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Thailand's players applaude in front of their supporters after the Women's World Cup Group F soccer match between Sweden and Thailand at the Stade de Nice in Nice, France, Sunday, June 16, 2019. Sweden defeated Thailand by 5-1. (AP Photo/Claude Paris)

Thailands Nationalteam bedankt sich nach der Niederlage gegen Schweden bei den Fans. Bild: AP/AP

Warum diese Thailänderinnen trotz einer 1:5-Niederlage vor Freude weinen



Viel Grund zur Freude hatten Thailands Fussballerinnen an der Weltmeisterschaft in Frankreich bislang eigentlich nicht. Nach zwei Spielen stehen sie mit null Punkten und einem Torverhältnis von –17 da. Im Startspiel gab es die historische 0:13-Niederlage gegen die Stars aus den USA.

epa07642204 Players of Thailand applaud fans after the FIFA Women's World Cup 2019 preliminary round match between USA and Thailand in Reims, France, 11 June 2019. USA won 13-0.  EPA/TOLGA BOZOGLU

Nach der Niederlage gegen die US-Frauen flossen bei einigen Spielerinnen Thailands die Tränen. Bild: EPA/EPA

Am Sonntagabend gab es die nächste Niederlage. Ein 1:5 gegen Schweden. Und dennoch jubelten die Asiatinnen dieses Mal. Aus diesem Grund:

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Das 1:4 von Thailand gegen Schweden. Video: streamable

Kanjana Sung-ngoen erzielt den ersten Treffer für Thailand an diesem Turnier. Ein ganzes Land jubelt, insbesondere aber eine Frau in einer weissen Jacke an der Seitenlinie. Sie nimmt Trainerin Nuengruethai Sathongwien in die Arme und wischt sich die Tränen aus den Augen.

Diese Frau ist Nualphan Lamsam. Sie ist der Grund, warum dieses thailändische Team überhaupt an der WM ist. Lamsam, die, wie die «New York Times» schreibt, vom Team nur «Madam Pang» genannt wird, ist die Hauptinvestorin der Nationalmannschaft.

Die 53-Jährige ist Vorsitzende einer der grössten Versicherungsgesellschaften Thailands und Geschäftsführerin bei einem Team in der nationalen Fussball-Männerliga. Sie hat dafür gesorgt, dass die Nationalspielerinnen bei der eigenen Firma angestellt sind und so Berufsleben und Fussball vereinbaren können. Lamsam war es auch, die das Team dazu brachte, sich nach der 0:13-Klatsche doch noch bei den Fans im Stadion zu bedanken.

Während der Saison erhalten die Spielerinnen einen normalen Lohn. Wenn es mal länger keine Trainings oder Spiele gebe, arbeiten sie dafür als Versicherungsvertreterinnen der Firma, wie ein Firmensprecher gegenüber der «New York Times» erklärt. Jetzt, während den Weltmeisterschaften, habe «Madam Pang» die Boni gar verdoppelt.

«Die finanzielle Unterstützung ist grossartig und für die Frauen extrem nett», sagt Miranda Nild, die in den USA aufgewachsen ist und studiert, aber für Thailand spielt.

Lamsam hat dem thailändischen (Frauen-)Fussball schon viel gegeben. Und sie freut sich ganz offensichtlich riesig, dass auch etwas zurückkommt. Und wenn es nur ein einziges Tor ist. (abu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Reginnga 19.06.2019 09:06
    Highlight Highlight Wer von euch hat auch immer Langsam statt Lamsan gelesen? 😂😂😂
  • Therealmonti 18.06.2019 16:11
    Highlight Highlight Habe alle drei Spiele der Thailänderinnen gesehen. War angewidert nach der Mega-Pleite gegen die USA. Nicht wegen der 13 Gegentore, sondern wegen der Art, wie die vor allem körperlich hoch überlegenen Ami-Frauen ihre Treffer feierten und auch noch das 13. Goal bejubelten, wie wenn sie soeben die WM gewonnen hätten. Die reinste Demütigung für die bedauernswerten Thais. Die Schwedinnen zeigten doch viel mehr Klasse. Beim Goal der Thai-Girls habe ich auch ein paar Freudentränen verdrückt. Einfach rührend, wie sich diese jungen Frauen, der ganze Staff uns wohl ganz Thailand freuten.
    • Walter Sobchak 18.06.2019 21:00
      Highlight Highlight Was hat das Verhalten der Amerikanerinnen mit widerlich zu tun? Die Thais treten in der gleichen Klasse an, also muss man auch damit umgehen können hoch zu verlieren. Was können die Amis dafür dass die Thais körperlich so unterlegen sind?

      Und ich weiss, du hast es vor allem aufs. Jubeln bezogen. Aber was sollen sie machen? Weinen? Die Thais trösten? Oder etwa aufhören Tore zu schiessen? Come on...
    • 00892-B 19.06.2019 09:04
      Highlight Highlight Ich glaube was Therealmonti meint ist der Überschwang. Wenn man zurückdenkt wie bspw. Deutschland gegen Brasilien seine letzten Tore bejubelt hat ist das schon etwas anderes.
  • Ohmann94 18.06.2019 15:50
    Highlight Highlight Wieso die leeren Ränge? Gab es nicht mal die Forderung nach höheren Preisgeldern? Das scheint ja aber eine äußerst utopische Idee zu sein, wenn man in halb leeren Stadien spielt und nicht mal annähernd auf das Marketingpotenzial des Männerfussballs kommt.
    • Schreiberling 18.06.2019 16:59
      Highlight Highlight Ein einziges Spiel als Referenz zu nehmen reicht nicht. Bei Frankreich ist die Hütte immer voll. Deutschland zieht die Menschen auch an. Und fürs holländische Team reisten über 10‘000 Fans nach Frankreich.
  • Chris Olive 18.06.2019 15:16
    Highlight Highlight Ich habe den Match gesehen und die Szene mit Nalpham Lamsam hat mich sehr berührt.

    Mit diesem Tor wurde hoffentlich ein wichtiges Zeichen im Heimatland gesetzt.
    • Lörrlee 18.06.2019 17:17
      Highlight Highlight In asiatischen Kulturen ist das Endergebnis meistens zentraler, sprich die Niederlage wird wohl überwiegen. Auch wenn es erfreulich ist, dass sie doch noch ein Tor geschossen haben, wird in der Heimat wohl eher der Finger darauf gelegt, wie hoch und oft sie verloren haben.
      Vielleicht besteht ja eine minimale Chance, dass Frauen in Thailand durch diese WM mehr Chancen erhalten um dauerhaft Fussball als Job trainieren dürfen, statt dass sie nur halbe-halbe machen dürfen, aber ich realistisch gesehen wird dies wohl eher eine kleine Chance sein.

      Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt

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