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Schweizer Cup: St.Gallen gewinnt knapp gegen den FC Basel

Der Torschuetze Carlo Boukhalfa (SG), vorne, jubelt mit der Eckfahne in der Hand nach dem Tor zum 2:1 bei dem Viertelfinal des Schweizer Cup Fussballspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel am ...
Siegtorschütze Carlo Boukhalfa jubelt mit seinen Mitspielern und der Eckfahne.Bild: keystone

Basel verpasst die Titelverteidigung: St.Gallen steht im Halbfinal + Luzern blamiert sich

04.02.2026, 19:1504.02.2026, 23:14

St.Gallen – FC Basel

St. Gallen gewinnt dank eines Last-Minute-Treffers im Cup-Viertelfinal 2:1 gegen den FC Basel, der damit auch das dritte Spiel unter dem neuen Trainer Stephan Lichtsteiner verliert.

In St. Gallen lief bereits die Nachspielzeit. So manch einer der über 16'000 Fans im Stadion dürfte sich bereits mit der Verlängerung abgefunden haben. Doch in der 93. Minute belohnte Carlo Boukhalfa die Gastgeber doch noch innerhalb der regulären Spielzeit für eine starke Partie. Der 26-Jährige stand mit einer Balleroberung am Anfang der Aktion und schloss sie mit einem Flachschuss innerhalb des Basler Strafraums mit dem 2:1 ab.

Dabei hatte die Statistik eigentlich gegen die Ostschweizer gesprochen. Von bisher sieben Cup-Duellen hatte Basel sechs gewonnen – der einzige St. Galler Sieg datierte vom 21. Januar 1945, als sich der FCSG mit 3:0 durchsetzte.

Der zweite St. Galler Sieg im Cup gegen Basel fiel 81 Jahre später also weniger klar aus. Ein sehr spätes und ein sehr frühes Tor, das Aliou Baldé schon nach 52 Sekunden erzielte, sorgten für den Unterschied gegen Basler, die in der ersten Halbzeit nicht richtig zur Entfaltung kamen. St. Gallen blieb nach dem 1:0 souverän, war stark in den Zweikämpfen und hatte da schon Möglichkeiten für einen weiteren Treffer.

Sherdan Shaqiri (FCB), links, und Trainer Stephan Lichtsteiner (FCB), rechts, gestikulieren nach dem Spiel Richtung Basler Fans nach dem Viertelfinal des Schweizer Cup Fussballspiel zwischen dem FC St ...
Xherdan Shaqiri diskutiert nach der Niederlage mit den mitgereisten Fans.Bild: keystone

Nach der Pause waren es dann die Basler, die stärker aus der Kabine kamen. Sie realisierten durch den 18-jährigen Joker Giacomo Koloto das 1:1, ehe die St. Galler wieder das Spieldiktat übernahmen. Das Team von Enrico Maassen erspielte sich nach dem Ausgleich Chance um Chance, besonders in den letzten 15 Minuten. Die Niederlage der Basler war schliesslich die logische Konsequenz.

«Es war ein 50/50-Match. Schlussendlich haben sie das entscheidende Tor geschossen. Mit dem müssen wir leben. Wir müssen so schnell wie möglich wieder auf die Erfolgsstrasse zurückfinden.»
Xherdan Shaqiri nach der Partie gegenüber SRF.

Während für den Basler Doublegewinner der letzten Saison nach der dritten bitteren Niederlage innerhalb einer Woche ein Titel in weite Ferne gerückt ist, dürfen die Ostschweizer weiter hoffen. Die Revanche für den verlorenen Cup-Viertelfinal von vor drei Jahren ist schon mal geglückt.

St. Gallen - Basel 2:1 (1:0)
SR Fähndrich.
Tore: 1. (0:52) Baldé 1:0. 65. Koloto 1:1. 93. Boukhalfa 2:1.
St. Gallen: Watkowiak; Gaal, Stanic, Okoroji; Vandermersch, Görtler, Daschner, Boukhalfa, Witzig; Vogt (64. Besio), Baldé (95. Efekele).
Basel: Salvi; Rüegg, Daniliuc, Vouilloz, Vouilloz, Schmid; Leroy, Bacanin (57. Kacuri); Duranville (77. Agbonifo), Shaqiri, Traoré, Ajeti (46. Koloto).
Verwarnungen: 16. Stanic. 45. Görtler. 51. Rüegg. 55. Gaal. 87. Koloto.

Stade-Lausanne Ouchy – FC Luzern 2:1

Stade Lausanne-Ouchy steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Halbfinal des Schweizer Cups. Die Waadtländer aus der Challenge League setzen sich gegen den formschwachen Super-League-Klub Luzern mit 2:1 durch.

Von einem Klassenunterschied konnte über die gesamte Spielzeit keine Rede sein. Auf der schlecht gefüllten Pontaise zeigten die Luzerner erst nach der Pause und mit dem Rücken zur Wand eine gewisse Dominanz, die sich ganz zum Schluss zum Powerplay steigerte. Mehr als der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Lucas Ferreira in der 87. Minute sprang aber nicht heraus. Die letzte grosse Ausgleichsmöglichkeit von Lars Villiger vereitelte Lausannes Keeper Dany Da Silva in der siebenminütigen Nachspielzeit.

Der Oberklassige, der in der Super League gerademal zwei seiner letzten 15 Spiele gewonnen hat, bezahlte letztlich für eine katastrophale erste Halbzeit, in der er sich einen 0:2-Rückstand einhandelte. Nach etwas mehr als drei Minuten verwertete SLO einen Eckball durch den französischen Innenverteidiger Théo Barbet. In der 17. Minute doppelte Keasse Bah mit einem für FCL-Goalie Pascal Loretz eigentlich haltbaren Schuss nach.

Stade Lausanne-Ouchy verdiente sich die vorentscheidende Führung mit einer abgeklärten und entschlossenen Leistung gegen 45 Minuten lang unerklärlich mutlos agierende Luzerner. Der Vierte der Challenge League folgte damit dem Kantons- und Ligarivalen Yverdon, der am Vortag Neuchâtel Xamax bezwungen hatte, in den Halbfinal des Schweizer Cups.

Stade Lausanne-Ouchy - Luzern 2:1 (2:0)
1300 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 4. Barbet 1:0. 17. Bah 2:0. 87. Ferreira 2:1.
Stade Lausanne-Ouchy: Da Silva; Kaloga, Malula, Barbet, Conus (83. Lukembila); Tritten, Lusuena (90. Akichi), Nkama (90. Fargues); Bah (67. Garcia), Sartoretti (83. Socka Bongué), Nomel.
Luzern: Loretz; Dorn, Knezevic (23. Bajrami), Bung Freimann, Ciganiks; Winkler (23. Ferreira), Abe, Owusu (60. von Moos); Di Giusto; Kabwit (69. Villiger), Grbic (60. Vasovic).
Verwarnungen: 44. Ciganiks. 91. Freimann.

Zu diesen Partien kommt es im Halbfinal:

Die Halbfinals finden am 18. und 19. April statt. Die Auslosung hat folgende Duelle ergeben:

  • Stade Lausanne-Ouchy – Grasshopper Club Zürich
  • Yverdon Sport – FC St.Gallen
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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fandustic
04.02.2026 22:15registriert Juni 2021
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Magnin auch geschafft hätte….also alle 3 „Schlüsselspiele“ zu verlieren. Keine Ahnung weshalb man ihm diese Spiele nicht noch liess und dann abgerechnet hätte. Anfangs Februar ist die Saison bereits im Ar***. Stark!
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el cóndor terminado
04.02.2026 22:18registriert Juni 2021
Wie lange wohl Lichtsteiner noch an der Seitenlinie stehen darf?
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ChatGPT
04.02.2026 20:49registriert November 2025
Was Basel in den ersten 30 Minuten gespielt hat kann mit Arbeitsverweigerung gleichgesetzt werden.
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