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epa09405844 Argentine forward Lionel Messi gets emotional during a press conference to explain his version of the reasons for his departure from Barcelona FC in Barcelona, Spain, 08 August 2021.  FC Barcelona issued a statement on 05 August announcing Argentinian striker Lionel Messi will not extend his contract with the team due to 'economic and structural obstacles'.  EPA/ANDREU DALMAU

Lionel Messi musste sich von seinem geliebten FC Barcelona verabschieden. Bild: keystone

Warum Messi nicht einmal gratis weiter für Barcelona hätte spielen dürfen



Nach 21 Jahren Barça ist endgültig Schluss: Unter Tränen verkündete Lionel Messi gestern auf einer Pressekonferenz seinen Abgang von seinem Stammverein FC Barcelona. «Ich bin wirklich traurig, weil ich diesen Verein nicht verlassen wollte. Ich liebe Barcelona und wollte bleiben. Der Vertrag war bereit. Ich hab alles getan, um zu bleiben», schluchzte der 34-jährige Argentinier in die Mikrofone.

Die lebende Barça-Legende erklärte, er sei sogar bereit gewesen, sein Gehalt um 50 Prozent zu reduzieren. Doch warum verzichtete Messi nicht auf noch mehr Geld, wenn er so gerne in Barcelona geblieben wäre? Schliesslich hat er in seiner langen Karriere ja bereits mehr als genug verdient.

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Die Abschiedsrede von Lionel Messi. Video: YouTube/FC Barcelona

Die Antwort ist simpel: Nach spanischem Arbeitsrecht muss ein Arbeitnehmer mindestens 50 Prozent seines Gehalts aus einem früheren Engagement beziehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Finanzen nicht manipuliert werden können.

Und selbst wenn Messi, dessen alter Vertrag im Juni ausgelaufen ist, die Saison 2021/22 ohne Gehalt hätte spielen dürfen, hätte Barcelona die Gehaltsbestimmungen der spanischen Liga nicht einhalten können. Auch ohne ihren argentinischen Superstar betragen die Ausgaben für Spielerlöhne derzeit 95 Prozent der gesamten Einkünfte.

Um den Vorschriften der Liga zu entsprechen, muss dieses Verhältnis noch auf 70 Prozent gesenkt werden. Deshalb ist es gut möglich, dass Barça nicht alle seiner vier Sommerzugänge – Memphis Depay, Sergio Agüero, Eric Garcia und Emerson Royal – bei der Liga wird anmelden können.

Messi wird heute in Paris erwartet

Aber zurück zu Messi: Dem argentinischen «Zauberfloh» bleibt nun nichts anderes übrig, als den Klub seines Herzens zu verlassen. Seine nächste Karrierestation wird aller Voraussicht nach Paris St.-Germain heissen. Die Vertragsunterschrift soll nur noch eine Formsache sein, schreibt die «Equipe» heute.

Insgesamt soll Messi bei PSG in drei Jahren 120 Millionen Euro netto verdienen, was weit unter dem liegen würde, was er zuletzt beim hoch verschuldeten FC Barcelona kassiert hatte. Mit Neymar und Angel Di Maria würde er in Paris allerdings auf zwei Kumpels und mit Trainer Mauricio Pochettino auf einen argentinischen Landsmann treffen.

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In Paris kann man die Ankunft des sechsfachen Weltfussballers bereits jetzt kaum erwarten. Am Sonntagabend warteten Hunderte skandierende Fans vor dem Flughafen Le Bourget, wie ein Video der Zeitung «Le Parisien» zeigt. Messi soll noch heute Montag ankommen, um den Vertrag mit PSG zu unterschreiben. Erstmals im neuen Trikot soll der Argentinier dann im September auflaufen.

Barça-Mitglieder wollen Messi-Wechsel zu PSG verhindern

Die Barça-Fans haben sich aber noch nicht endgültig mit dem Abgang ihres Lieblings abgefunden. Der spanische Anwalt Juan Branco hat im Interesse der Mitglieder des FC Barcelona eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen den bevorstehenden Wechsel von Messi zu PSG eingereicht.

Branco argumentiert, dass PSG mit Blick auf das Financial Fairplay der UEFA noch schlechter dastehe als Barcelona, sodass ein Transfer Messis in die französische Hauptstadt nicht genehmigt werden dürfe. In seiner Beschwerde heisst es: «Das Einnahmen-Ausgaben-Verhältnis von PSG ist in Bezug auf das Financial Fairplay deutlich schlechter als das des FC Barcelona. In der Saison 2019/20 lag das Verhältnis zwischen Gehältern und Einnahmen der Pariser bei 99 Prozent, während das von Barça 54 Prozent betrug.»

Sonderlich gut scheinen die Erfolgsaussichten dieser Beschwerde jedoch nicht zu sein, zumal nicht die Europäische Kommission für die Einhaltung des Financial Fairplay zuständig ist, sondern die UEFA selbst. Zudem gelten in Frankreich nicht die gleichen Regeln wie in Spanien.

Barcelonas Präsident Joan Laporta hat immerhin die Hoffnungen genährt, dass Messi irgendwann zu seiner alten Liebe zurückkommen könnte. «Dir stehen die Türen von Barça immer offen. Danke für alles, Leo!», schrieb Laporta gestern Abend in den Sozialen Medien. «Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute.»

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Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit

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Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit
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