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Schweizer Nati: Behrami verletzt, Freuler, Zakaria und Frei könnten ihn ersetzen

epa05626769 Switzerland's national soccer team with trainer Vladimir Petkovic, right, and Valon Behrami, left, during a training session in Lugano, Switzerland, on Friday, November 11, 2016. Swit ...
Da lachten sie noch gemeinsam, nun muss Coach Petkovic entscheiden, wer statt Behrami spielt.Bild: EPA/TI-PRESS

1, 2 oder 3 – wer soll den verletzten Nati-Fighter Behrami ersetzen?

Das Valon-Behrami-Casting läuft, Natitrainer Vladimir Petkovic prüft die Varianten. Akteure aus der Serie A und der Bundesliga besitzen die Chance, seinen Platz zu erben: Remo Freuler, Denis Zakaria und Fabian Frei.
05.10.2017, 17:42
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Aus sportlicher Sicht rückt die Begegnung mit Ungarn am Samstag in den Fokus, angesichts des offensichtlichen Qualitätsunterschieds zum abgestürzten Achtelfinalisten der letzten EM sind andere Themen aber drängender. Im Zentrum steht vor allem eine Frage: Wer ersetzt den verletzten Team-Patron Behrami? Nicht nur im WM-Qualifikations-Heimspiel gegen die Osteuropäer, sondern vor allem in der Gruppen-Finalissima gegen Portugal am Dienstag in Lissabon.

Vladimir Petkovic hat verschiedene Szenarien und Namen im Kopf. Der Coach wird seine Personalentscheide nicht nur von seiner Intuition und den Beobachtungen der letzten Trainingstage abhängig machen, die Einschätzung von Granit Xhaka dürfte für ihn ebenfalls von Interesse sein. Der Skipper im defensiven Aufbaubereich ist auf einen robusten Partner angewiesen, der bereit ist, im Schatten des Passkönigs Schwerarbeit zu verrichten.

Sollte der Schweizer Coach an seinem erprobten 4-2-3-1-System mit Blerim Dzemaili als Regisseur festhalten, kämen drei Kandidaten in Frage: Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach), EM-Teilnehmer und bei der Borussia mit viel Drive gestartet, Remo Freuler (Atalanta Bergamo), in der letzten Saison eine Serie-A-Entdeckung, und Fabian Frei (Mainz), fünffacher Schweizer Meister und Bundesliga-Stammkraft.

Für Freuler, inzwischen seit 20 Monaten in Bergamo engagiert, spricht das bereits sehr lang anhaltende Formhoch. Mit seiner Konstanz im oberen italienischen Segment hat er sich für wichtigere SFV-Aufgaben aufgedrängt und sagt: «Ich musste viel investieren, um dieses Level zu erreichen.» In der WM-Kampagne vertraute ihm Petkovic bisher einmal von Beginn weg.

Swiss Remo Freuler, left, fights for the ball against Andorra's Cristian Martinez, right, during the 2018 Fifa World Cup Russia group B qualification soccer match between Switzerland and Andorra  ...
Freuler in der Regenschlacht gegen Andorra.Bild: KEYSTONE

Je nach Verlauf der Partie am Samstag im St.Jakob-Park könnte Zakaria drei Tage später zum Zug kommen. Die Geschichte wäre dann in seinem Fall mit jener von Xhaka zu vergleichen. Der Arsenal-Profi gehörte 2011 unter Ottmar Hitzfeld ausgerechnet in Wembley im Teenager-Alter erstmals zur Startelf. Zählt nun auch der 20-jährige Zakaria zu einem kursweisenden Zeitpunkt erstmals zur Startformation?

Die deutschen Kommentatoren sind sich nach ein paar Wochen einig: «Ein Sechser-Wunder.» Er sprühe wie die Funken einer Wunderkerze, philosophierte die «Rheinische Post». Zakaria bleibt nach erst sechs Bundesliga-Einsätzen lieber leise und selbstkritisch. Er verliere noch zu viele Bälle und sei zu ungestüm. «Trotzdem will ich irgendwann bereit sein, den nächsten Step zu machen. Es liegt auch an mir, wie weit der Weg ist», erklärte er im September in einem SDA-Interview im Zusammenhang mit seinen Plänen in der Nationalmannschaft.

Dortmund's Lukasz Piszczek, right, and Gladbach's Denis Zakaria vie for the ball during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and Borussia Moenchengladbach in the Sign ...
Zakaria im Duell der beiden Borussia: Er erobert die Bundesliga gerade im Sturm.Bild: AP/dpa

Eher unwahrscheinlich ist eine Nominierung von Frei. In der SFV-Auswahl kam der frühere Basler Taktgeber nie richtig auf Touren. Das Aufgebot für die EM-Endrunde war eine Überraschung, beinhaltete aber keine Statusänderung. Der kluge Kopf aus Mainz bleibt ein überdurchschnittlicher Backup.

Sollte Petkovic beabsichtigen, den Ausfall Behramis mit einer Umstellung der taktischen Formation aufzufangen, reicht die Fantasie von einem 4-1-4-1 bis zum klassischen 4-4-2. Das nachträgliche Aufgebot von Mario Gavranovic ist zumindest als minimaler Anhaltspunkt für diese Theorie zu interpretieren. Nach acht Siegen in Serie sind nach der Absage eines wichtigen Akteurs allerdings keine fundamentalen Umbauarbeiten angezeigt. (ram/sda)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sir Konterbier
05.10.2017 18:41registriert April 2017
Ich persönlich würde sehr sehr gerne die Doppelsechs "Xhakaria" (gerngeschehen Blick) spielen sehen. Will die Schweiz den vielbeschworenen Exploit erreichen führt für mich an dem kein Weg vorbei. Die anderen 2 sind zwar stabil aber Zakaria hat irgendwie dieses gewisse Etwas, was einem träumen lässt.
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