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epa04108170 Dutch national soccer team player Jean-Paul Boetius (C) arrives for a training session of the Dutch national soccer team in Noordwijk, The Netherlands, 03 March 2014. The Netherlands will play a practice soccer match against France on 05 March.  EPA/KOEN VAN WEEL

Jean-Paul Boëtius ist der neuste Stern am FCB-Transfer-Himmel. Bild: EPA/ANP

Boëtius dereinst wie Gonzalez, Salah, Dragovic und Co.? Diese Top-Transfers spülten dem FC Basel mehr als 50 Millionen Euro Reingewinn in die Klubkasse

Billig gekommen, teuer weitergegeben: Dank Transfers von Spielern wie Mohamed Salah, Derlis Gonzalez oder Aleksandar Dragovic erwirtschaftet der FC Basel Jahr für Jahr Millionen. Der 21-jährige Holländer Jean-Paul Boëtius ist die nächste Investition in die Zukunft – nicht nur in die sportliche, auch in die finanzielle.



Das Erfolgsgeheimnis des FC Basel ist eigentlich längst kein Geheimnis mehr. Seit Jahren holen Chefscout Ruedi Zbinden und Sportdirektor Georg Heitz junge, aufstrebende Talente zu moderaten Preisen zum FCB. Hier entwickeln sie sich im Rekordtempo zu hochgehandelten Youngsters und werden schliesslich für Millionenbeträge weiterverkauft.

Der neuste Coup ist der Transfer von Jean-Paul Boëtius. Der 21-jährige Holländer kommt von Feyenoord Rotterdam und hat am Rheinknie einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Über die Ablösesumme für den schnellen und trickreichen Flügelspieler mit Wurzeln in Surinam wurde Stillschweigen vereinbart. Kein Wunder kursieren die Gerüchte: Auf zwischen 2,5 und 5,25 Millionen Euro belaufen sich die Angaben auf den einschlägigen Transfer-Seiten.

Ob Boëtius – wie seine zahlreichen Vorgänger – zum Glücksfall werden wird, muss sich erst zeigen. Für den holländischen Nationalspieler (bislang ein Länderspiel) soll der Schweizer Meister jedenfalls nur ein Sprungbrett sein. In ein, zwei Jahren will er in eine grösser Liga wechseln.

Für den FCB bleibt die bange Frage, wo sich Jean-Paul Boëtius dann einreiht: Bei den finanziellen Top- oder Flop-Transfers. 

FCB-Top-Transfers

Felipe Caicedo, Samuel Inkoom, Aleksandar Dragovic, Mohamed Salah, Derlis Gonzalez und und und: Mit ihnen machte der FCB Millionen, der sportliche Verlust konnte dabei stets kompensiert werden. Dass die meisten nach ihrem Abgang nicht glücklich wurden, kann dem FCB egal sein. Seit dem ersten Meistertitel der Neuzeit im Jahr 2002 hat der FCB allein durch den Ein- und Weiterverkauf von hoffnungsvollen Talenten über 50 Millionen Euro eingenommen.

Mohamed Salah

Mohamed Salah

Kam vom ägyptischen Premier-Ligisten Arab Contractors, schlug ein wie ein Bombe und wechselte dann zum FC Chelsea, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. Nach einer Ausleihe zur AC Fiorentina ist Salah wieder auf Klubsuche. zahlen: transfermarkt

Aleksandar Dragovic

Aleksandar Dragovic

Kam von Austria Wien und wechselte nach drei Jahren bei Basel zu Dynamo Kiew in die Ukraine. Der Österreicher wird momentan von vielen europäischen Spitzenklubs umworben.

Felipe Caicedo

Felipe Caicedo

Kam aus Ecuador zum FCB und wechselte nach nur einer Saison zu Manchester City, wo er sich nie durchsetzen konnte. Befindet sich seither auf grosser Europa-Reise. Momentan bei Espanyol Barcelona unter Vertrag.

Derlis Gonzalez

Derlis Gonzalez

Kam aus der 2. Mannschaft von Benfica Lissabon, war nach einer Saison aber bereits wieder weg. Wird bei Dynamo Kiew Teamkollege von Aleksandar Dragovic.

Samuel Inkoom

Samuel Inkoom

Kam aus dem Senegal zum FCB und folgte nach einer Saison dem Ruf des Geldes von Dnipro Dnipropetrovsk. Tingelt seither durch die Fussball-Welt. Boavista Porto ist bereits sein fünfter Verein in vier Jahren.

Matias Delgado

Mathias Delgado

Kam 2003 aus Argentinien und führte im FCB-Mittelfeld sofort Regie. Nach drei Jahren folge der Wechsel zu Besiktas Istanbul. Über den Al-Jazira-Klub kehrte er im Sommer 2013 nach Basel zurück.

Thimothée Atouba

Timothée Atouba

Kam vom damaligen Liga-Konkurrent Xamax und machte sich schnell einen Namen als offensiver Aussenverteidiger. Ging danach zu Tottenham, dann zum HSV, kurz zu Ajax und schliesslich zu UD Las Palmas, wo er 2014 seine Karriere beendete.

Hakan Yakin

Hakan Yakin

Der gebürtige Basler kehrte von den Grasshoppers zum FC Basel zurück und wechselte dann zum VfB Stuttgart, wo er nur zu neun Einsätzen kam. Galatasaray Istanbul, YB, Al-Gharafa, Luzern und Bellinzona hiessen seine weiteren Klubs.

Mladen Petric

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Kam von Liga-Konkurrent GC und wechselte schliesslich zum HSV in die Bundesliga. Über Fulham und West Ham ging's zu Panathinaikos Athen, wo er noch immer unter Vertrag steht.

Kléber

Kléber

Kam aus der Bundesliga von Hannover 96, den 21-fachen brasilianische Nationalspieler zog es nach zwei Saisons aber zurück in die Heimat, wo er für Santos, Internacional und Figueirense spielte.

FCB-Flop-Transfers

Längst nicht alle Transfer spülten dem FCB Millionen in die Klubkasse, es mussten auch Verluste akzeptiert werden. Oft bei Spielern, die man nach längerer Zeit im Klub ziehen liess oder ziehen lassen musste. Als sportlicher Flop-Einkauf kann eigentlich nur der Stürmer Cesar Carignano bezeichnet werden, der nur 19 Spiele für den FCB absolvierte. 

Bei Raul Bobadilla und Marcelo Diaz muss man sich fragen, ob man beim Abgang finanziell nicht noch das eine oder andere Milliönchen mehr hätte herausholen können.

Cesar Carignano

Cesar Carignano

Kam aus Argentinien zum FCB, konnte sich wegen zahlreichen, langwierigen Verletzungen aber nie durchsetzen. Schliesslich wurde der Vertrag auf Bitte des Stürmer aufgelöst. Seither kickt er wieder in der Heimat.

Christian Gimenez

Christian Gimenez

Kam vom FC Lugano nach Basel und entwickelte sich zum treffsicheren Starstürmer. Mit 31 Jahren zog er weiter zu OIympique Marseille und dann zu Hertha. An seine FCB-Glanzzeiten kam er aber nicht mehr ran.

Raul Bobadilla

Raul Bobadilla

Kam von Liga-Konkurrent YB zum FCB, nach einer halben Saison und nur zehn Spielen wurde er wegen zahlreichen Skandalen an den FC Augsburg weiterverkauft. 

Boris Smiljanic

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Kam von Liga-Konkurrent GC nach Basel, was grossen Wirbel auslöste. Kehrte nach vier Jahren zurück nach Zürich.

Marcelo Diaz

Marcelo Diaz

Kam von Universidad de Chile zum FCB und hatte zwei gute Saisons. Mit Trainer Paulo Sousa verstand er sich dann aber nicht, er zog in der Winterpause für wenig Geld zum HSV weiter.

Julio Hernan Rossi

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Kam von Liga-Konkurrent Lugano und bildete mit Christian Gimenez ein kongeniales Sturmduo. Wechselte nach vier Jahren beim FCB zum FC Nantes, kehrte nach einer Saison aber zu Xamax in die Super League zurück. Kickt momentan beim FC Serrières in der 2. Liga interregional.

Die teuersten FCB-Einkäufe

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In Millionen Euro. Zahlen: transfermarkt

Die teuersten FCB-Verkäufe

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In Millionen Euro. zahlen: transfermarkt

Die Erlöse für die teuersten Basler Eigengewächse

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In Milionen Euro. zahlen: transfermarkt

Fussball-Söldner, die in die Super League zurückgekehrt sind

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Clank 04.08.2015 16:22
    Highlight Highlight Bobadilla mag ja ein Skandalspieler sein mit schwierigen Charakter, aber er ist verdammt gut und das hat er in Augsburg letzte Saison gezeigt. Da hat Basel wirklich schlechtes Geschäft gemacht. Die hätten ihn gar nie kaufen sollen, die brauchten ihn damals nicht, es gab genügend gute Spieler auf seiner Position im Kader, es ging generell darum YB zu schwächen.
    • Retrodios 05.08.2015 12:49
      Highlight Highlight interessant, dass du die Beweggründe dieses Transfers so genau kennst...
  • Nicosinho 04.08.2015 15:44
    Highlight Highlight TOP was der FCB leistet! YB kann da einpacken ;)
  • PV3L0 04.08.2015 14:12
    Highlight Highlight Wie bitte? Wie kommt die Idee Gimenez und Rossi als Flop zu bezeichnen? Vielleicht waren sie im Weiterverkauf nicht rentabel, wenn man allerdings ihre Leistungen sieht sind sie alles andere als Flop. Ausserdem, Gimenez war 30 beim weiterverkauf, Rossi 28. Also nicht vergleichbar mit Preisen die für Talente ausgegeben werden. Also bitte.

    Anders gesehen. Schön, dass der FCB so geschickt verhandelt, dass diese zwei als Flop bezeichnet werden.
    • PRE 04.08.2015 14:56
      Highlight Highlight Die beiden sind nur finanziell gesehen Flop-Transfers. Sportlich natürlich nicht.
    • smoenybfan 04.08.2015 15:48
      Highlight Highlight Steht ja sogar, dass sie sportlich keine Flops sind. Mal ganz davon abgesehen, dass es in diesem Artkel um finanzielle Aspekte geht. Zuerst alles lesen, dann reklamieren ;-)
    • PV3L0 04.08.2015 16:41
      Highlight Highlight Jaja, lieber YB-Fan. Stell Dir vor, ich habe den Artikel gelesen. Allerdings sind sie auch finanziell alles andere als ein Flop. Was die beiden an Ablöseverlust generiert haben, haben sie mindestens mit - durch sie verdiente - Champions-League (Kennsch?) Prämien verdient.

  • Anded 04.08.2015 13:06
    Highlight Highlight Wow, den hatte ich in meinem FIFA 14 Kader (Manager Mode), weil er auf seiner Position (LW) einer der besten (Potential) Jungen und bezahlbar war. Wenn der beim FCB so einschlägt wie damals auf meiner PS4, gewinnt Basel die Champions League. Und sie kriegen Angebote von Barcelona und co. für 50 Mio für Boëtius.
  • Retrodios 04.08.2015 12:33
    Highlight Highlight "Seit dem ersten Meistertitel 2002"
    ?

Alle Spieler suchen neue Klubs – dem FCB droht ein Massen-Exodus

Die Lage beim FC Basel spitzt sich zu. Alle Spieler suchen neue Klubs, neben dem Rasen gibt es Massenkündigungen. Es droht ein Exodus.

Es ist der nächste Dominostein, der fällt. Nach Führungspersonen, die hin geschmissen haben, Nachwuchs-und Profi-Trainern, die im Streit gegangen sind und Fans, die von Basel bis nach Rheinfelden alles mit «Burgener und Heri raus»-Bannern tapezieren, ist auch die Mannschaft des FC Basel wütend. So sehr, dass es zum grossen Exodus kommen könnte. Entweder noch diesen Sommer oder dann im Winter, wenn sich unter Trainer Ciriaco Sforza die Stimmung nicht markant verbessert.

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