«War ein Problem, wenn ich schneller als Max war»: So hart war es für Perez bei Red Bull
Nach einem Jahr ohne Cockpit ist Sergio Perez zurück in der Formel 1 und möchte das neue Team Cadillac an die Spitze führen. Vor seiner unfreiwilligen Auszeit fuhr der Mexikaner für vier Saisons bei Red Bull – trotz einiger Erfolge sagt der 35-Jährige im Podcast «Cracks» über die Zeit beim österreichischen Rennstall: «Ich war im besten Team, aber es war kompliziert, weil es der schlimmste Job in der Formel 1 ist, Max' Teamkollege bei Red Bull zu sein.»
Stets stand Perez im Schatten des vierfachen Weltmeisters Max Verstappen. Zwar gewann «Checo» insgesamt fünf Grand Prix als Red-Bull-Fahrer – dies sorgte bei seinem Team aber nicht nur für Begeisterung. «Bei Red Bull war alles immer ein Problem: Wenn ich schneller war als Max, war es ein Problem, weil es ein angespanntes Umfeld schuf. Und wenn ich langsamer war, war es auch ein Problem», erklärte Perez.
Dass sich bei Red Bull hauptsächlich alles um Verstappen drehen werde, wurde Perez schon bei den ersten Gesprächen klargemacht. «Hör zu, wir fahren mit zwei Autos, weil wir mit zwei Autos fahren müssen – aber dieses Projekt wurde für Max ins Leben gerufen», habe man ihm gesagt.
Die Enttäuschung bei Perez war nach der Vertragsauflösung trotzdem riesig. «Aber tief in mir wusste ich, dass es das Beste war, was mir passieren konnte», stellte der Mexikaner klar. Seit seinem Abgang konnte sich kein Fahrer neben Verstappen behaupten.
Liam Lawson wurde bereits kurz nach dem Saisonstart wieder zum Schwesterteam Racing Bulls geschickt und durch Yuki Tsunoda ersetzt, welcher aber in diesem Jahr kein Cockpit mehr hat. Zukünftig wird der Franzose Isack Hadjar im zweiten Red Bull um die Punkte fahren. Bereits zum siebten Mal erhält Verstappen somit einen neuen Teamkollegen. (riz)
