«Dann ist es vorbei»: Sarrazin setzt sich für sein mögliches Comeback eine Deadline
Cyprien Sarrazin war bis zum 27. Dezember 2024 einer der grossen Odermatt-Konkurrenten in den Speed-Disziplinen. Doch dann stürzte der mittlerweile 31-Jährige in Bormio im Abfahrtstraining. Der Franzose zog sich sehr schwere Verletzungen am Kopf zu, wegen derer seine Schädeldecke aufgeschnitten werden musste. Das Loch sei so gross wie drei Kreditkarten, bestätigte Sarrazin, der nach dem Sturz für sechs Tage im Koma lag.
Mehr als ein Jahr später ist noch immer ungewiss, ob der zweifache Weltcupsieger jemals wieder ein Weltcuprennen bestreiten wird. In einem Interview mit der Welt wurde Sarrazin gefragt, ob er sich für seine mögliche Rückkehr eine Deadline gesetzt habe. Der Franzose antwortet: «Ganz bestimmt. Wenn ich nächste Saison nicht zurück bin, ist es vorbei.»
Grosse Sorgen bereiten ihm aktuell seine körperlichen Beschwerden. Bereits vor seinem Sturz kämpfte Sarrazin mit Knieproblemen. Er wisse gar nicht mehr, wie es ist, ohne Schmerzen Ski zu fahren. «Es tut sogar weh, wenn ich nur auf einem Stuhl sitze», gesteht der Franzose, führt aber lachend weiter aus: «Vor drei Tagen war ich langlaufen und es hat nicht wehgetan.»
Solange ihm der Sport Spass mache, sei er auch bereit, das Risiko wieder einzugehen. «Ich fühle mich dabei so lebendig wie nirgendwo sonst und nichts kann das ersetzen», schwärmt der Speed-Spezialist vom Skisport und stellt klar: «Wenn ich diesen Spass nicht mehr fühle, werde ich sicher aufhören.» (riz)
