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Alessio Bertaggia (links) wirbelt bald nicht mehr für Lugano.
Alessio Bertaggia (links) wirbelt bald nicht mehr für Lugano.Bild: keystone
Eismeister Zaugg

Politisches Erdbeben droht in Lugano: Bertaggia wechselt nach Genf – immerhin bleibt Riva

Jetzt rockt es in Lugano: Alessio Bertaggia (28) wechselt mit einem Fünfjahresvertrag nach Genf, Elia Riva (23) verlängert um zwei Jahre.
01.12.2021, 13:2301.12.2021, 13:59

Die «Erdbebenversicherung» zahlt nicht: Luganos Sportchef Hnat Domenichelli war nicht bereit, die Forderungen von Alessio Bertaggia zu erfüllen. Und so nimmt er das politische Erdbeben in Kauf, das der Abgang seines Nationalstürmers verursacht.

Der Sohn der Klublegende Sandro Bertaggia, der eigene Junior, verlässt Lugano. Er hat den Klub bisher nur für drei Jahre verlassen: Zwei Saisons spielte er auf dem höchsten nordamerikanischen Junioren-Level und eine Saison in Zug (2013/14).

Alessio Bertaggia im Trikot des EV Zug – hier an der Seite seines heutigen Lugano-Teamkollegen Santeri Alatalo.
Alessio Bertaggia im Trikot des EV Zug – hier an der Seite seines heutigen Lugano-Teamkollegen Santeri Alatalo.Bild: IMAGO / Geisser

Während der darauffolgenden Saison wechselte er vom EVZ nach Lugano und ist zu einer Identifikationsfigur geworden. Aber eben doch nicht so wichtig, dass die kluge Präsidentin Vicky Mantegazza als «Erdbebenversicherung» die finanziellen Forderungen erfüllen mochte. Ganz offensichtlich lässt sich Lugano nicht mehr auf Preistreibereien ein.

Morgen wird Servette stolz verkünden, dass Alessio Bertaggia einen Mehrjahresvertrag unterzeichnet hat. Gewährsleute aus Genf melden unter allergrösster Diskretion: Es ist ein Fünfjahresvertrag. Hnat Domenichelli sagt dazu auf hartnäckige Nachfrage: «Alessio hat uns informiert, dass er uns verlässt. Wo er unterschrieben hat, wollte er nicht sagen.» Das ist der Grund, warum der Chronist die Gewährsleute in Genf gefragt hat. Und siehe da: Es war gleich ein Volltreffer.

Für Alessio Bertaggia kann dieser Wechsel zu Servette sehr wohl Sinn machen: eine neue Stadt, ein neuer Klub, eine neue, wichtige Rolle, neue Inspiration und noch einmal eine sportliche Verbesserung.

Der Nationalstürmer ist diese Saison in Lugano noch nicht richtig in Form gekommen. Mit neun Skorerpunkten ist er in der klubinternen Skorerliste lediglich die Nummer neun und mit drei Toren sogar bloss die Nummer elf der Torschützen. So gross das politische Erdbeben durch seinen Abgang auch sein mag – die sportliche Lücke, die er hinterlässt, ist kleiner als die Polemik rund um diesen Transfer.

Die Bertaggias sind eine Kult-Familie in Lugano – hier Papa Sandro nach dem Gewinn des Meistertitels 2003.
Die Bertaggias sind eine Kult-Familie in Lugano – hier Papa Sandro nach dem Gewinn des Meistertitels 2003.Bild: KEYSTONE

Dafür bleibt Verteidiger Elia Riva. Er hat für zwei Jahre in Lugano verlängert. Er gehört zu den talentiertesten Verteidigern mit Schweizer Pass. Sportlich ist er für Lugano viel wichtiger als Alessio Bertaggia.

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