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 Kloten, Schweiz - 6. November 2020: Die Massnahmen des Bundesrates, dass Geisterspiele ausgetragen werden m

Die Swiss League nimmt 2022 komplett neue Formen an. Bild: imago-images.de

Eismeister Zaugg

Heute wird in Olten die neue Swiss League gegründet



Heute wird nach der National League auch die Swiss League in eine unabhängige Aktiengesellschaft umgewandelt. Die aktuellen Strukturen und Regelungen gelten nur noch für diese und nächste Saison. Ab dem Frühjahr 2022 wird so ziemlich alles neu.

Die «Swiss League» wird ab der Saison 2022/23 eine eigenständige Aktiengesellschaft sein. Heute Dienstag wird in Olten diese AG mit einem Aktienkapital von 100'000 Franken gegründet. Zehn Klubs – ausser den Ticino Rockets und der EVZ Academy alle aktuellen Klubs der zweithöchsten Liga – sind bei der Gründung beteiligt. Als Präsident mit Einzelunterschrift wird der Zürcher Jurist und TV-Rechtespezialist Jean Brogle gewählt.

Die GCK Lions sind also von allem Anfang an dabei. Ob die zwei anderen Farmteams (Rockets, Academy) sich später noch einkaufen werden, ist offen. Interessanterweise braucht es ab der Saison 2022/23 nicht mehr einen sportlichen Aufstieg für die Aufnahme in die Swiss League. Bereits im Frühjahr 2022 können sich Klubs in die zweithöchste Liga einkaufen – erwartet wird dieser Schritt vom EHC Basel und vom EHC Arosa. Die Höhe der Einkaufsumme ist allerdings noch nicht definiert.

EHC Arosa

Spielt der EHC Arosa bald wieder ganz oben mit? bild: keystone

Klar ist hingegen, dass die Swiss League weiterhin nur zwei Ausländer zulassen will. In der National League sind ab der Saison 2022/23 zehn Ausländer pro Team vorgesehen. Von der ursprünglichen Formulierung (mindestens 12 Schweizer auf dem Matchblatt) sind die Klubs wieder abgerückt. Die Formel ist jetzt einfacher: Zehn Ausländer. Aber auch alle «Lizenz-Schweizer» (also ausländische Spieler mit Schweizer Lizenz) werden als Ausländer gewertet.

Die Anzahl Ausländer-Lizenzen (heute 8 pro Saison und Teams) wird aufgehoben: die Klubs können ab 2022/23 so viele Ausländer lizenzieren wie sie wollen (aber pro Spiel «nur» 10 einsetzen). Der Widerstand gegen diesen Wahnsinn ist inzwischen praktisch aufgegeben worden. Ausser den ZSC Lions stemmt sich kein Klub mehr gegen diese neue Ausländer-Regelung.

Zurich's Top Scorer Denis Hollenstein, in the center, celebtate with teammate the 0-1 goal against LuganoÕs goalkeeper Niklas Schlegel ,during the preliminary round game of National League (NLA) Swiss Championship 2020/21 between HC Lugano against ZSC Lions at the ice stadium Corner Arena Lugano, Switzerland, Saturday, November, 28, 2020..(KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Der ZSC würde lieber auf hiesiges Personal setzen. Bild: keystone

Offen ist die Auf-/Abstiegsfrage zwischen den ab 2022 unabhängigen beiden höchsten Ligen. Die bisherige Regelung (Liga-Qualifikation) wird möglicherweise durch die Abschaffung des Abstiegs und die Möglichkeit eines Einkaufes in die höchste Liga ersetzt.

Damit hat die seit 1908 bestehende juristische Einheit unseres Hockeys nur noch diese und nächste Saison Bestand. Ab 2022 wird sich der Verband «nur» noch um die Nationalmannschaften, die Schiedsrichter sowie die Junioren- und Amateurligen kümmern und hat auch nur noch die TV- und Vermarktungsrechte an diesen Einheiten. Die National League und die Swiss League als eigenständige Aktiengesellschaften sind ab 2022 juristisch vom Verband unabhängig und verkaufen ihre TV- und Vermarktungsrechte selbständig.

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