 2:0. 27. Daniel Steiner (Huguenin, Arlbrandt/Ausschluss Bergenheim) 2:1. 34. Conacher (Flurin Randegger) 3:1. 46. Martin Plüss (Pascal Berger, Blum/Ausschluss Wetzel) 4:1. – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Stapleton.

ZSC Lions - Ambri-Piotta 5:2 (3:1, 1:1, 1:0). 9544 Zuschauer. – SR Eichmann/Mollard, Bürgi/Kohler. – Tore: 3. Blindenbacher (Cunti, Seger/Ausschluss Mäenpää) 1:0. 7. Herzog (Nilsson, Matthews/Ausschluss Trunz) 2:0. 11. Künzle (Suter, Jonas Siegenthaler) 3:0. 14. Giroux (Pestoni) 3:1. 24. Bastl (Hamill, Emmerton/Ausschluss Schäppi) 3:2. 34. Suter (Künzle, Shannon) 4:2. 52. Suter (Seger/Strafe angezeigt) 5:2. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Matthews; Mäenpää.

Kloten Flyers - Fribourg-Gottéron 3:1 (1:1, 1:0, 1:0). 4054 Zuschauer. - SR Kurmann/Wehrli, Peter Küng/Progin. - Tore: 6. Santala (Praplan) 1:0. 8. Plüss (Gardner, Picard) 1:1. 37. Bieber (Ausschluss Schilt) 2:1. 42. Sheppard (Bieber) 3:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kloten, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg. - PostFinance-Topskorer: Kolarik; Bykow.

(si/cma)

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