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Bellingham ist fassungslos, dass Zwayer im Topspiel gegen die Bayern auf Handelfmeter entscheidet.
Bellingham ist fassungslos, dass Zwayer im Topspiel gegen die Bayern auf Handelfmeter entscheidet.bild: imago-images.de

Nach Bellingham-Attacke: Zwayer fordert eine Aussprache, doch Watzke winkt ab

Auch Tage nach dem Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München brodelt es weiter. Die Aussagen von Jude Bellingham werden heiss diskutiert. Nun hat sich der betroffene Schiedsrichter Felix Zwayer gemeldet.
08.12.2021, 09:3208.12.2021, 09:33

Für Schiedsrichter Felix Zwayer ist die Verbal-Attacke durch Fussball-Profi Jude Bellingham noch nicht abgehakt – rechtliche Schritte plant der Berliner Referee allerdings nicht. «Ich möchte das am liebsten in einem persönlichen Gespräch mit Jude Bellingham klären und habe gegenüber Borussia Dortmund ein solches angeboten», sagte Zwayer am Dienstag der «Bild»-Zeitung.

Hohe Geldstrafe für Bellingham

Es gehe ihm nicht «um Bestrafung, sondern um die Einsicht, dass er zu weit gegangen ist. Eine aufrichtige Entschuldigung würde ich annehmen.» Zuvor hatte das Sportgericht des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) sein Urteil gesprochen, Bellingham wurde wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 40'000 Euro belegt.

Der 18-Jährige hatte Zwayer nach dem Topspiel zwischen dem BVB und Bayern München (2:3) hart angegangen. «Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das grösste Spiel in Deutschland. Was erwartest du?», sagte Bellingham.

Der Engländer bezog sich auf Vorkommnisse, die 17 Jahre zurückliegen. 2004 hatte Zwayer den Akten zufolge als Assistent Geld vom Drahtzieher Robert Hoyzer angenommen. Später deckte er den Skandal mit auf, eine Manipulation wurde ihm trotz Sperre nie nachgewiesen.

Zwayer: «Ich habe Fehler gemacht»

Die unterstrich nun auch Zwayer: «Ich habe als junger Mann den Fehler gemacht, nicht sofort, sondern erst nach zu langer Überlegung einen Vorfall anzuzeigen. Das war falsch und ich bin dafür bestraft worden. Damit muss es dann aber auch gut sein.»

Bellinghams Kommentar sei «persönlich, verunglimpfend und respektlos», habe «beleidigenden und verleumderischen Charakter» und dürfe «so nicht stehenbleiben». Auch die «Strahlkraft» auf den Amateurbereich sei zu bedenken. «Ich sorge mich um die Verrohung im Umgang mit allen Schiedsrichtern – auch mir – abseits des Platzes, vor allem auch in den sozialen Medien», sagte Zwayer: «Ich frage mich persönlich, wo Respekt und Fair Play bleiben.»

Zwayer möchte noch einmal mit Bellingham reden.
Zwayer möchte noch einmal mit Bellingham reden. bild: imago-images.de

Watzke winkt ab

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sieht für eine Aussprache allerdings «keine grosse Realisationschance». Am Rande des Champions-League-Spiels der Dortmunder gegen Besiktas Istanbul sagte er bei «Amazon Prime»: «Wenn Herr Zwayer mir und Michael Zorc ein Schreiben schickt und so ein Gespräch anregt, kann man gerne darüber diskutieren. Wenn ich aber eine Stunde später das gleiche dann schon in den Medien lese mit Original-Zitaten, dann muss ich sagen: ‹Ich führe keine vertraulichen Gespräche mit irgendjemandem, wo es eine Stunde später schon im Boulevard steht. So geht das nicht.›» (pre/tol)

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Alle Schweizer Trainer in der Bundesliga

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