Diese absurden Weihnachtsgeschenke bräuchten die Super-League-Klubs
FC Thun
Gefriertruhe
Von dieser Halbsaison wird man in Thun noch in Jahrzehnten schwärmen: Als erster Aufsteiger wurden die Berner Oberländer sensationell Wintermeister. Gelingt es, die Tabellenführung bis zur Entscheidung im Mai zu verteidigen? Wir wollen dabei helfen, den Tabellenstand einzufrieren.
FC St.Gallen
Sträflingskugeln
Der FCSG ist der einzige Klub, der mit Leader Thun mithalten konnte. Drei Punkte beträgt der Rückstand, der erste Meistertitel seit 2000 ist in Reichweite. Dafür müssen die starken Jungen um Stürmer Alessandro Vogt, Verteidiger Cyrill May und Co. am Boden bleiben. Positiver Nebeneffekt: Ein Winterwechsel ins Ausland wird mit dem eingeschränkten Bewegungsradius auch schwieriger.
FC Lugano
Wintermütze für Croci-Torti
Nach dem schwachen Saisonstart hat sich der FC Lugano wieder gefangen. Rechnet man die ersten vier Spieltage, an denen die Tessiner nur drei Zähler geholt haben, heraus, wären sie gar Tabellenführer. Somit muss man sich keine Sorgen mehr um den Job von Trainer Mattia Croci-Torti machen – aber um seinen Kopf. Da die Winterpause kürzer geworden ist, wird auch in den kälteren Monaten häufiger gespielt. Da trägt der 43-Jährige statt seines Baseballcaps lieber mal eine wärmere Variante.
FC Basel
Besuch beim Chirurgen
Nach dem hervorragenden Finish der letzten Saison, das im Double mündete, holpert es beim FC Basel. Eines der grössten Probleme sind die fehlenden Stürmertore. Wir schicken Albian Ajeti und den derzeit verletzten Moritz Broschinski deshalb zur Nasen-OP, damit der Chirurg ihren Torriecher reparieren kann.
YB
Noch einen ehemaligen Trainer
Der Trainer-Effekt scheint bei den Young Boys schon wieder verpufft zu sein. Von den letzten fünf Super-League-Spielen gewann das Team von Trainer Gerardo Seoane nur eines. Vielleicht kann es ja ein weiterer ehemaliger Coach richten: Christian Gross. Der 71-Jährige könnte mit Massimo Schüpp einen ehemaligen Bundesligaprofi nach Bern lotsen und Captain Laurin Benuto einen weiteren erfahrenen Spieler zur Seite stellen.
FC Sion
Etwas von der alten Cup-Magie
Die Walliser spielen eine gute Saison: in der Super League Sechster, im Cup im Viertelfinal. Dass der FC Sion Meister wird, scheint selbst an Weihnachten unrealistisch, doch zählt im Wallis der Cupsieg ohnehin fast mehr. Der letzte ist aber bereits über zehn Jahre her, seit 2017 war Sion zudem nicht mehr im Final. Damals zerstörte der FC Basel den Mythos Sion – nun wollen wir den Sittenern wieder etwas der alten Cup-Magie zurückgeben.
FC Zürich
Relax-Badesalz
Ruhe kennt man beim FCZ fast nicht mehr. Stand jetzt wäre es erneut eine enttäuschende Saison, Trainer Mitchell van der Gaag sowie Sportchef Milos Malenovic wurden bereits entlassen und Dennis Hediger zum neuen Cheftrainer befördert. Über die letzten beiden Entscheide freuten sich die Fans, doch auf eine positive Nachricht folgte beim FC Zürich zuletzt häufig eine negative. Da sollten Fans und Verein wenigstens in den eigenen vier Wänden zu etwas Erholung kommen.
FC Luzern
Kita-Plätze für die jungen Spieler
Die Luzerner sind weiterhin der Jungbrunnen der Super League. Mehrere Stammspieler sind unter 23 Jahre alt, darunter zum Beispiel Goalie Pascal Loretz (22), Innenverteidiger Bung Meng Freimann (20) oder Mittelfeldspieler Lucas Ferreira (19). Damit Trainerpapi Mario Frick über die Festtage mal etwas entspannen kann, schicken wir die Jungs in die Kindertagesstätte.
Lausanne-Sport
CO2-Kompensationsgutschein
Als bisher einziges Schweizer Team hat sich Lausanne-Sport in dieser Saison für die K.o.-Phase eines europäischen Wettbewerbs qualifiziert: In der Conference League treffen die Waadtländer entweder auf Zrinjski Mostar in Bosnien oder Sigma Olomouc in Tschechien. Auch im Falle eines Weiterkommens könnte es weite Reisen geben. Gegen die Flugscham haben wir das perfekte Mittel.
Servette
Flöte
Das Stade de Genève wurde im Herbst von einer Rattenplage heimgesucht. Gar das Nati-Spiel gegen Schweden stand deshalb auf der Kippe. Aus dem deutschen Hameln wissen wir, dass Ratten gerne einer Flöte folgen. Wer den Rattenfänger spielt, müssen die Genfer aber selbst entscheiden.
GC
Nichts
Die Grasshoppers brauchen nichts mehr, der Wahnsinnserfolg in Bern (6:2) mit vier Toren von Luke Plange muss reichen.
FC Winterthur
Französisch-Kurs
Dem Schlusslicht der Super League ist sportlich nur noch schwerlich zu helfen. Vielleicht sollte sich der FC Winterthur deshalb besser schon auf die nächste Saison vorbereiten. Mit diesem Geschenk würden sich die Winterthurer in der Challenge League, in der aktuell fünf Klubs aus der Romandie stammen, wenigstens sprachlich wohlfühlen.
