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epa07910125 Iranian women cheer during the FIFIA World Cup qualification match between Iran and Cambodia, at the Azadi stadium in Tehran, Iran 10 October 2019. Media reported that thousands of Iranian women are set to watch a men's FIFA Asian World Cup qualifier in a stadium for the first time in 40 years. FIFA president Gianni Infantino on 19 September 2019 released a statement calling for women to be allowed into football stadiums in Iran. The statement added that the situation is 'unacceptable' and that FIFA is expecting positive developments from the Iranian Football Federation (FFIRI) and Iranian authorities starting by the next Iran home match in October 2019. Iran has barred women from attending sports stadiums after its 1979 Islamic Revolution.  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Die Frauen im Persepolis-Fanblock sorgten für viel Stimmung. Bild: EPA

4000 feiern ausgelassen – Irans Frauen dürfen nach 40 Jahren endlich ins Fussball-Stadion



Zum ersten Mal nach fast 40 Jahren haben Frauen im Iran ungehinderten Zutritt in ein Fussball-Stadion erhalten. Für das WM-Qualifikationsspiel gegen Kambodscha von heute kamen Medienberichten zufolge zwischen 3500 und 4000 Frauen erstmals mit einem frei zu kaufenden Ticket ins Asadi Stadion in Teheran.

Es war eine klare Angelegenheit:

Für die Iranerinnen geht es um mehr als nur Fussball. Für sie ist es ein grosser Erfolg in ihrem jahrzehntelangen Kampf gegen die strengen islamischen Vorschriften des erzkonservativen Klerus und gegen ihre Diskriminierung im Land. Schon vier Stunden vor dem Spiel kamen die Frauen mit Iran-Flaggen umhüllt und «Victory»-Zeichen im Asadi Sportkomplex an. Einige von ihnen weinten gar vor Glück.

Unter dem Hashtag «Komm mit mir ins Stadion» reflektierten sie mit Bildern und Videos ihren ersten Stadionbesuch – und den damit verbundenen historischen Tabu-Bruch. Zu diesem Erfolg trug auch die FIFA bei. Der Weltfussballverband hatte mit einem Ausschluss des Irans von der WM 2022 im Nachbarland Katar gedroht, falls Frauen der Eintritt weiterhin verboten wird.

Für die Frauen hatte das Sportministerium vier separate Tribünen mit einer Kapazität von ungefähr 4000 Sitzen errichtet. Zudem wurden speziell für die Frauen weibliche Polizisten, Notärzte und Stadionführer eingesetzt. Die den Frauen vorbehaltenen Tickets waren in kürzester Zeit ausverkauft. Daher fordern die Frauen für die nächsten Spiele zumindest zwei weitere Tribünen und ein höheres Ticket-Kontingent.

Für Kritik sorgten die extra für das Spiel umgebauten Zäune, die die vier Frauentribünen von denen der Männer trennen sollten. «Wollt ihr uns etwa in einen Käfig sperren, um uns vor den Männern zu schützen?», protestierte eine Iranerin auf Twitter. Ausserdem fordern die Frauen vom Sportministerium Familien- und nicht nur für sie bestimmte Tribünen, damit auch ihre Ehemänner und Söhne sie begleiten können. (pre/sda)

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