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Jordan Torunarigha gehört zum deutschen Olympia-Aufgebot.
Jordan Torunarigha gehört zum deutschen Olympia-Aufgebot.
Bild: twitter

Rassismus-Attacke gegen deutschen Olympia-Fussballer – DFB-Elf geht geschlossen vom Platz

Der Olympia-Test der deutschen Fussballer gegen Honduras musste abgebrochen werden. Grund: Abwehrspieler Jordan Torunarigha wurde rassistisch beleidigt.
17.07.2021, 13:1917.07.2021, 15:46

Die Generalprobe der deutschen Olympia-Fussballer für die Sommerspiele in Tokio ist fünf Minuten vor Ende vorzeitig abgebrochen worden. Nach Angaben des DFB wurde Verteidiger Jordan Torunarigha in der Partie gegen Honduras von heute Samstag in Wakayama rassistisch beleidigt, die deutsche Mannschaft verliess gemeinsam beim Stand von 1:1 das Feld.

Von wem, teilte der Verband zunächst nicht mit. Der letzte Test des Teams von Auswahl-Trainer Stefan Kuntz fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Gemäss dem DFB kam die rassistische Beleidigung von einem gegnerischen Spieler.

«Ich habe die Mimik und Gestik von Jordan gesehen und bin deshalb direkt rübergelaufen. Er war kaum einzukriegen. Er hat sich furchtbar aufgeregt und gesagt, dass er wiederholt rassistisch beleidigt wurde», erklärte Kuntz später auf der Pressekonferenz zum Spiel. «Das verletzt unsere Werte und das können wir nicht dulden. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, vom Platz zu gehen. Wir haben das dem Gegner und dem Schiedsrichter mitgeteilt.»

Bundestrainer Stefan Kuntz:

«Wenn einer unserer Spieler rassistisch beleidigt wird, ist es für uns keine Option, weiterzuspielen.»
quelle: dfb

Kuntz lobte das starke Statement seines Teams und erklärte, dass sich die Honduraner später entschuldigt haben: «Nachdem sich die Situation beruhigt hat, kam der ganze Kader von Honduras zu uns und hat sich bei uns entschuldigt. Damit war das Thema für uns auch gegessen.»

Die Partie war über dreimal 30 Minuten angesetzt, der 23-jährige Torunarigha von Hertha BSC stand sowohl im zweiten als auch im dritten Drittel auf dem Platz. Honduras war in den ersten 30 Minuten in Führung gegangen, der Augsburger Felix Uduokhai erzielte im letzten Drittel den Ausgleich.

Bundestrainer Kuntz nutzte die Partie bis zum Abbruch zum kräftigen Rotieren und setzte alle 18 Spieler des Kaders ein. Zu Beginn baute der Coach auf Marco Richter, Max Kruse und Nadiem Amiri im offensiven Dreizack.

Das deutsche Team konnte nach zahlreichen Absagen nur mit 15 Feldspielern und drei Torhütern nach Japan reisen. Erlaubt ist ein Kader von 22 Spielern. Am Sonntag (10 Uhr) fliegt die DFB-Auswahl nach Tokio und bezieht ihr Teamhotel in Yokohama. Dort startet der Silbermedaillengewinner von Rio 2016 am Donnerstag gegen Olympiasieger Brasilien ins Turnier. (anb/pre)

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