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Luca Fazzini erhitzt die Gemüter in Langnau – das sagt Eismeister Zaugg

Luganos Luca Fazzini, wurde gefault beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem HC Lugano, am Dienstag, 23. Dezember 2025, in der Emmental Versicherung Aren ...
Luca Fazzini wurde von Harri Pesonen getroffen und blieb kurz liegen.Bild: keystone
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Luganos Fazzini in Langnau ausgebuht – dabei ist er ein Held und kein Simulant

24.12.2025, 13:0524.12.2025, 13:10

So viel Unrecht ist einem Spieler vom Publikum noch selten getan worden. In der 37. Minute muss Langnaus Captain Harri Pesonen nach einem Stockschlag aufs Knie von Luca Fazzini das Sündenbänklein aufsuchen. Der vom Stock getroffene sinkt aufs Eis, bleibt längere Zeit liegen und schleppt sich schliesslich zur Spielerbank. Schlimmes ist zu befürchten, die sehr guten Schiedsrichter versammeln sich vor dem Zeitnehmerhäuschen zur Beratung. Ein Fünf-Minuten-Ausschluss liegt in der Luft.

Es bleibt bei 2 Minuten. Und wer wirbelt in diesem Powerplay durch Langnaus Defensivzone und erzielt das 3:2, das sich als Siegestreffer erweisen sollte (Schlussresultat 4:2)? Luca Fazzini. Selbst die eher schwerblütigen Emmentalerinnen und Emmentaler sind aufgebracht und für ein paar Minuten geht es zu und her wie sonst eher in Luganos Resega. Gegenstände fliegen aufs Eis. Der Zorn gilt dem Simulanten Luca Fazzini.

Fazzinis Tor ab 2:58 Minuten.Video: YouTube/SCL Tigers

War er tatsächlich ein Simulant? Nein. Hockeyspieler simulieren nicht und die ganze Hockeygeschichte kennt keinen Neymar. Luca Fazzini kehrt im Schlussdrittel nicht mehr ins Spiel zurück. Weil er nicht kann. Der Stockschlag war offenbar heftig. Sportchef Janick Steinmann sagt auf Anfrage nach Luca Fazzinis Befinden: «Sein Knie schwoll so stark an, dass er unmöglich weiterspielen konnte.» Wie schlimm es sei, werde man erst sehen.

Tatsächlich kommt es vor, dass ein Spieler eine Verletzung (fast wie unter Schockwirkung) für kurze Zeit wegstecken und noch einmal weiterspielen kann. Luca Fazzini als Held des Spiels und kein Simulant.

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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beet
24.12.2025 13:41registriert Juni 2020
hockeyspieler simulieren teils schon, schon mal die regelmässigen bussen zbsp für den fribourg-schweden gesehen?
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Bruno Wüthrich
24.12.2025 15:22registriert August 2014
Ich war im Stadion und habe nicht gebuht. Aber ich habe es genau so gesehen wie die Leute, die gebuht haben. Offenbar liegt der Sachverhalt aber anders.

Eine Fünfminuten-Strafe oder gar eine Sperre für Pesonen sehe ich aber nicht. Es war ein Stockschlag auf den Schoner. Solche sieht man relativ häufig, ohne dass viel passiert. Wenn man jedoch unglücklich trifft, kann eben schon auch mal etwas passieren. Doch sowas ist nie gewollt, und wäre es gewollt, würde der Plan bestimmt nicht aufgehen. Will man einen Spieler absichtlich verletzen, schlägt man ihn nicht auf den Schoner.
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Hardhitter
24.12.2025 15:26registriert September 2022
Wer hier der Meinung ist, dass Pesonen dafür unter die Dusche gehört, soll doch lieber wieder Fussball oder Tennis schauen. Es war ein Stockschlag auf Beinhöhe, das gibt es in jedem Spiel mehrfach. Fazzini hatte einfach das Pech, dass er wohl an einer dummen Stelle getroffen wurde. Wer für so etwas einen Restausschluss, am besten noch mit Sperre bis der Spieler wieder gesund ist, fordert zerstört den Sport. Eishockey ist hart und es gibt relativ viele Verletzungen. Zu 95% kommen diese Verletzungen nicht durch üble Fouls.
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