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epaselect epa04439012 Swiss players Xherdan Shaqiri (C) and Stephan Lichtsteiner (L) applaud supporters after the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match between Slovenia and Switzerland in Maribor, Slovenia, 09 October 2014. Slovenia won 1-0.  EPA/LAURENT GILLIERON

Shaqiri & Co. ohne Torerfolg gestern. Bild: EPA/KEYSTONE

Muss die Schweiz sich bei Platini bedanken?

Wieso die zahlreichen vergebenen Torchancen der Nati die heutige Geburtstagsparty von Shaqiri nicht völlig vermiesen werden

Die Schweiz kassiert gegen ein bescheidenes Slowenien eine höchst unnötige 0:1-Pleite und verliert auch das zweite Spiel in der EM-Qualifikation 2016.  Auch bei der verpassten EM 2012 starteten die Schweizer mit zwei Niederlagen in die Kampagne. Dank dem neuen Modus und dem nächsten Gegner gibt's aber doch noch Hoffnung auf ein Happy End.

Der neue Nationaltrainer Vladimir Petkovic kommt nach der 0:1-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Slowenien zur Erkenntnis, «dass man kein Spiel gewinnen kann, wenn man kein Tor schiesst». Und er meint weiter: «Zum Glück habt ihr alle das Spiel gesehen. Das Resultat entspricht überhaupt nicht dem Ablauf.»

epa04439070 Swiss head coach Vladimir Petkovic reacts during the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match between Slovenia and Switzerland in Maribor, Slovenia, 09 October 2014. Slovenia won 1-0.  EPA/LAURENT GILLIERON

Vladimir Petkovic hat auch schon mehr Freude ausgestrahlt. Bild: EPA/KEYSTONE

In der Tat gab es eigentlich nicht viel auszusetzen am Schweizer Spiel. Die Schweizer dominierten den Gegner, waren die besseren Spieler, kämpften vorbildlich und kamen auch zu zahlreichen Möglichkeiten, den Ball im Tor unterzubringen.

«Das Einzige, was wir besser machen müssen, ist die Chancenauswertung.»

Captain Gökhan Inler

6 gute Tor-Chancen 

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14. Minute: Xherdan Shaqiri kann sich im Strafraum durchsetzen und bringt den Ball zu seinem Kollegen. Granit Xhaka zieht aus vollem Lauf ab, trifft aber leider nur Keeper Samir Handanovic. gif: srf

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28. Minute: Mit einem Gewaltsschuss aus 20 Metern trifft Haris Seferovic nur den Aussenpfosten. gif. srf

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42. Minute: Ricardo Rodriguez zieht einfach mal ab und trifft aus rund 22 Metern beinahe in die weite Ecke.

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45. Minute: Stephan Lichtsteiner bringt den Ball flach in den Fünfmeterraum. Seferovic kann aus kürzester Distanz nicht verwerten. gif: srf

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61. Minute: Rodriguez mit einem Wahnsinnsknaller bei einem Freistoss aus 30 Metern. Der Ball fliegt in den rechten Winkel und hätte genau gepasst. Der Slowenische Schlussmann Handanovic kann sich ein weiteres Mal auszeichnen.  gif: srf

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66. Minute: Xhaka bringt das Leder butterweich vors Tor, Seferovic kann aus zwei Metern abziehen. Er bringt es fertig den Ball nicht zu versenken. gif: srf

Kein Schweizer Tag

Doch nach einer guten Stunde können die Slowenen das Spiel ausgeglichener gestalten, die SFV-Auswahl scheint irgendwie zu spüren, dass der Ball nicht den Weg ins Tor finden würde. 

Der kurz zuvor eingewechselte Steve von Bergen, der für den angeschlagen Philippe Senderos in die Partie kam, begeht schliesslich den entscheidenden Fehler, der im umstrittenen Penalty-Foul von Johan Djourou mündet. Für «Opfer» Kevin Kampl – den vermeintlich stärksten Spieler in den Reihen des Heimteams – und seine Mannschaft ist es die erste wirkliche Tor-Chance im Spiel.

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78. Minute: Die Schweizer vertändeln den Ball in der eigenen Hälfte und Johan Djourou holt Kevin Kampl im Strafraum von den Beinen.  gif: srf

Milivoje Novakovic, früher in der Bundesliga bei Köln aktiv, verwertet den anschliessenden Elfmeter souverän. Xherdan Shaqiri & Co. können auf den Gegentreffer nicht mehr reagieren. Wie übrigens auch Spanien gegen die überraschenden Slowaken. Die Schweiz ist nach zwei Spielen also immer noch punkte- und torlos. 

Klassement Gruppe E

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5. Platz für den SFV. screenshot: srf

«Das ist ein Fehlstart. Das müssen wir uns vor Augen führen. Aber wir müssen kämpfen und ruhig bleiben.»

Vladimir Petkovic

So feiert Xherdan Shaqiri heute seinen 23. Geburtstag sicher nicht so ausgiebig, wie ursprünglich geplant. Der (nicht ganz echte) SMS-Verkehr von ihm und seinen Nati-Kollegen fällt dementsprechend wahrscheinlich ebenfalls weniger euphorisch aus.

Kollege Badstuber gratuliert als Erster.

Nichtsdestotrotz sind die Durchhalteparolen der SFV-Belegschaft noch nicht zum Abschuss freigegeben. Auch dank UEFA-Präsident  Michel Platini, der aufgrund mehr (kalkulierten) Fernsehgeldern einen (völlig aufgeblähten) Modus erfunden hat, bei welchem die beiden Gruppenbesten sowie der beste Dritte der neun Gruppen sich direkt für die EM 2016 qualifizieren. Die restlichen Gruppendritten haben in Playoff-Partien sogar eine zweite Chance, sich das Ticket zu sichern.

epa04407290 UEFA President Michel Platini (L) and former Miss Switzerland Melanie Winiger during the UEFA Euro 2020 Hosts Announcement Ceremony at the Espace Hippomene in Geneva, Switzerland, 19 September 2014. Wembley Stadium in London will stage the final and both semi-finals of the Euro 2020 tournament. The UEFA Euro 2020 tournament will be held in thirteen cities in thirteen different European countries.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Ob es auch die Idee von Platini war, dass bei jedem Fussball-Event der UEFA analog zur FIFA nur die Schweizerin Melanie Winniger als Moderatorin zugelassen ist? Bild: EPA/KEYSTONE

Endlich folgt am Dienstag mit San Marino schliesslich ein Gegner, bei dem das Toreschiessen wesentlich einfacher fallen dürfte als zuvor. Die Enklave belegt den 208. und somit letzten Platz in der FIFA-Weltrangliste. 

San Marino nahm an allen Qualifikationen teil, belegte bis heuer immer den letzten Platz in ihrer Gruppe und konnte bisher noch nie gewinnen. Überhaupt gewann die Mannschaft erst ein einziges Spiel (ein 1:0-Sieg gegen Liechtenstein in einem Freundschaftsspiel 2004).

LONDON, ENGLAND - OCTOBER 08:  Captain Andy Selva talks to the media during the San Marino Press Conference at Wembley Stadium on October 8, 2014 in London, England. San Marino will play England on 9th October in a Euro 2016 Group E Qualifier.  (Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

Das ist Andy Selva, Captain und Rekordtorschütze von San Marino. Bild: Getty Images Europe

Zusammenfassend kann man also sagen: Im Gegensatz zu Vorgänger Ottmar Hitzfeld, der die Hypothek mit zwei Niederlagen in der EM-Kampagne 2012 nicht mehr gutmachen konnte, besteht dank dem neuen Modus und dem nächsten Gegner immer noch sehr gute Chancen auf ein Happy End. Oder mit den Worten von Petkovic: « Jetzt müssen wir gegen San Marino zeigen, dass wir es besser können. Zum Glück ist dieses Spiel schon in wenigen Tagen.»



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«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

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