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Postergirl der neuen Serie: Die Holländerin Stéphane Kox.
Postergirl der neuen Serie: Die Holländerin Stéphane Kox.Bild: instagram/stephanekox

«W Series» – jetzt kommt die Rennserie für Frauen

Schon im nächsten Jahr soll es eine weltweite Autorennserie für Frauen geben. Hinter dem Projekt steckt mit David Coulthard auch ein früheres Formel-1-Ass.
10.10.2018, 13:5310.10.2018, 15:35

Wann und wo wird gefahren?

Die «W Series» soll im Frühling 2019 starten, doch Termine und Austragungsorte gaben die Veranstalter bislang nicht bekannt. Nur so viel: Es handle sich um «einige der besten und berühmtesten Rennstrecken in Europa», auf denen auch schon die Formel 1 gastierte. Rennen auf anderen Kontinenten sollen später folgen.

«Die ‹W Series› wird eine sehr positive Ergänzung der globalen Motorsport-Szene und ambitionierten Fahrerinnen sicher eine Hilfe sein.»
Stéphane Kox, Rennfahrerin

Wer fährt mit?

Die «Formel W» ist Frauen vorbehalten. Diese müssen, wie es heisst, ein «strenges Vorauswahlprogramm» mit diversen Tests durchlaufen. Letztlich sollen die 18 bis 20 Rennfahrerinnen im Feld von einem Gremium ausgewählt werden, dem unter anderem Ex-Formel-1-Star David Coulthard oder Adrian Newey, legendärer «Design-Guru» in der Königsklasse des Motorsports, angehören.

«Das wird ein exzellentes Sprungbrett sein. Wir können wertvolle Erfahrungen sammeln.»
Vicky Piria, Rennfahrerin

Mit welchen Autos wird gefahren?

Die Fahrerinnen sollen identische Wagen erhalten – so, dass es am Ende hauptsächlich auf ihre Qualitäten ankommt und nicht auf jene der Ingenieure. Beim Auto handelt es sich um einen Tatuus Formel 3 T-318 mit 4-Zylinder-Turbomotor und 270 PS.

Was gibt's zu verdienen?

Noch nicht sehr viel Geld. Für die erste Saison beträgt das gesamte Preisgeld 1,5 Millionen Dollar, wovon 500'000 Dollar für den Gesamtsieg ausgelobt werden. Hauptziel der Fahrerinnen wird nicht das Geldverdienen sein, sondern sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

«Die Rennserie wird auch viele junge Frauen motivieren, es im Automobilsport zu versuchen. Ich werde auch weiterhin gegen Männer fahren, aber diese Serie hilft mir, mich zu entwickeln.»
Jamie Chadwick, Rennfahrerin

Wieso überhaupt eine reine Frauenserie?

Weil es für Frauen noch viel, viel schwieriger ist, sich ein Formel-1-Cockpit zu ergattern. So erklärt der frühere F1-Pilot Pedro De La Rosa: «Der Weg vom Junior im Go-Kart bis in die Formel 1 ist für jeden unheimlich schwierig, egal ob Frau oder Mann. Aber die Geschichte zeigt uns, dass es für Frauen noch härter ist, ganz egal, wie talentiert sie auch sind. Ich hoffe, dass die ‹W Series› etwas daran ändern wird.»

Das Werbe-Video der «W Series».Video: YouTube/W Series

In der Geschichte der Formel 1 gelang es nur ein einziges Mal einer Frau, in die Punkteränge zu fahren: 1975 der Italienerin Lella Lombardi. Die österreichische Formel-1-Legende Gerhard Berger hofft, dass sich das eines Tages ändern wird. «Eines Tages will ich Frauen auf dem höchsten Niveau gegen Männer fahren sehen. Die W Series gibt diesen Frauen die nötigen Erfahrungen, deshalb werde ich die Rennen mit grossem Interesse verfolgen», sagt Berger. (ram)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pain in the Ass
10.10.2018 14:57registriert Dezember 2017
Wozu soll das denn gut sein? Ich sehe keinen Grund, warum Frauen nicht bei den Männern mitfahren könnten. Es gibt auch exzellente Rennfahrerinnen.
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The Snitcher
10.10.2018 15:26registriert Oktober 2015
Finde ich gut, solange das Zeug bitte auch im Free TV gezeigt wird und da nicht irgend ein merkwürdiger Streaming Deal mit Facebook oder Sky gemacht wird... oder so geheim ausgestrahlt wird wie die Formel E, so dass es eh kein Mensch mitkriegt.


Bin froh, dass ich wenigstens ab und zu wieder WRC im TV zusehen kriege.
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glüngi
10.10.2018 14:11registriert Januar 2015
ich weiss nicht, sollte man nicht eher frauen fördern bei den etablierten veranstaltungen mitzumachen?

eine eigene serie nur für frauen ist für mich ein zeichen von schwäche und das obwohl frauen sehr wohl exzellente Rennfahrerinnen sein können.
«W Series» – jetzt kommt die Rennserie für Frauen
ich weiss nicht, sollte man nicht eher frauen fördern bei den etablierten veranstaltungen mitzumachen?

eine eigene serie nur für frauen ist für mich ein zeichen von schwäche und das obwohl frauen sehr wohl exzellente Rennfahrerinnen sein können.
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«Lieber Revanchen als Premieren» – so will Schwingchef Strebel den ersten Gang einteilen
Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest am übernächsten Wochenende in Pratteln BL amtet Stefan Strebel erstmals als Technischer Leiter des ESV. Auf den 45-jährigen Aargauer wartet viel Arbeit. Aber auch die Freude und der Stolz, die die verantwortungsvolle Aufgabe mit sich bringt.

Stefan Strebel, Sie traten 2004 als dreifacher Eidgenosse vom aktiven Schwingsport zurück. Sie waren damals 27-jährig, also in einem Alter, das für einen Schwinger das beste Alter sein kann.
Stefan Strebel: Schon als Bub und Jugendlicher hatte ich das Ziel, drei eidgenössische Kränze zu gewinnen. Mit 27 hatte ich dieses Ziel erreicht. Schwingerkönig zu werden war mit meinem Teilverband und mit meinem Können nicht realistisch. Ich hatte auch noch andere Ziele im Leben. Ich wollte eine Familie gründen und eine eigene Firma leiten, und im Schwingen wollte ich einst Technischer Leiter werden. Ich war allerdings nie ein Mensch, der viele wichtige Dinge gleichzeitig richtig tun konnte. Ich hätte also weniger trainieren können. Damals trainierte ich fünf- oder sechsmal pro Woche. Dadurch hätte ich weniger Erfolg gehabt, hätte auch mehr Gänge verloren. Als Schwinger muss man auch verlieren können, aber ich hatte immer meine Mühe damit. Ich hätte mich damit auseinandersetzen müssen, mehr zu verlieren. Als ich nach dem Eidgenössischen in Luzern an einem Sonntag wie üblich auf den Vita-Parcours ging, war ich nur noch am Gehen. An diesem Sonntag schrieb ich den Rücktritt. Meine Ziele im Schwingen hatte ich erreicht. Und meine neuen Ziele erreichte ich auch.

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