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Lausanne HC Trainer Heinz Ehlers waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Lausanne am Samstag, 24. Oktober 2015, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Heinz Ehlers arbeitete drei Jahre lang beim LHC.
Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

In Lausanne entlassen – wieso Heinz Ehlers der perfekte neue Kloten-Trainer ist

Heinz Ehlers hat die nominell schwächste Mannschaft der Liga in drei Jahren zweimal in die Playoffs geführt. Nun ist er in Lausanne gefeuert worden. Ehlers kann nun nach Kloten zügeln.



Zur Erinnerung: Lausanne hatte nach 50 Runden gleich viele Punkte wie der SC Bern. Nur weil die Berner in der zweitletzten Direktbegegnung gegen Lausanne in der letzten Sekunde noch den Ausgleich schafften, erreichten sie auf Kosten Lausannes die Playoffs.

Heinz Ehlers hat Lausanne als NLA-Neuling übernommen und in drei Jahren zweimal in die Playoffs geführt. Weil er ein grosser Trainer ist und ein taktisches Konzept gefunden hat, das dem beschränkten Talent seines Teams entspricht. Weniger grosse Trainer versuchen, «ihr» System ohne Rücksicht auf die Möglichkeiten des Teams durchzusetzen.

Le Top Scorer lausannois Nicklas Danielsson, centre, celebre avec ses coequipiers le premier goal lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, tour de classement, entre le Lausanne HC, LHC, et HC Bienne Biel ce mardi 8 mars 2016 a la patinoire de Malley a Lausanne. (PHOTOPRESS/Laurent Gillieron)

Zwei Mal in den Playoffs, einmal knapp nicht: Ehlers Bilanz mit dem Underdog kann sich sehen lassen.
Bild: PHOTOPRESS

Ehlers Vertrag läuft noch – und der von Simpson in Kloten auch

Was ist bloss in Lausannes Sportdirektor Jan Alston gefahren? Er hat seinen Trainer gefeuert. Die neuen kanadischen Besitzer (die zurzeit immer noch die Kloten Flyers besitzen) haben andere Vorstellungen. Wenn Alston nicht nachrüsten kann, könnte Lausanne ein Abstiegskandidat werden.

Rund um diese verrückte Trainerentlassung gibt es ein paar interessante Details. Heinz Ehlers hat in Lausanne noch einen Vertrag bis Ende der nächsten Saison. Dieser Vertrag ist noch nicht aufgelöst. In Kloten hat Sean Simpson sogar noch einen Vertrag, der zwei weitere Jahre Gültigkeit hat.

Trainer Sean Simpson von Kloten, beim dritten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den Kloten Flyers, am Dienstag, 8. Maerz 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der doppelte Simpson: Klotener Sportchef und Trainer in Personalunion.
Bild: KEYSTONE

Ehlers passt zu Underdogs

Die Zeit von Sean Simpson im Doppelamt Sportchef/Trainer ist offenbar abgelaufen. Den Transfer von Timo Helbling (er hat in Kloten einen Zweijahresvertrag unterschrieben) nach Zug (wo er die nächsten zwei Saisons verteidigen wird) hat jedenfalls nicht mehr Sean Simpson orchestriert. Timo Helblings Agent Andy Rufener bringt den Deal mit Bürogeneral Matthias Berner über die Bühne. Und die Entscheidungen treffen die kanadischen Noch-Besitzer an der nordamerikanischen Westküste, 7000 Kilometer und neun Zeitzonen entfernt. Das macht das Geschäften mit Kloten ein wenig schwierig.

Kein Schelm, wer davon ausgeht, dass Lausanne nur in Kloten Verstärkungen einkaufen kann. Die teuren Spieler, die sich Klotens neue Besitzer (so es denn neue Besitzer geben wird) nicht leisten können und wollen, wechseln nach Lausanne. Und den Kloten Flyers verbleibt ein Kader, das ungefähr mit jenem der SCL Tigers, Biels oder Ambris vergleichbar ist. Der perfekte Trainer für so ein Underdog-Team: Heinz Ehlers.

Das Happy-End dieser ganzen Geschichte wäre, wenn Klotens Trainer Sean Simpson im Gegenzug in Lausanne neuer Bandengeneral würde. Aber die Gewährsleute aus Lausanne melden, dass die kanadischen Besitzer nichts von dieser Lösung halten. Ist Sean Simpson, der WM- Silberschmied, bei seinen kanadischen Dienstherren in Ungnade gefallen? Nach den kläglichen sportlichen Leistungen dieser Saison wäre es zumindest keine Überraschung.

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