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epa05819374 German Formula One driver Sebastian Vettel of Scuderia Ferrari in action during the first Formula One test session at the Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmelo, near Barcelona, northern Spain, 27 February 2017. All Formula One teams take part in the tests, the first ones of the season 2017, running for five days.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

Ferrari will in der Saison mit neuem Boliden endlich Mercedes die Stirn bieten. Bild: EPA/EFE

Schneller und aggressiver – das wird in der Formel-1-Saison 2017 alles neu

Die neue Formel 1 wird schneller und spektakulärer. Regelreformen haben die Karten neu gemischt, es durften wieder schnellere, aggressiver wirkende Autos produziert werden.



Das Reglement für die Formel-1-WM erfährt nach zwei Jahren mit moderaten Veränderungen markante Umwälzungen. Ein Teil der Modifikationen an den Autos ist auf den ersten Blick erkennbar.

Das auffälligste Merkmal der neuen Formel-1-Wagen war längst bekannt. Autos und Reifen sind in der Breite gewachsen. Daneben gibt es im technischen und sportlichen Bereich weitere Neuerungen, die weit weniger Diskussionsstoff generiert haben. Auch weil sie Autos schneller und aggressiver gemacht haben.

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Der Vergleich in Barcelona: Hamilton 2016 vs. Räikkönen 2017. Video: streamable

Die neuen Gefährte sind pro Runde bis zu fünf Sekunden schneller und physisch herausfordernder. «Wahrscheinlich werden wir in den nächsten Monaten Änderungen beim Nackenumfang der Fahrer sehen», prognostiziert Lewis Hamilton.

Breite I

 Die Autos legten an Breite zu, von 180 auf 200 Zentimeter. Auch der Frontflügel (180 statt 165 Zentimeter) und der Heckflügel (95 statt 75 Zentimeter) wurden breiter.

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Chassis 2016 vs. Chassis 2017.

Frontflügel 2016 vs. Frontflügel 2017.

Heckflügel 2016 vs. Heckflügel 2017.

Breite II

Die Reifen kommen ebenfalls wuchtiger daher. Die Breite der Frontreifen wuchs von 245 auf 305 Millimeter an, jene der Hinterreifen von 325 auf 405 Millimeter.

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bild: screenshot youtube

Gewicht

Die breiteren Reifen sind schwerer als ihre Vorgänger. Das zugelassene Mindestgewicht eines Formel-1-Autos wurde deshalb um 20 auf 722 Kilogramm erhöht.

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bild: forumula1.com

Sprit

Bedingt durch ihr erhöhtes Gewicht dürften die Autos mehr Benzin verbrauchen. Die in einem Grand Prix erlaubte Menge wurde um fünf auf 105 Kilogramm erhöht.

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Mehr Sprit für die Formel-1-Boliden. bild: formula1.com

Antriebsstrang I

Pro Fahrer sind in der neuen Saison nur noch vier Antriebseinheiten erlaubt, eine weniger als in der letzten Saison. Das Überschreiten des Kontingents zieht Strafen in Form von Rückversetzungen in der Startaufstellung nach sich.

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So sieht ein Formel-1-Motor aus. bild: formula1.com

Antriebsstrang II

Der mehrfache Austausch des Antriebsstrangs beziehungsweise von Teilen davon wird strikter geahndet. Der im bisherigen Reglement unklar definierte Passus, nach dem ein mehrmaliger Wechsel lediglich eine Rückversetzung in der Startkolonne nach sich zog, wurde überarbeitet. Nach den neuen Bestimmungen darf bei den folgenden Grands Prix einzig die letzte getauschte Einheit straffrei verwendet werden.

Reifen

Bei der Einführung der neuen Reifen überlässt Ausrüster Pirelli nichts dem Zufall. Die auf die letzte Saison hin eingeführte Regelung, nach der die Teams die Anzahl der an einem Rennwochenende zum Einsatz gelangenden Reifenmischungen selber wählen dürfen, wird vorerst ausser Kraft gesetzt. Für die ersten fünf Grands Prix schreibt Pirelli die Reifenkontingente vor.

epa04931901 (FILE) A file picture dated 22 September 2011 of a Renault mechanic in front of a pile of tires at the Marina Bay Street Circuit in Singapore, prior to the Singapore Formula One Grand Prix. French car manufacturer Renault's CEO Carlos Ghosn hat confirmed on 15 September 2015 that the company's days as Formula One engine supplier are over, media reports stated. Renault confirmed it is in renegotiations on its contract with Red Bull, questioning the Formula One team's sportsmanship.  EPA/DIEGO AZUBEL *** Local Caption *** 50051309

Bei der Reifenwahl sind die Teams nicht mehr so frei. Bild: DIEGO AZUBEL/EPA/KEYSTONE

Token

Die Entwicklung der Sechszylinder-Motoren mit 1,6 Liter Hubraum ist nicht mehr eingeschränkt. Das so genannte Token-System, nach dem für die Entwicklungsschritte eine gewisse Anzahl Punkte zur Verfügung standen, wurde abgeschafft. Die Hersteller Mercedes, Ferrari, Renault und Honda haben bei der Entwicklung der Aggregate freie Hand.

Stehende Starts

Nach Safety-Car-Phasen wird nicht mehr fliegend gestartet, sondern wie zu Beginn des Rennens stehend. Das gilt für Grands Prix auf nasser und auf trockener Strecke.

Ferrari Formula One driver Fernando Alonso of Spain (L) follows a safety car during the Hungarian F1 Grand Prix at the Hungaroring circuit, near Budapest July 27, 2014. REUTERS/Laszlo Balogh (HUNGARY  - Tags: SPORT MOTORSPORT SPORT MOTORSPORT F1)

Fliegende Starts hinter dem Safety Car gehören der Vergangenheit an. Bild: LASZLO BALOGH/REUTERS

Nach Rekordjahr wieder 20 GPs

Nach der Rekordsaison mit 21 Rennen umfasst der aktuelle Formel-1-Kalender wieder 20 Stationen. Der Grand Prix von Deutschland entfällt.

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Sieben von 20 Rennen finden in Europa statt.

Zwischen 2008 und 2014 fand der Grosse Preis von Deutschland alternierend in Hockenheim und Nürburg statt. 2015 mussten die Organisatoren auf dem Nürburgring ein erstes Mal aus finanziellen Gründen kapitulieren. Die Geldknappheit rund um die Traditionsstrecke in der Eifel führte zum Verzicht auf die Austragung in diesem Jahr. Weil auch die Betreiber des Hockenheimrings mit (dem damaligen) Promoter Bernie Ecclestone keine Einigung erzielten, war die Absage des Grand Prix von Deutschland die logische Folge.

Mit Ausnahme von Hockenheim sind die Austragungsorte die gleichen geblieben wie im Vorjahr. Eine Änderung gab es trotzdem. Das Rennen in Baku, wo die Formel 1 im vergangenen Juni zum ersten Mal Station gemacht hat, wird nicht mehr als Grand Prix von Europa, sondern als Grosser Preis von Aserbaidschan ausgetragen. (pre/sda)

Die Mehrfach-Weltmeister der Formel 1

Unvergessene Formel-1-Geschichten

01.05.1994: Sennas tödlicher Unfall in Imola: «Als hätte man Jesus live ans Kreuz genagelt»

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14.03.1993: J.J. Lehto rast im ersten Formel-1-Rennen von Sauber gleich in die Punkte – es kommen aber auch nur fünf Fahrer ins Ziel

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14.09.2008: Vettel wird im unterlegenen Toro Rosso der jüngste GP-Sieger aller Zeiten – weil sein Team «Eier hatte»

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01.08.1976: Niki Lauda überlebt die 800 Grad heisse Feuerhölle und kehrt sagenhafte 42 Tage später wie durch ein Wunder zurück

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02.11.2008: In der Ferrari-Box feiern sie schon Massas Titel – doch Hamilton crasht die Party und wird jüngster Champ aller Zeiten 

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07.04.1968: Teufelskerl Jim Clark stirbt in Hockenheim als Nichtraucher wegen Tabak

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21.03.1960: Zu Sennas Geburtstag: 17 Fakten über «den Magischen» und wohl besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten

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11.06.1955: Die grösste Katastrophe des Motorsportes beendet auch die goldene Ära der Auto- und Töffrennen in der Schweiz

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    Alle Leser-Kommentare
  • Raffaele Merminod 23.03.2017 06:23
    Highlight Highlight Seit 1978 verfolge ich die F1 und immer musste man sie einbremsen, also langsamer machen weil sie sonst bald fliegen würden. Jetzt macht man sie lauter und schneller ...
    Ich hoffe dass dadurch nicht wieder eine Grenze überschritten wurde und es zu schweren Unfällen kommen wird.
    Niemand will 1994 wieder erleben.
    • Päsu 23.03.2017 12:34
      Highlight Highlight Niemand will tödliche Unfälle in der F1 sehen. Ich finde es aber gut, dass versucht wird mehr Spannung in die Rennen zu bringen. Nur so nebenbei, es sind auch nach 1994 Menschen in der F1 gestorben.
    • Raffaele Merminod 24.03.2017 07:41
      Highlight Highlight @Päsu: Die F1 wird nicht spannender wenn sie lauter ist. Zudem wird sich noch zeigen, ob es wirklich spannender wird oder nur einfach schneller? Das Problem, nicht überholen zu können weil kein Windschatten mehr da ist, hat sich ja nicht verändert.
    • Päsu 24.03.2017 08:47
      Highlight Highlight Das es nicht spannender wird wegen der Lautstärke ist schon wahr. Aber der Sound der letzten Jahre war halt schon beschissen. Von daher sicher trotzdem eine Verbesserung! Naja, schneller ist doch besser, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • braunovic 23.03.2017 05:47
    Highlight Highlight bin gespannt. vielleicht gucke ich mir wieder ein Rennen an nach x jahren. Ich vermisse immer noch die V10 Zeiten und Mika Häkkinen der beste F1 Fahrer 😊
    • Päsu 23.03.2017 12:35
      Highlight Highlight Die Duelle zwischen Schumi/Häkkinen sind halt einfach Legendär :-)
  • SolidSnake 22.03.2017 16:22
    Highlight Highlight Omg....es gibt nun mehere stehende Starts in einem Rennen....Wuhuu!
  • saukaibli 22.03.2017 13:57
    Highlight Highlight Na toll, nun spielt die Aerodynamik eine viel grössere Rolle, d.h. es wird noch schwieriger nah hinter dem Vordermann herzufahren, was das Überholen erschweren wird. Ich befürchte, dass auch die F1-Saison 2017 wieder mehrheitlich zum Gähnen wird. Zum Glück gibt's ja noch MotoGP, da sieht man sicher wieder richtig geile Rennaction.
  • michel. 22.03.2017 12:03
    Highlight Highlight Punkt 9 stimmt so nicht ganz:
    Gemäss der offiziellen Homepage der Formel 1 trifft diese Regelung nur ein, wenn der Start aufgrund von starkem Regen hinter dem Safety Car gestartet werden muss. Nachdem ein paar Runden auf der nassen Strecke hinter dem SC gefahren wurden, wird nicht fliegend sondern stehend gestartet.
    http://f1.com/2nARQ51

    Gemäss dem Magazin Spox soll nach einem Plan von Force India das Rennen sogar nach jeder SC-Phase komplett neu aufgenommen werden. Dies ist aber noch nicht in der Saison 2017 der Fall.
    http://bit.ly/2ms9EQa

Todt schaute mit Schumacher den Hockenheim-GP: «Kommunikation ist nicht mehr dieselbe»

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