Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05626769 Switzerland's national soccer team with trainer Vladimir Petkovic, right, and Valon Behrami, left, during a training session in Lugano, Switzerland, on Friday, November 11, 2016. Switzerland is scheduled to play a 2018 Fifa World Cup Russia group B qualification soccer match against Faroe Islands on Sunday, November 13, 2016.  EPA/SAMUEL GOLAY

Da lachten sie noch gemeinsam, nun muss Coach Petkovic entscheiden, wer statt Behrami spielt. Bild: EPA/TI-PRESS

1, 2 oder 3 – wer soll den verletzten Nati-Fighter Behrami ersetzen?

Das Valon-Behrami-Casting läuft, Natitrainer Vladimir Petkovic prüft die Varianten. Akteure aus der Serie A und der Bundesliga besitzen die Chance, seinen Platz zu erben: Remo Freuler, Denis Zakaria und Fabian Frei.



Aus sportlicher Sicht rückt die Begegnung mit Ungarn am Samstag in den Fokus, angesichts des offensichtlichen Qualitätsunterschieds zum abgestürzten Achtelfinalisten der letzten EM sind andere Themen aber drängender. Im Zentrum steht vor allem eine Frage: Wer ersetzt den verletzten Team-Patron Behrami? Nicht nur im WM-Qualifikations-Heimspiel gegen die Osteuropäer, sondern vor allem in der Gruppen-Finalissima gegen Portugal am Dienstag in Lissabon.

Vladimir Petkovic hat verschiedene Szenarien und Namen im Kopf. Der Coach wird seine Personalentscheide nicht nur von seiner Intuition und den Beobachtungen der letzten Trainingstage abhängig machen, die Einschätzung von Granit Xhaka dürfte für ihn ebenfalls von Interesse sein. Der Skipper im defensiven Aufbaubereich ist auf einen robusten Partner angewiesen, der bereit ist, im Schatten des Passkönigs Schwerarbeit zu verrichten.

Sollte der Schweizer Coach an seinem erprobten 4-2-3-1-System mit Blerim Dzemaili als Regisseur festhalten, kämen drei Kandidaten in Frage: Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach), EM-Teilnehmer und bei der Borussia mit viel Drive gestartet, Remo Freuler (Atalanta Bergamo), in der letzten Saison eine Serie-A-Entdeckung, und Fabian Frei (Mainz), fünffacher Schweizer Meister und Bundesliga-Stammkraft.

Für Freuler, inzwischen seit 20 Monaten in Bergamo engagiert, spricht das bereits sehr lang anhaltende Formhoch. Mit seiner Konstanz im oberen italienischen Segment hat er sich für wichtigere SFV-Aufgaben aufgedrängt und sagt: «Ich musste viel investieren, um dieses Level zu erreichen.» In der WM-Kampagne vertraute ihm Petkovic bisher einmal von Beginn weg.

Swiss Remo Freuler, left, fights for the ball against  Andorra's Cristian Martinez, right, during the 2018 Fifa World Cup Russia group B qualification soccer match between Switzerland and Andorra at the kybunpark stadium in St. Gallen Switzerland, on Thursday, August 31, 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Freuler in der Regenschlacht gegen Andorra. Bild: KEYSTONE

Je nach Verlauf der Partie am Samstag im St.Jakob-Park könnte Zakaria drei Tage später zum Zug kommen. Die Geschichte wäre dann in seinem Fall mit jener von Xhaka zu vergleichen. Der Arsenal-Profi gehörte 2011 unter Ottmar Hitzfeld ausgerechnet in Wembley im Teenager-Alter erstmals zur Startelf. Zählt nun auch der 20-jährige Zakaria zu einem kursweisenden Zeitpunkt erstmals zur Startformation?

Die deutschen Kommentatoren sind sich nach ein paar Wochen einig: «Ein Sechser-Wunder.» Er sprühe wie die Funken einer Wunderkerze, philosophierte die «Rheinische Post». Zakaria bleibt nach erst sechs Bundesliga-Einsätzen lieber leise und selbstkritisch. Er verliere noch zu viele Bälle und sei zu ungestüm. «Trotzdem will ich irgendwann bereit sein, den nächsten Step zu machen. Es liegt auch an mir, wie weit der Weg ist», erklärte er im September in einem SDA-Interview im Zusammenhang mit seinen Plänen in der Nationalmannschaft.

Dortmund's Lukasz Piszczek, right, and Gladbach's Denis Zakaria vie for the ball during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and Borussia Moenchengladbach in the Signal Iduna Park stadium in Dortmund, Germany, Saturday,  Sept. 23, 2017. (Bernd Thissen/dpa via AP)

Zakaria im Duell der beiden Borussia: Er erobert die Bundesliga gerade im Sturm. Bild: AP/dpa

Eher unwahrscheinlich ist eine Nominierung von Frei. In der SFV-Auswahl kam der frühere Basler Taktgeber nie richtig auf Touren. Das Aufgebot für die EM-Endrunde war eine Überraschung, beinhaltete aber keine Statusänderung. Der kluge Kopf aus Mainz bleibt ein überdurchschnittlicher Backup.

Sollte Petkovic beabsichtigen, den Ausfall Behramis mit einer Umstellung der taktischen Formation aufzufangen, reicht die Fantasie von einem 4-1-4-1 bis zum klassischen 4-4-2. Das nachträgliche Aufgebot von Mario Gavranovic ist zumindest als minimaler Anhaltspunkt für diese Theorie zu interpretieren. Nach acht Siegen in Serie sind nach der Absage eines wichtigen Akteurs allerdings keine fundamentalen Umbauarbeiten angezeigt. (ram/sda)

Mit dieser Technologie können Blinde das Internet ertasten:

Video: srf

Diese Nationen haben sich für die WM 2018 qualifiziert

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

Link zum Artikel

27 zeitlose Klassiker: Die  schönsten Tore der Schweizer Nati

Link zum Artikel

Wie die Schweiz sich für die Fussball-WM 1998 bewarb – und total blamierte

Link zum Artikel

11.07.1966: Die «Nacht von Sheffield», der grösste Skandal der Schweizer Fussballgeschichte

Link zum Artikel

28.03.2001: Alex Frei macht Kubilay Türkyilmaz vergessen und sorgt dafür, dass Andy Egli einfach mal die Klappe halten muss

Link zum Artikel

12.10.2012: Ottmar Hitzfeld zeigt dem Schiedsrichter den Stinkefinger und macht sich danach mit faulen Ausflüchten lächerlich

Link zum Artikel

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

Die Nati der Vergessenen – 11 Schweizer, deren Karriere ganz anders verlief als erhofft

Link zum Artikel

24.04.1996: Das Ende der kurzen Ära von Nati-Trainer Artur Jorge beginnt ausgerechnet mit einem Sieg

Link zum Artikel

10.09.2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

Link zum Artikel

25.03.1998: Bei seinem Debüt führt Gilbert Gress die Nati gegen England fast zum Sieg – dann patzt sein Lieblingsgoalie

Link zum Artikel

Ausgerechnet gegen die Schweiz erzielt Lionel Messi seinen ersten Nati-Hattrick

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Akanjis Revier

Mein Körper ist mein Kapital – was ich alles mache, um fit zu bleiben

Als Fussballer macht mir nichts so viel Spass wie das Spiel mit dem Ball. Doch es gehört noch vieles mehr dazu, damit ich die Robustheit, das Tempo und die Form habe, meine beste Leistung abzurufen.

Mit 25 Jahren gehöre ich zwar noch lange nicht zum alten Eisen. Mir geht es zum Glück wirklich gut. Trotzdem spiele ich schon viele Jahre Fussball und ich spüre, dass in meinem Körper nicht mehr alles so ist, wie es einmal war. Deshalb arbeite ich mit Spezialisten zusammen, damit ich auf dem Platz weiterhin meine Leistung bringen kann.

Man ist sich als Spieler zwar schon früh bewusst, dass der eigene Körper das Arbeitsinstrument ist. Wie sehr man tatsächlich von einem gesunden Körper …

Artikel lesen
Link zum Artikel