HCD schaltet Zug in Viertelfinals aus – SCRJ führt in Serie gegen Fribourg wieder
Davos – Zug 3:1
Serie 4:1
Die Davoser wendeten in den zweiten 20 Minuten ein 0:1 (17.) in ein 2:1 (39.) – völlig verdient. Sie dominierten den Mittelabschnitt quasi nach Belieben, was das Schussverhältnis von 14:1 unterstreicht. Matej Stransky glich nach 71 Sekunden mit seinem 31. Saisontreffer aus. Es war für den HCD bereits das sechste Tor im Powerplay in dieser Serie. Das entscheidende 2:1 erzielte Tino Kessler nach einer schönen Einzelaktion. Die Zuger monierten eine Goaliebehinderung, doch die Schiedsrichter sahen es anders. Die Tore zum 3:1 (48.) und 4:1 (59.) erzielte jeweils Adam Tambellini.
Im ersten Drittel hatten die Zuger den Schwung vom 5:2-Heimsieg zwei Tage zuvor mitgenommen. Sie traten sehr diszipliniert auf und hatten die Davoser weitgehend im Griff. In der 17. Minute traf Sven Senteler mit einem Ablenker in Überzahl zum 1:0. Dem EVZ fehlte es aber einmal mehr in dieser Saison an der nötigen Konstanz, und sie konnten das hohe Niveau nicht halten. Auch nach der zweiten Pause kam zu wenig von den Zentralschweizern. So feierten die Davoser den siebenten Heimsieg in Serie gegen die Zuger. Auf wen die Bündner im Halbfinal treffen, ist noch nicht bekannt.
Das sagt EVZ-Trainer Benoît Groulx:
Davos - Zug 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)
6547 Zuschauer. SR Wiegand/Hungerbühler, Cattaneo/Bürgy.
Tore: 17. Senteler (Bengtsson, Kovar/Powerplaytor) 0:1. 22. Stransky (Frick, Zadina/Powerplaytor) 1:1. 39. Kessler (Nussbaumer) 2:1. 48. Tambellini (Ryfors) 3:1. 59. Tambellini (Ryfors, Frehner) 4:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 plus 10 Minuten (Vozenilek) gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Hofmann.Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Gross; Frehner, Ryfors, Tambellini; Waidacher, Asplund, Zadina; Stransky, Nussbaumer, Kessler; Knak, Egli, Parrée; Aebli.
Zug: Genoni; Bengtsson, Tobias Geisser; Diaz, Sklenicka; Stadler, Guerra; Nater; Wingerli, Kovar, Hofmann; Künzle, Senteler, Vozenilek; Lindemann, Leuenberger, Eggenberger; Truog, Tatar, Herzog; Wey.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Claesson, Lemieux und Taponen (alle überzählige Ausländer), Zug ohne Balestra, Martschini, Riva, Schlumpf (alle verletzt), Kubalik und Lilja (beide überzählige Ausländer). Zug von 51:55 bis 52:45 und 55:54 bis 55:56 ohne Torhüter.
Fribourg – Rapperswil-Jona 1:2
Serie 2:3
Vor der Partie wurde Fribourgs Legende Julien Sprunger eine Choreografie gewidmet, die für Gänsehaut sorgte. Der 40-Jährige hört nach dieser Saison auf. Er bestritt seine gesamte Karriere bei Gottéron und absolvierte in der höchsten Schweizer Liga 1173 Partien. Aufgrund der Niederlage könnte es sein letztes Heimspiel gewesen sein.
Das entscheidende 2:1 für die Lakers erzielte in der 45. Minute per Ablenker ausgerechnet Jonas Taibel, der ab der kommenden Saison für Fribourg spielt. Danach konnten die Gastgeber noch 2:43 Minuten in Überzahl agieren, wobei es nicht einer gewissen Logik entbehrte, dass sie kein Tor zustande brachten. Sie konnten in dieser Serie bereits während 43:11 Minuten Powerplay spielen – ohne Zählbares. Allerdings fiel das 1:1 von Lucas Wallmark (19.) mit Ablauf einer Strafe. Zehn Minuten zuvor hatte Victor Rask die Gäste ein erstes Mal in Führung gebracht.
Der Sieg der Rapperswiler, der vierte im fünften Spiel in der laufenden Meisterschaft in Freiburg, war nicht gestohlen. Sie zeigten eine eindrückliche Reaktion auf die beiden vorangegangenen Niederlagen mit einem Torverhältnis von 2:10 und können nun am Montag vor heimischem Publikum ihre dritte Halbfinal-Qualifikation nach 2006 und 2021 perfekt machen. Allerdings haben sie zu Hause in dieser Saison drei von vier Direktduellen gegen Gottéron verloren.
Fribourg-Gottéron - Rapperswil-Jona Lakers 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)
9372 Zuschauer. SR Stolc (SVK)/Dipietro, Urfer/Gnemmi.
Tore: 9. Rask (Strömwall) 0:1. 19. Wallmark (Rau, Borgström) 1:1. 45. Taibel (Henauer, Zangger) 1:2.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 6mal 2 Minuten plus Spieldauer (Larsson) gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Borgström; Moy.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Rau, Wallmark, De la Rose; Bertschy, Borgström, Dorthe; Sprunger, Walser, Marchon; Nicolet, Reber, Gerber; Rod.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Henauer, Larsson; Dufner, Jelovac; Kellenberger; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Moy, Maillet, Jensen; Hofer, Albrecht, Dünner; Lindemann.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ab 58:25 ohne Torhüter.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
-
Er kann
-
Erwarte
Ambri – Ajoie 3:2
Serie 3:0
Ambri-Piotta ist im Abstiegs-Playoff gegen Ajoie noch einen Erfolg vom Verbleib in der National League entfernt. Nach dem 3:2-Heimsieg führen die Leventiner in der Serie mit 3:0.
Zwar gab Ambri einen 2:0-Vorsprung preis, jedoch gelang Alex Formenton in der 56. Minute das entscheidende 3:2. Das 1:0 (8.) der Gastgeber erzielte Tommaso De Luca im Powerplay mit seinem bereits vierten Treffer in dieser Serie. Er traf kurz, nachdem Jeremy Wick nach einer 2:1-Situation nur knapp einen Shorthander verpasst hatte.
Gut vier Minuten danach erhöhte Michael Joly auf 2:0. Die Reaktion der Jurassier liess aber nicht lange auf sich warten. 77 Sekunden später verkürzte Yonas Berthoud auf 1:2. Den Ausgleich erzielte Julius Nättinen (46.). Das Schussverhältnis lautete 21:21, was einiges aussagt.
Ambri bietet sich nun am Dienstag in Pruntrut die erste Chance, die Serie zu beenden. Ajoie müsste dann darauf hoffen, dass Sierre im Playoff-Final in der Swiss League seiner Favoritenrolle gegen La Chaux-de-Fonds gerecht wird, denn die Walliser sind nicht aufstiegsberechtigt. In diesem Fall würde die Ligaqualifikation entfallen.
Ambri-Piotta - Ajoie 3:2 (2:1, 0:0, 1:1)
6594 Zuschauer. SR Tscherrig/Ruprecht, Schlegel/Bachelut.
Tore: 8. De Luca (Heed, Bürgler/Powerplaytor) 1:0. 12. (11:24) Joly (Formenton, Manix Landry) 2:0. 13. (12:31) Berthoud (Robin, Cavalleri) 2:1. 46. Nättinen (Turkulainen, Bellemare) 2:2. 56. Formenton (Joly, Dario Wüthrich) 3:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Ajoie.
PostFinance-Topskorer: Joly; Honka.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Dario Wüthrich, Zgraggen; Heed, Bachmann; Pezzullo, Zaccheo Dotti; Isacco Dotti; Joly, Manix Landry, Formenton; Zwerger, Heim, De Luca; Bürgler, Tierney, Borradori; Grassi, Kostner, Müller; Lukas Landry.
Ajoie: Ciaccio; Honka, Fey; Nussbaumer, Pilet; Berthoud, Reunanen; Thiry; Turkulainen, Bellemare, Nättinen; Wick, Devos, Mottet; Sopa, Romanenghi, Pedretti; Robin, Cavalleri, Cormier; Schmutz.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bozon, Conz, Fischer, Friman, Garessus, Patenaude (alle verletzt), Gauthier, Hazen und Stukel (alle überzählige Ausländer). Ajoie ab 59:01 ohne Torhüter.
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