Iran-Konflikt sorgt in der Formel 1 für logistische Probleme – zwei Rennen sind in Gefahr
Aufgrund der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und der Gegenschläge Teherans ist der Luftverkehr in grossen Teilen des Nahen Ostens weitgehend zum Erliegen gekommen. Rund tausend Mitarbeiter, die für die Formel 1 selbst oder für die Rennställe arbeiten, mussten ihre Reisepläne ändern. Viele wählten alternative Routen über Singapur oder Hongkong, statt via Dubai, Abu Dhabi oder Doha (Katar) nach Australien zu fliegen.
Travis Auld, Geschäftsführer des Saisonauftakts am Sonntag in Melbourne (5.00 Uhr Schweizer Zeit), betonte, dass dies keine Auswirkungen auf den Grand Prix haben dürfte: «Die Fahrer werden hier sein. Die Ingenieure werden hier sein. Die Teamchefs werden hier sein.» Auch die Autos seien in Containern längst an der Strecke angekommen, so Auld.
Grössere Fragezeichen bestehen derzeit hinter dem vierten Saisonrennen am 12. April in Bahrain, wo am Wochenende die zweitägigen Reifentests von Pirelli abgebrochen wurden, sowie hinter dem Rennen eine Woche später in Saudi-Arabien. «Wie immer beobachten wir solche Situationen aufmerksam und arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen», erklärte ein Sprecher der Formel 1.
Eine Woche nach dem Saisonstart in Australien folgt der Grand Prix von China, nochmals zwei Wochen später wird in Japan gefahren. Erst die letzten beiden von insgesamt 24 Grands Prix finden wieder im Nahen Osten statt: Katar am 29. November und traditionell Abu Dhabi am 6. Dezember bilden den Abschluss der WM-Saison 2026. (riz/sda)
