Hier erhält der FC Thun den Meisterpokal – da ist die Derbyklatsche «scheissegal»
Der FC Thun stand schon nach der 35. von 38 Runden als Meister fest. Doch bis zum heutigen Donnerstag und dem letzten Heimspiel der Saison mussten sich die Berner Oberländer gedulden, bis sie endlich den Lohn für dieses grandiose Jahr ernten durften – und zwar in Form des Super-League-Pokals.
Die 3:8-Klatsche im Derby gegen YB trübte die Stimmung dabei aber etwas. «Ich hoffe, dass ich alles vergessen kann, wenn wir den Pokal kriegen», sagte Elmin Rastoder nach dem Spiel beim SRF und fügte an: «Jetzt fühle ich mich aber nicht gut.» Der Toptorschütze des Meisters dürfte jedoch nicht lange Trübsal geblasen haben. Und sonst muss er sich nur Tipps bei seinen Teamkollegen holen. «Wir wollten uns schöner verabschieden vor den Heimfans, aber am Ende ist es scheissegal. Wir bekommen jetzt den Pokal», stellte Leonardo Bertone bei Blue klar.
Und um 18.46 Uhr war es dann so weit: Gemeinsam mit Thun-Captain Marco Bürki stemmte Bertone die goldene Trophäe unter dem Jubel der gut 10'000 Fans in der Stockhorn-Arena in die Luft. Im Anschluss durfte jeder Spieler und natürlich auch Trainer Mauro Lustrinelli mit dem Pokal feiern. Es ist der schöne Schlusspunkt einer Saison für Thun, die zu Beginn niemand so hätte erwarten können.
Die Feierlichkeiten dürften noch lange anhalten. Schon am vorletzten Wochenende, nachdem der Titel feststand, gab es in der Thuner Innenstadt eine spontane Feier mit tausenden Leuten. Vor dem Derby bejubelten die Fans den Meistertitel nun mit einer Choreo.
Am morgigen Freitag folgt dann der Meisterumzug um 16 Uhr vom Stadion in Richtung Innenstadt, wo ab 18 Uhr mit Festreden von unter anderem Vereinspräsidenten Andres Gerber und Stadtpräsidenten Raphael Lanz die offizielle Feier beginnt. Die Spieler und der Staff werden in zwei Lastwagen gefahren und dabei erneut von den Thunerinnen und Thunern für diese herausragende Leistung gefeiert. In der Nacht auf Samstag gilt für die Gastronomiebetriebe zudem Freinacht. (nih)
