Langnau wirbt um einen alten Bekannten: Sean Malone
Der Ausländermarkt ist ausgetrocknet? Nicht ganz.
Langnaus Sportdirektor Pascal Müller ist wie auf Nadeln: Kommt Sean Malone (30) aus dem Vertrag bei Örebro in Schweden oben frei?
Von 2023 bis 2025 war Malone ein hoch geschätztes «Arbeitspferd» in der Mittelstürmer-Position. Der Amerikaner war in der ersten Saison (2023/24) sogar der Mann mit den meisten Bullys der gesamten Liga. Der perfekte Zweiweg-Center, den die Langnauer brauchen, um den im schlimmsten Fall bis Ende Qualifikation verletzten finnischen Center Hannes Björninen zu ersetzen, diese Saison ligaweit am zweitmeisten am Bully.
Ein Mittelstürmer sollte der Ersatzausländer sein, damit Thierry Paterlini das gut eingefuchste System nicht verändern muss und alle übrigen Positionen so besetzt bleiben wie bisher. Also ist der gefitzte Spieleragent Derek McCann nun damit beschäftigt, seinen Klienten beim schwedischen Krisenklub Örebro aus dem noch bis zum Ende der nächsten Saison (2027) laufenden Vertrag herauszuholen.
Eigentlich wäre eine vorzeitige Trennung für beide Seiten vernünftig: Malone kommt in Schweden nicht so recht in Form (bisher 31 Spiele/9 Punkte), ist auch defensiv etwas nachlässig und weist die drittschlechteste Plus/Minus-Bilanz im Team (–7) aus. Er würde gerne ins Emmental zurückkehren und es käme Örebro wohl nicht ungelegen, den Amerikaner von der Lohnliste zu haben.
Nun wird emsig gepokert: Natürlich tut Sportdirektor Henrik Löwdahl so, als sei Malone sein wichtigster Spieler und alles breche zusammen, wenn er gehe. Er will halt eine Abfindung herauspokern.
In den nächsten 48 Stunden wird sich entscheiden, ob der Transfer gelingt. Wenn nicht, muss halt Langnaus Sportdirektor Müller nach einer neuen Lösung suchen und dabei eine doppelte Herausforderung meistern: einerseits unbedingt ein Mittelstürmer und andererseits vernünftige finanzielle Konditionen.
