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Ambri's Dominik Zwerger and the team after winning the game between HC Ambri-Piotta and TPS Turku, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 28, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Ambri feiert den Sieg gegen Turku. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Ambris Festspiele, eine HCD-Farce und Betrug am zahlenden Zuschauer

Die ganze Eishockeykultur an einem Nachmittag. Ambri siegt mit der Kraft der Leidenschaft. Der HC Davos scheitert mit Kalkül ohne Gefühl und opfert Torhüter Joren van Pottelberghe.



Eigentlich ist Turku besser. Oder zumindest lange Zeit überlegen. Ambri taumelt. Ambri biegt sich. Aber es bricht noch nicht. Und dann passiert das, was mehr mit Magie als Taktik zu tun hat.

Ambri's Michael Foram goalkeeper Ludovic Waeber, and Ambri's Igor Jelovac, from left, after the game between HC Ambri-Piotta and TPS Turku, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 28, 2019. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Zufriedene Gesichter bei den Ambri-Spielern nach dem Sieg gegen Turku. Bild: KEYSTONE

Neben mir sagt ein alter, weitgereister Hockeykenner: «Es ist bloss eine Frage der Zeit, bis Ambri ein Tor kassiert. Ambri kann nur noch ein Lucky Punch retten.»

Die Spieler geben alles. Sie kämpfen um jeden Zentimeter Eis. Um jeden Puck und verlieren doch nie Übersicht und Ordnung.

Aber es ist fast wie beim Rückzug der Eidgenossen 1515 bei Marignano nach der ehrenvollsten Niederlage unserer Geschichte: Es ist förmlich zu spüren, wie die Kräfte der Tapferen aus der Leventina schwinden. Noch steht es 0:0. Noch behaupten sie das «Schlachtfeld». Aber kurz vor «Halbzeit» nähert sich das heroische Ringen einem kritischen Punkt.

Genau jetzt, im wichtigsten Augenblick des Spiels, setzten die Sprechchöre der Fans ein. Alle im Stadion werden mitgerissen. Hockeyfestspiele. Und nun fliesst Energie von der Tribüne herab in die Spieler. Pure Magie. Hühnerhaut. So etwas ist nur in einem so emotionalen Spiel wie Eishockey möglich.

Das Wunder geschieht. Ein aufgeputschtes Ambri richtet sich wieder auf. Erzielt in Unterzahl (!) das 1:0. Fast genau zur Spielmitte (29. Minute). Der Wendepunkt.

Highlights aus Turku gegen Ambri:

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Video: YouTube/Spengler Cup Davos

Nun ist förmlich zu spüren: Dieses Spiel kann, wird Ambri nicht verlieren. Torhüter Ludovic Waeber, im richtigen Leben die Nummer zwei bei Gottéron und nächste Saison die Nummer zwei bei den ZSC Lions, gelingt die Partie seines Lebens. Die Energieströme haben auch ihn aufgeladen. Ambri gewinnt 3:0. Der zweite Sieg. Die direkte Qualifikation fürs Halbfinale.

Ambri`s goalkeeper Ludovic Waeber during the game between HC Ambri-Piotta and TPS Turku, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 28, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Ludovic Waeber spielte die Partie seines Lebens. Bild: KEYSTONE

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Spengler Cups (seit 1923) wird «La Montanara» zelebriert. Die schönste Siegeshymne im Sport.

Fredi Pargätzi, jahrelang OK-Chef und heute «Elder Statesman» des Turniers, sagt: «So eine Stimmung habe ich noch nie erlebt. Da kriegt man einfach Hühnerhaut.» Das will etwas heissen: Er hat wahrscheinlich in seinem Leben mehr Hockeyspiele erlebt als die meisten Zuschauer im Stadion.

Wie aufgeladen die Tapferen der Leventina waren, mag eine Episode nach dem Spiel zeigen. Glühend vor Leidenschaft stapft Marco Müller, der sonst so coole spielerische Lenker und Denker, noch in Schlittschuhen durch den Gang. Er sucht die Schiedsrichterkabine. Auf die Frage, was ihn denn so aufgebracht habe, sagt er: «Ich bin ganz am Schluss zu Unrecht bestraft worden. Das geht gegen meine Ehre. Ich habe keine Schwalbe gemacht. Ich will von den Schiris eine Erklärung.»

Ambri's Marco Mueller, right, versus Turku`s Lauri Pajuniemi, left, during the game between HC Ambri-Piotta and TPS Turku, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 28, 2019. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Marco Müller während des Spiels – später wurde er bestraft. Bild: KEYSTONE

Es gelingt einem freundlichen älteren Herrn, ihn zu beruhigen und er trottet in die Kabine zurück. Er personifiziert in diesem Augenblick Ambris Stolz, Leidenschaft und unbedingten Willen zum Sieg.

Energie von den Fans. War das nun eine mystifizierte Analyse? Nein. Sportchef Paolo Duca sagt nach dem Spiel: «Es gibt diese Wechselwirkung zwischen unserem Spiel und unseren Fans. Ja, sie geben und Energie und wir versuchen ihnen mit unserem Spiel etwas zurückzugeben.»

Ambris charismatischer Sportchef sagt, er habe nicht zwei Siege erwartet. «Siege kann man nicht erwarten. Aber wir sind nach Davos gekommen, um alles zu geben und alles für den Sieg zu tun. Ob es reichen wird, wussten wir nicht. Wir haben es einfach versucht.»

Ambri hat das Feuer der Emotionen entfacht und mit der Kraft der Leidenschaft ein Wunder vollbracht. Ja, das ist es. Ein Wunder. Erst der Sieg über das russische Spitzenteam Ufa. Jetzt der Triumph über eine Mannschaft aus der Liga des Weltmeisters. Noch in den 1990er Jahren hätten ob solchen Resultaten die Kirchenglocken geläutet.

Aber Eishockey geht auch ohne Emotionen. Statt das Feuer der Leidenschaft zu entfachen kann man auch ein bisschen mit dem Feuer spielen. Und sich dabei die Finger verbrennen. Wie der HC Davos.

Davos' Enzo Corvi after the game between Team Canada and HC Davos, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 28, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Eine gewollte Niederlage gegen das Team Canada? Eine Todsünde für jeden Hockey-Fan. Bild: KEYSTONE

Die HCD-Renaissance in dieser Saison – vom «Playoutisten» zum Spitzenteam – ist eine der ganz grossen Leistungen der letzten Jahre. Und das Resultat einer klugen Strategie. Wenn je ein Plan aufgegangen ist – dann diese Saison beim HCD.

Sportdirektor Raeto Raffainer hat bisher alles richtig gemacht. Der Unterschied zu Paolo Duca: Er ist kein Romantiker. Er ist eher ein Technokrat. Er weiss um die Kraft aus der Leidenschaft, die Ambri ins Halbfinale getragen hat. Aber er setzt auf Kalkül statt Gefühl. Und begeht eine «Todsünde», die der HCD nur mit einem Sieg im Viertelfinale gegen Turku wieder einigermassen korrigieren kann.

«Todsünde»? Ja, es ist im Sport eine «Todsünde», ein Spiel absichtlich zu verlieren. Hallo! Absichtlich verloren? Sicher nicht!

Doch, genau so war es. Raeto Raffainer und sein Trainer Christian Wohlwend verzichten gegen Team Canada auf den Einsatz ihrer besten Spieler. Sie setzen Casey Wellmann, Danny Kristo, Harri Pesonen, Aaron Palushaj, Mattias Tedenby und Magnus Nygren – allesamt berühmte Grossmeister der Hockeykunst – nicht ein und treten fast nur noch mit drei Linien an.

Die Partie ist entschieden, bevor sie richtig angefangen hat. Die Kanadier führen schon in der 4. Minute mit 2:0. Jeder im Stadion spürt, weiss es: Nun könnte diese Farce eigentlich beendet werden. Der HCD hat gar keine Chance. Und der Gipfel der Schmach: Das 1:0 erzielt Andrew MacDonald. Die offensive SCB-Nullnummer, die während der ganzen letzten und der ganzen aktuellen Saison kein einziges Mal ins Tor getroffen hat.

«Wir machen alles, um an unserem Turnier erfolgreich zu sein.»

Raeto Raffainer hat eine plausible Erklärung, warum der HCD seine besten Männer geschont und praktisch nur mit drei Linien gespielt hat. «Weil wir 19 Stunden nach dieser Partie den Viertelfinal bestreiten müssen.» Und auch auf die Frage, ob das denn nicht Betrug am Zuschauer sei, hat er eine klare Antwort: «Wir machen alles, um an unserem Turnier erfolgreich zu sein.»

Der Plan ist also ganz einfach, logisch und klar: Das Spiel gegen die Kanadier fahren lassen (weil es nach der 1:4-Startniederlage gegen Trinec ohnehin keine realistische Möglichkeit mehr gibt, das Halbfinale direkt zu erreichen) und die Kräfte fürs Viertelfinale am nächsten Tag sparen.

Das ist richtig überlegt. Aber der HCD-Sportdirektor und sein Trainer spielen mit dem Feuer. Eines der ewigen Gesetze des Eishockeys heisst: «You play the game to win.» Immer. In jeder Lage.

Davos' Joren van Pottelberghe during the game between Team Canada and HC Davos, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 28, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Joren van Pottelberghe stand beim Spiel im Tor, das schon im voraus abgeschrieben wurde. Bild: KEYSTONE

Der HCD hat dieses Gesetz vorsätzlich missachtet und nicht gespielt, um zu gewinnen. Sondern um Kräfte zu sparen. Und dabei Torhüter Joren van Pottelberghe geopfert.

Nichts ist für einen Torhüter schlimmer als in einer Partie im Tor zu stehen, die der Sportchef, der Trainer und eigentlich auch seine Vorderleute abgeschrieben haben. Noch selten stand ein Goalie beim Spengler Cup auf verlorenerem Posten als Joren van Pottelberghe in dieser Farce gegen Team Canada. Und ein Schuft, der nun raunt: Logisch, hat ihn der Trainer bei dieser aussichtslosen Mission in den Kasten gestellt. Joren van Pottelberghe spielt nächste Saison sowieso nicht mehr in Davos. Er ist auserkoren, in Biel die Nachfolge von Jonas Hiller anzutreten.

Wir haben also nicht den wahren Joren van Pottelberghe gesehen. Wiederum kein Schuft, wer denkt: In dieser Situation hätte Jonas Hiller nicht besser ausgesehen.

Biels Goalie Jonas Hiller beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EV Zug und dem EHC Biel, am Donnerstag, 28. November 2019 in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Selbst Jonas Hiller hätte bei einem solchen Spiel nicht gut ausgesehen. Bild: KEYSTONE

Raeto Raffainer ist ein enormes Risiko eingegangen: Wenn der HCD nun das Viertelfinale gegen Turku nicht gewinnt, dann kann der HCD-Auftritt bei diesem Turnier nur als Farce bezeichnet werden.

Bei einem ausverkauften Stadion, bei TV-Bildern in alle helvetischen Stuben und hinüber nach Kanada die Besten auf die Tribüne zu schicken – das ist bei Lichte besehen Betrug am zahlenden Zuschauer.

Aber wir lernen noch etwas: Ambri ist eine Traumfabrik. Ein so faszinierendes Hockeyunternehmen, ein Mythos, weil es auf die Kraft der Leidenschaft setzt. Vielleicht ist das der Grund, warum die Tapferen der Leventina so viele grosse Siege gefeiert haben. Aber unsere Meisterschaft noch nie zu gewinnen vermochte und das einzige Finale 1999 gegen Lugano verloren hat. Ausgerechnet.

Davos' Sportchef Raeto Raffainer, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und Geneve-Servette HC, am Samstag, 16. November 2019, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Ein Spiel mit dem Feuer: Geht Raeto Raffainers Taktik auf? Bild: KEYSTONE

Der HC Davos ist auch ein faszinierender Teil unserer Hockey-Kultur. Aber in seiner DNA auch heute mehr Hockeyunternehmen als Traumfabrik. Mehr Kalkül als Gefühl. Vielleicht ist das der Grund, warum die Schlauen aus den Bergen schon mehr Meisterschaften gewonnen haben als jeder andere helvetische Hockeyclub.

Natürlich werden wir uns verneigen (und zwar so tief wie wir es vermögen), wenn diese Rechnung von Raeto Raffainer aufgeht und die Halbfinalqualifikation heute gelingt. Der Sieger hat immer recht. Auch das ist ein ewiges Gesetz des Sportes.

Aber ich bleibe dabei: Beim 1:5 gegen die Kanadier haben es die Davoser übertrieben. Ohne Gefühl und nur Kalkül – das geht beim Spengler Cup einfach nicht.

Forza Ambri!

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    Alle Leser-Kommentare
  • SörgeliVomChristophNörgeli 30.12.2019 19:00
    Highlight Highlight Betrug und HCD im selben Satz. So muss das sein. Remember Forster- oder Guggisberg-Transfer.
  • Josmar 30.12.2019 00:38
    Highlight Highlight Das Gemotze hier drin interessiert den HCD sicher nicht, der Rubel muss rollen, also liebe Fans geht hinauf und bringt eure Kohle, egal was geboten wird...
  • Rolf stühlinger (1) 29.12.2019 16:59
    Highlight Highlight Betrug (französisch Escroquerie,[1] italienisch Truffa[2]) ist ein strafrechtliches Vermögensdelikt, bei dem der Täter in der Absicht rechtswidriger Bereicherung das Opfer durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen gezielt so täuscht, dass es sich selbst oder einen Dritten am Vermögen schädigt und damit materiellen Schaden zufügt

    Herr zaug wirft dem hcd also eine straftat vor? Watson wie lange noch? Upc hat zaug nicht aus spass rausgeworfen.
    • curiosity_killed_the_cat 29.12.2019 18:16
      Highlight Highlight was für einen stuss quasselst du da von upc? rauswurf? ich will infos, chum jetzt.
    • Mia_san_mia 30.12.2019 01:59
      Highlight Highlight Was ist bei UPC gewesen?
  • Cello Pfischterer 29.12.2019 15:01
    Highlight Highlight Was der Chronist leider nicht schreibt: Ein Teil der geschonten Spieler war angeschlagen, zudem dürfen Verstärkungen max. 4 Spiele eingesetzt werden (warum nur 4 und nicht 5???). Geht es an diesem Turnier nun um Show und Spektakel, oder geht es um Sport?
    Wenn nur um Show und Spektakel, warum werden dann die Schweizer Teams immer verstärkt? Warum gibt es dann überhaupt eine Tabelle und einen Sieger? Könnte auch ein reines Showturnier sein wie im Tennis.
    Also geht es um Sport. Da tut man alles um (das Turnier) zu gewinnen.
    Daher sehe ich das Vorgehen des HCD als legitim an.
  • Focke 29.12.2019 14:25
    Highlight Highlight die einnahmequelle spenglercup und dann sowas?! eine verarsche an jedem hockeyliebhaber! unter arno wäre sowas nie passiert... gibt jedem sc kritiker unnötiges feuer und bestätigung
  • What’s Up, Doc? 29.12.2019 12:13
    Highlight Highlight Man Klaus halt mal die "Scheibe" etwas flacher.
    Extra verlieren, wenn ich den sch...s schon lese könnte ich als ehemaliger Teamsportler schon kotzen! Als ob eine Mannschaft auf ein Spielfeld tritt um zu verlieren, so etwas habe ich während meiner aktiven Zeit weder gesehen noch gemacht. Das lässt das Ego eines "Sportlers" einfach nicht zu, du solltest das auch wissen. Zudem gibt's bei den Verstärkungen der anderen Clubs immer irgendwelche beschränkte Klauseln betreffend deren Einsätze, z.B. keine back to back Spiele oder begrenzte Einsätze, das ist bei Kristo, Wellmann und Pesonen nicht anders
  • dho 29.12.2019 11:46
    Highlight Highlight "Aber es ist fast wie beim Rückzug der Eidgenossen 1515 bei Marignano nach der ehrenvollsten Niederlage unserer Geschichte."

    Der erste SVP-Kommentar des Eismeisters. Mann, lies mehr als nur den Wikipedia-Artikel zum Thema Marignano, dann passiert dir so ein Satz nicht. Oder bist du noch in Corleone und chronologisierst noch unter dem Einfluss des lokalen vino di tavola?
  • RichiZueri 29.12.2019 11:36
    Highlight Highlight La Montanara und 75% der "Ambrifans" in Vollmontur kennen den Text nicht. Hauptsache der Event war lässig. Gratuliere Davos und ihrem alljährlichen Gruselkabinett an Fankultur über die Festtage 👍
  • Rumpelstilz 29.12.2019 10:46
    Highlight Highlight Sturm im Wasserglas anyone? Natürlich war das nicht sexy vom HCD. Wenn der Modus es zulässt, dann muss man mit solchen Nebenwirkungen rechnen. Steht der HCD morgen erholt im Halbfinal und zeigt dort eine ordentliche Leistung, dann ist das mehr wert. Falls heute schon Ende Gelände ist, dann hat man sich halt verzockt.

    Also lasst mal die Kirche im Dorf. Es ist ein Showturnier, bei dem es auch ums Drumherum geht. Wer nicht schauen will, muss nicht. Aber es regen sich ja jedes Jahr alle auf.

    Ab 2021 (?) wird ja dann hoffentlich durchgespielt. Freue mich auf Servette gegen Rappi am 27.12. ;-)
    • Flixo 29.12.2019 13:23
      Highlight Highlight Ich würde mich ja gerne nicht mehr aufregen und in der Zeit NLA-Eishockey geniessen. Aber genau wegen diesem Junioren- und Rumpfteam-Turnier kann ich es ja nicht.
  • Raber 29.12.2019 10:40
    Highlight Highlight Den SC find ich langweilig und sportlich fraglich. 8 von 10 Mal gewinnt Team Kanada. Die anderen ausländischen Teams sind meist nur bedingt motiviert und die schweizer Mannschaften werden künstlich aufgeblasen,wie ein Gewichtheber voller Steroiden damit sie überhaupt Wettbewerbs tauglich sind.
    • Eiswalzer 29.12.2019 12:02
      Highlight Highlight Umso tragischer, wenn man an einem solchen Showturnier dann taktische Spielchen betreibt, wegen “SPORTLICHEM” Erfolg... LOL
  • Eifach öpis 29.12.2019 10:37
    Highlight Highlight Beim Spenglercup geht es nicht um den Titel(dieser hat den Wert einer alten Bratwurst), sondern darum, die Zuschauer mit attraktivem Eishockey zu begeistern und diese Sportart von der schönsten Seite zu präsentieren. Wenn Ufa das halbe Team schon ist das zwar ärgerlich, aber irgendwie verständlich. Beim HCD, welcher von diesen Einnahmen lebt, ist das unverzeihlich!
  • Scrj1945 29.12.2019 10:21
    Highlight Highlight Offensive nullnummer mcdonald? Ja was jetzt erst noch wurde er als 50. bester spieler von klaus gewählt. Das geht mir jetzt nicht auf
  • N. Y. P. 29.12.2019 09:58
    Highlight Highlight Frage :

    Kann man die ersten beiden Witzspiele besoffen absolvieren ?

    Um dann nüchtern in das dritte Spiel einzusteigen ?

    Ich gebe die Antwort gleich selber.

    JA

    Definitiv JA

    Soll man den Modus als Witzmodus bezeichnen ?

    JA, zumal nicht mal der HCD diese Kirmesveranstaltung ernst nimmt.

    @HCD, geht sofort über die Bücher.

    Und, ich wünsche euch ein grandioses Scheitern im Turnier. Schämt euch.
    • Pat the Rat aka Ninetosix Homofissix 29.12.2019 15:32
      Highlight Highlight Obwohl Du Biel-Fan bist, wirst Du mir immer sympatischer... 😉
    • N. Y. P. 29.12.2019 16:54
      Highlight Highlight 🤟
  • Staal 29.12.2019 09:56
    Highlight Highlight Wie soll der Modus mit 6 Teams sonst aussehen. ?? Das beste wäre zurück zum alten Format, eine Alternative gibt es fast nicht ausser man lässt die 1/4 Finals weg. Dann fallen 2 Spiele, also der 29. aus.
    Fakt ist aber, dass die Tage im Team fast 10 Spieler mit Magen Darm ausfallen, was hätte man also tun sollen? Einfach alle Verstärkungs Ausländer Spielen lassen und halt heute ( vertraglich) pausieren lassen? Wäre vielleicht machbar gewesen und eine gute Schweizer Lösung gewesen. Dann wäre man vielleicht heute ehrenvoll schweizerisch ausgeschieden. Die Chanche packen heute ubd alles gut.

  • fools garden 29.12.2019 09:49
    Highlight Highlight Ambri macht wunderbarste Werbung, wenn nur noch das Kalkül zählt wirds bitter.
  • MikeT 29.12.2019 09:44
    Highlight Highlight Lieber HCD
    Wegen diesem Verrat am eigenen Turnier haben nun alle Miesmacher (siehe Kommentare) massiv Aufwind. Und dann die Aussage von Raffainer, alles für ein erfolgreiches Turnier zu machen: Erfolg am SC heisst auch, den Hockeyfans von nah und fern attraktiven und hochstehenden Sport geboten zu haben. Ich sags als HCD-Sympatisant: Hopp Turku!
    • Eiswalzer 29.12.2019 11:59
      Highlight Highlight Miesmacher? Es ist verständlich, dass jeder Eishockey-Fan kritisch ist, wenn eine Prime Time für einen Konkurrenten reserviert ist, der zu dieser Zeit Unmengen Geld macht, Networking betreibt und unbezahlbare TV-Präsenz im öffentlich-rechtlichen bekommt. Man kann das ohne mit der Zimper zu wucken als Privilegien bezeichnen. Wenn dann noch Kräfteschonungen dazukommen, wegen “sportlichem” Erfolg (LOL) an einem SHOWturnier, dann nennt man das einen Schuss ins eigene Bein. Abschaffung der Privilegien. Mehr verlangt keiner. Der Nutzen des SC fürs Renommee des CH Hockey ist in der heutigen Zeit NULL
    • Staal 29.12.2019 16:48
      Highlight Highlight @ Eiswalzer: Dir ist aber schon bewusst, dass der SC länger gibt als die NLA und ihre viele ihrer Teams. Ab 2022 wird eh durchgespielt, warum sollte der HCD auch noch 800000 Fr an Teams wie Z$C oder Bern zahlen. Der SC wird trotzdem weiter boomen. Kein Problem
      Und Rappi vs Lausanne oder Fribourg vs Zug am 26.12 oder 30.12 im Unterland Nebel wird sicher kein Gaudi
    • Eiswalzer 29.12.2019 17:25
      Highlight Highlight Staal:
      Das glaubst auch nur du😂😂 für die Fans dieser Teams sind diese Spiele tausendmal interessanter. Warum war es eigentlich so unglaublich still heute im Stadion? Warum laufen die Fans in aller Eile aus der Halle?😄 Hab mir das Spiel angetan heute Nachmittag, das erste dieses SC. Sorry, aber das war einfach langweiliger Sport aus Sicht eines neutralen Zuschauers. Und ob es den SC länger als die NLA gibt, ist irrelevant. Ausser für ein paar Davoser...
    Weitere Antworten anzeigen
  • manolo 29.12.2019 09:44
    Highlight Highlight Ich sehe das genau sowie kz! Ich hoffe, dass sie Heute mit dieser Taktik auf die Schnauze fliegen!
  • Steffan Griechting 29.12.2019 09:27
    Highlight Highlight An all die Haters in den Kommentaren: wartet nur bis zum Schluss des Turniers und wir werden ja sehen wer den Pokal heben wird hehe, Hopp HCD!
    • Mia_san_mia 29.12.2019 14:20
      Highlight Highlight Akso auch als HCD-Fan sollte man realistisch sein.
    • Steffan Griechting 29.12.2019 17:23
      Highlight Highlight Als Bayern Fan auch lieber Mia san Mia! Haaland zum BVB, also besser mal Buli abschreiben.
    • Beat-Galli 29.12.2019 21:16
      Highlight Highlight Nicht Davos
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat-Galli 29.12.2019 09:08
    Highlight Highlight Vielleicht ist die Auswahl der Teilnehmenden Vereine nächstes Jahr etwas glücklicher. Eventuelle mal ohne Davos.
    Des Sport zu Liebe😬
  • Bobby Sixkiller 29.12.2019 09:01
    Highlight Highlight Bahnen sich da etwa in Zukunft mehr Ambri als Langnau Artikel an bei Klaus? 😂 Da hat ihn Ambri wohl ziemlich mitgerissen und begeistert!
    • Mia_san_mia 29.12.2019 14:19
      Highlight Highlight Das kannst Du vergessen 😂
    • Pat the Rat aka Ninetosix Homofissix 29.12.2019 15:27
      Highlight Highlight Eine reine Momentaufnahme (da Langnau zur Zeit nicht spielt) 😜
  • SirMike 29.12.2019 08:52
    Highlight Highlight Seit dieser unsäglichen Aufstockung und Modusanpassung ist der SC zu dem geworden, was die Dauermiesepeter schon vorher immer monierten: ein reines Showturnier. Lange habe ich mich dagegen gewehrt, aber aus sportlicher Sicht tendiert mein Interesse mittlerweile gegen Null. Der Jekami-Faktor setzte übrigens schon vorher ein, als neben dem traditionellen Verstärkungsblock beim HCD (und dem Team Canada natürlich) plötzlich irgendwelche mindertalentierte NLB-Spieler mit findigen Agenten willkürlich bei irgendwelchen Teams auftauchten. Da fing es schon an zu bröckeln....
  • N. Y. P. 29.12.2019 08:51
    Highlight Highlight @Joren van Pottelberghe

    Wir freuen uns sehr, dass du nächste Saison im Bieler Kasten stehst. Bei uns im Seeland spielen wir jedes Spiel um zu gewinnen. So einen Verrat an unseren Fans käme uns nicht im Traum in den Sinn.

    @HCD
    Eine Frechheit gegenüber dem Team Canada, nicht mit den besten Spielern anzutreten.
    • fools garden 29.12.2019 09:55
      Highlight Highlight Ich find's sogar generell ein Frechheit, dem gesamten Hockeysport in der Schweiz gegenüber.
    • Staal 29.12.2019 11:00
      Highlight Highlight Genau, darum verliert ihr ja nur noch weil ihr immer alles gebt. Ein bisschen taktische Schlauheit hätte Steinegger und Törmänen die letzten Wochen nicht geschadet
  • Jacques #23 29.12.2019 08:34
    Highlight Highlight Gut ist der HCD wieder in den Schlagzeilen. Lieber so mit etwas Schärfe als derart lau wie letzte Saison.

    Wenn der Sieg am Nami gelingt ist vieles richtig.

    Aber ja, das gestern war scheisse. Im Gegensatz zum Vorjahr wissen wir allerdings, dasses anders geht.

  • Yankee25 29.12.2019 08:31
    Highlight Highlight Dieser ganze Anlass ist ein Witz. Bin vor zwei Jahren dahin gefahren. Wochenende gebucht (Hotel, Tickets etc. Budget ca. 1000.-). 1h vor Spielbeginn da. Einlass dauerte so lange bis das 1. Drittel fast fertig war. Und dann im Stadion - keine Chance auf einen Blick aufs Eisfeld. Stehtribüne war überfüllt mit zahlenden Zuschauern. Bin dann nach dem 1. Drittel nach wieder weg. Habe mich noch gemeldet beim OK Team, weil ich lediglich eine Stellungnahme wollte. Habe ausdrücklich gesagt will kein Geld zurück. Nie eine Antwort erhalten. Highlight war das Schlitteln tagsüber 🤦‍♂️
    • Beat-Galli 29.12.2019 09:14
      Highlight Highlight Erstens lernt man von Kind an, dass man 2 Stunden vorher dort zu sein hat.

      Zweitens ist Spenglercup, wenn man früh morgens den Car nimmt und weiss Gott wann nach Mitternacht zurück ist.

      Drittens. Ist mir eigentlich auch egal.
      Nachden ich gefühlte 100 Jahre Langnau NLB Fan war, und als NLA Ersatz dich erwas für Davos stand, und ich nach 98 (Aufstieg Langnau) gemerkt habe was für ein Arschlochverein dies war (Diverse Gründe)

      War ich auch nicht mehr dort. Tja. Geht auch ohne!
    • MacB 29.12.2019 09:14
      Highlight Highlight Dann hast du vieles falsch gemacht.
    • Jimtopf 29.12.2019 10:11
      Highlight Highlight Ja, bei mir wars das Skifahren. Ging mir letztes Jahr gleich, nichts gesehen und nach dem 2. Drittel gegangen, komplett überfüllt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • San_Fernando 29.12.2019 08:01
    Highlight Highlight Ein kleines und nicht ganz unwichtiges Detail wird hier vergessen. Die Verstärkungsspieler haben im Vertrag festgelegt, dass sie maximal 4 Spiele spielen dürfen. Das heisst in einem allfälligen Final hätten sie dann nicht spielen dürfen. Würde mich wundern, was dann Klaus Zaugg schreiben würde...
    Aber ja: eine Finalquali scheint aktuell eher unwahrscheinlich.
    • Staal 29.12.2019 11:10
      Highlight Highlight Es dürfen nur 27 gemeldet werden und 9 haben zudem Magen Darm Virus, rechne
    • HCAP Ducky Book 29.12.2019 12:28
      Highlight Highlight Macht es wie Ambri. Beide bzw. Alle Gruppenspiele gewinnen. Dann sind es genau 4 Spiele...
  • _zauberlehrling 29.12.2019 07:41
    Highlight Highlight kann man das gurkenturnier ohne sportlichen mehrwert endlich mal aus dem tv- und eishockeykalender kippen? wäre froh.
    • Amboss 29.12.2019 08:15
      Highlight Highlight Was würde dir das bringen? Es besteht ja in der Schweiz keine TV-schau-pflicht.
      Einfach Fernbedienung weglegen geht viel einfacher, um spengelercup-frei über die Festtage zu kommen
    • Mia_san_mia 29.12.2019 08:37
      Highlight Highlight @_zauberlehrling: Kann man Dir helfen? Wirst Du von irgendwem gezwungen, es zu schauen?
    • Lümmel 29.12.2019 08:49
      Highlight Highlight Was das bringen würde? Ernstzunehmendes National League Eishockey.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mikesch 29.12.2019 07:27
    Highlight Highlight Das wahre Gesicht vom HCD, passt zu den Schlagzeilen der letzten Wochen
    • Mia_san_mia 29.12.2019 08:37
      Highlight Highlight Was für Schlagzeilen? Bei denen läufts doch sehr gut, wenn man es mit der letzten Saison vergleicht.
    • Mikesch 29.12.2019 13:35
      Highlight Highlight Ich meine natürlich neben dem Eis…
    • Staal 29.12.2019 16:43
      Highlight Highlight Aha.. hat Dir der alte Buser was getan? Ausser Du bist vielleicht Feminist. Im Gegensatz zu Glancore und Konsorten ein harmloses Ding. Aber Hauptsache gegen den HCD sein
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans Hofmann 29.12.2019 06:33
    Highlight Highlight Forza Ambri, und ganz peinliche Vorstellung vom HCD. Absichtlich verliert keiner! Aber man kann vieles tun um nicht zu gewinnen. Hoffe die Taktik geht nicht auf. Hopp Turku. Dem Hockei zu liebe!!
    • BöserOnkel 29.12.2019 11:52
      Highlight Highlight Sorry, aber die einzigen die dieses Alkoholiker Treffen da oben ernst nehmen ist der HCD, manchmal das zweite Schweizer Team, wer das auch immer sein mag und Team Canada. Für die anderen ist es schlicht eine Woche bezahlter Urlaub in Davos.
    • Mia_san_mia 29.12.2019 14:15
      Highlight Highlight @BöserOnkel: Das stimmt nicht.

Eismeister Zaugg

Der tiefere Grund für die SCB-Krise: Marc Lüthi ist zu mächtig geworden

SCB-Manager Marc Lüthi (59) sieht seit zwei Jahren tatenlos zu, wie sein Sportchef Alex Chatelain Sven Leuenbergers meisterliches Erbe ruiniert. Deshalb trägt er die Verantwortung für die missglückte Saison. Handelt er nicht, geht die sportliche Talfahrt ungebremst weiter.

Hier ist vom SC Bern die Rede. Einer der erfolgreichsten Hockey-Firmen ausserhalb der NHL. Jahresumsatz etwas mehr als 50 Millionen im Jahr. Die höchsten Zuschauerzahlen, Gastro- und Werbeeinahmen ausserhalb der NHL. Mit einer reichen Tradition und einer wunderbaren Leistungskultur. Das Bayern München des Hockeys. Die Ansprüche sind also hoch.

Nun hat der SCB die Playoffs verpasst. Ausreden gibt es keine. Die Schmach ist total: Lugano hat auf eigenem Eis gegen Ambri 1:4 verloren. Die Tessiner …

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