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Solche Bilder wollen wir heute Abend auf den Schweizer Strassen auch wieder sehen!
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Macht es noch einmal! Besser als der 4:1-Sieg 1994 waren damals nur die Schweizer Jubelszenen

An der WM 1994 war die Schweiz erstmals nach 28 Jahren wieder an einer Endrunde. Und ausgerechnet gegen Rumänien folgte die Krönung. Doch auch schon 1967 feierte die Nati gegen die Osteuropäer einen legendären Erfolg. Darum, liebe Nati: Aller guten Dinge sind drei!



Ein Sieg heute gegen Rumänien und die Qualifikation für die EM-Achtelfinals ist (ausser für Theoretiker) fix. Selbst ein Remis dürfte für die Runde der letzten 16 reichen. Das sollte gegen Rumänien möglich sein. Gegen die Osteuropäer haben wir zwei grossartige Siege – aber auch eine bittere Enttäuschung – erlebt.

1967: Wenn der Radioreporter sich selbst beruhigen muss

Spiel: Schweiz – Rumänien 7:1 (EM-Qualifikation)
Datum: 24. Mai 1967
Ort: Hardturm, Zürich

Swisshistory Fussball
Fotograf:
Comet Photo AG (Zürich) 
Titel:
Schweiz - Rumänien 7:1 
Beschreibung:
Fussball, Zuschauertribüne, Sportveranstaltung. 
Datierung:
24.5.1967

So jubelte das Publikum 1967 im Zürcher Hardturm. Bild: comet/ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Die Schweiz besiegt Rumänien mit 7:1. Es ist der dritthöchste Sieg in der Geschichte unserer Nati (Rekord ist ein 9:0 gegen Litauen im Jahr 1924). Seit 1967 konnten wir nur noch gegen Liechtenstein (1991, 6:0), San Marino (1991 & 2015, 7:0), Estland (1992, 6:0) und die Färöer Inseln (2004, 6:0) ähnlich viele Treffer bejubeln.

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Die sieben Schweizer Tore gegen Rumänien 1967.
YouTube/ZwoelfMagazin

Grossartig beim Sieg ist insbesondere der legendäre Radioreporter Gody Baumberger. Schon beim 3:0 ist er aus dem Häuschen und sagt: «Das ist ja unglaublich! Wieder Quentin!» (ab 1:05 Minuten im Video unten). Beim 5:0 (1:45 Minuten) folgt eigentlich schon das Highlight: «Gody Baumberger bleib ruhig, überschlag dich nicht. Meine Mutter sagte immer, wenn ich mich aufrege, soll ich auf zehn zählen. Ich hab das innerlich getan. denn ein so herrliches Tor sieht man tatsächlich selten.»

«Oh wei, oh wei, ist das schön heute Abend!»

Radio-Legende Gody Baumberger beim 6:0 gegen Rumänien 1967

Und ja, beim 6:0 (ab 2:45 Minuten) versteht der gute Gody die Welt komplett nicht mehr und freut sich in perfektem Schweizer-Hochdeutsch: «Ja nein, ich glaub es einfach nicht, aber es ist einfach so. Oh wei, oh wei, ist das schön heute Abend. Ich muss meinem Fussballherzen ganz einfach etwas Lauf lassen. Denn welchem Fussballreporter in der Schweiz, ich frage Sie, ist es vergönnt, einmal eine 6:0-Führung in einem Fussball-Länderspiel zu schildern?» Nicht vielen, wie wir oben erfahren haben. 

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Gody Baumbergers Radio-Kommentar beim 7:1 gegen Rumänien. Schlicht grossartig. YouTube/natundmatt

1994: Das i-Tüpfelchen der goldenen Jahre

Roy Hodgson führte die Schweiz 1994 nach langer Durststrecke wieder an eine Endrunde. In den USA startete die Nati dank dem legendären Freistoss von Georges Bregy mit einem 1:1 gegen den Gastgeber ins Turnier. Im zweiten Gruppenspiel warteten die starken Rumänen, welche zum Auftakt Kolumbien besiegten.

Der Schweizer Sieg gegen Rumänien an der WM 1994

Im Silverdome – der heute zerfallene Stadionpalast – in Detroit drückt brütende Hitze, 60'000 Zuschauer sind dabei, als die Schweiz Rumänien 4:1 vorführt. Wir kürten jenen Sieg 2014 als zweitgrössten der Nati-WM-Geschichte. Adrian Knup, damals Doppeltorschütze erinnert sich noch heute an die Atmosphäre: «Die schwüle Luft in der Halle, es roch nach Pommes-Frites, alles war sehr speziell.» Zum Spiel meint er: «Es kam alles zusammen. Wir wuchsen über uns hinaus, die Achtelfinal-Qualifikation war das i-Tüpfelchen.»

Und weil's so schön war, hier nochmals alle Tore von jenem historischen Erfolg:

17. Minute: 1:0 durch Alain Sutter

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In der 16. Minute wurde ein Tor von Alain Sutter wegen Abseits von Adrian Knup (wäre heute Passivoffside) aberkannt. Eine Minute später traf der Linksfuss mit seinem rechten herrlich zum 1:0 – trotz gebrochenem Zeh, der im Vorfeld die ganze Schweiz in Atem hielt. streamable

36. Minute: 1:1 durch Gheorghe Hagi

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Die Rumänen schlagen zurück. Mit ihrem Superstar. streamable

53. Minute: 2:1 durch Stéphane Chapuisat

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Stéphane Chapuisat profitiert nach einem Durcheinander im Strafraum.  streamable

66. Minute: 3:1 durch Adrian Knup

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Was für ein Solo von Ciriaco Sforza! Und dann noch das Auge für Adrian Knup. streamable

73. Minute: 4:1 durch Adrian Knup

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Und nochmals Knup. Dieses Mal nach Vorarbeit von Freistoss-König Georges Bregy.
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Die Schweiz verliert zum Abschluss zwar gegen Kolumbien, aber die Achtelfinal-Qualifikation ist Tatsache. Dort ist Spanien aber beim 0:3 der Eidgenossen deutlich zu stark.

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Die ausführliche Zusammenfassung der Partie Schweiz – Rumänien 1994. YouTube/batigol91

Public Viewing mit watson

Lust auf ein Public Viewing in Zürich? watson ist Partner der Veranstaltungen beim «Glatten Köbi» und der «Amboss Rampe». Ein Besuch lohnt sich!

1991: Eine der schwärzesten Stunden

Allerdings haben wir leider nicht nur gute Erinnerungen an den Karpaten-Staat. 1991 schlägt eine der schwärzesten Stunden der Nati. Die EM 1992 hätte mit einem Sieg in Bukarest erreicht werden können. Doch die Mannschaft von Uli Stielike in ihren legendären Blacky-Shirts scheiterte an den eigenen Nerven. Chapuisat, Bonvin und Türkyilmaz verwerteten ihre Chance zum Siegtreffer im Gegensatz zu Rumäniens Mateut nicht.

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Die Zusammenfassung der Partie Rumänien – Schweiz von 1991.
YouTube/gabidragutz

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