Ein Rentenvertrag im Jahr der 13. AHV für den besten Schweizer Skorer der Liga
Die Gewährsleute melden, Luganos Sportdirektor Yannick Steinmann bestätigt und dementiert nicht. Das kann nur bedeuten: Die gute Neuigkeit für alle, die Ambri im Tessin nicht mögen, ist wahr. Im Jahr, in dem zum ersten Mal die 13. AHV ausbezahlt wird, bekommt Luganos spektakulärster Schweizer Spieler einen Rentenvertrag. Captain Luca Fazzini, bester Skorer der Liga mit Schweizer Pass, hat sein Arbeitsverhältnis mit Lugano sage und schreibe bis 2032 verlängert.
Sein Vertrag wäre im nächsten Frühjahr ausgelaufen. Also hat Janick Steinmann rechtzeitig seines Amtes gewaltet und den Vertrag mit Luca Fazzini verlängert, bevor auf dem Transfermarkt die Preistreiberei losgegangen ist. Das Motto jedes guten Managers, Politikers und Sportchefs heisst ja «Gouverner c’est prévoir».
Luca Fazzini ist im März 31 Jahre alt geworden. Wenn sein Vertrag im Frühjahr 2032 ausläuft, wird er ein 37-jähriger Graubart sein. Wahrlich, ein Rentenvertrag im Jahr der 13. AHV. Da ist die Frage ohne jede Boshaftigkeit berechtigt: War sein Agent schlauer als Sportdirektor Jannick Steinmann? Nein. Es ist ein guter Deal. Für beide Seiten.
Leidenschaftlicher Vorkämpfer
Erstens: Luca Fazzini ist ein leidenschaftlicher Vorkämpfer. Er wird sich nicht in der Sänfte eines Rentenvertrages behutsam seinem Karrieren-Ende entgegenschaukeln lassen. Er wird zwar seine letztjährige absolute Rekordsaison kaum mehr übertreffen können. Aber trotzdem noch besser werden: Ob der Herrlichkeit seiner offensiven Wirksamkeit ist nämlich übersehen worden, dass er unter den neuen schwedischen Dienstherren geradezu sensationelle Fortschritte erzielt hat: Zum ersten Mal seit sieben Jahren konnte er sich eine Plus-Bilanz notieren lassen. Plus 6 gegenüber Minus 12 im Vorjahr bei gleichzeitiger Steigerung des offensiven Ertrages von 39 auf 47 Punkte in 52 Partien.
Dass ein Stürmer mit «Schillerfalter-Gen» jenseits des 30. Geburtstages offensiv und defensiv besser wird, ist schon fast ein hockeytechnisches Weltwunder. Kurzum: Bei diesem Rentenvertrag ist das sportliche Risiko gleich null. Und sollte er sich Verletzungen zuziehen, so wird die Versicherung bezahlen.
Idealspieler der Resega-Romantiker
Zweitens: Ein Rentenvertrag bedeutet bei einem schlauen Sportchef wie Jannick Steinmann immer auch eine signifikante Salär-Reduktion. Nach dem Grundsatz: Ich garantiere dir Lohn und Brot bis 2032. Aber dafür bekommst du pro Jahr weniger als bisher.
Drittens: Luca Fazzini entspricht exakt dem Idealspieler der Resega-Romantiker. Er gibt nie auf, hat Temperament und spielte noch nie für ein anderes Team – einmal Lugano, immer Lugano. Er ist jeden Franken seines Salärs wert. Die Gewährsleute melden, dass Lugano die Vertragsverlängerung Anfang Mai feierlich bekanntgeben wird. Bis dahin weilt Luca Fazzini in den verdienten Ferien. Er ist nicht für die Vorbereitungspartien zur WM in Zürich und Fribourg (ab 14. Mai) aufgeboten worden.
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