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St.Gallens Betim Fazliji, links, und Miro Muheim, rechts, gegen YBs Nicolas Moumi Ngamaleu, Mitte, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem BSC Young Boys Bern, am Sonntag, 23. Februar 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Wird eines der beiden Teams Schweizer Meister 2019/20? Szene aus dem Spitzenkampf St.Gallen – YB. Bild: KEYSTONE

Schweizer Fussball pausiert bis Ende April – Meisterschaft soll fertig gespielt werden

Der Schweizer Fussballverband SFV stellt im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus den Spielbetrieb bis auf Weiteres komplett ein. In der Super League und in der Challenge League ruht der Ball mindestens bis zum 30. April.



Die Weisung gelte ab sofort für sämtliche Spiele aller Kategorien und Altersklassen, teilte der SFV am späten Freitagnachmittag mit. Klares Ziel sei es weiterhin, die Saison im Sommer zu Ende zu spielen, schreibt der Verband. Er hofft damit darauf, dass die am 12. Juni beginnende paneuropäische EM abgesagt respektive um ein Jahr verschoben wird.

Wie der Verband schreibt, wurde der Entscheid im Einklang mit der allgemeinen Strategie der Schweiz und nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gefällt. Gemäss Einschätzung der Gesundheitsbehörde und Epidemiologen gilt Fussball als eine Mannschaftssportart mit erhöhter Ansteckungsgefahr.

SFV-Zentralpräsident Dominique Blanc wird mit den Worten zitiert, dass aussergewöhnliche Situationen aussergewöhnliche Massnahmen erfordern. «Damit tragen wir der allgemeinen Entwicklung Rechnung, zugleich wollen wir als grosser Schweizer Sportverband der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.» Es sei ein Entscheid im Sinne der Gesellschaft und der Gesundheit aller Menschen in unserem Land, so Blanc.

Der SFV gab zudem bekannt, dass er vom Zusammenzug des Nationalteams vom 23. bis 31. März absieht. Nach der Absage der beiden Testspiele in Katar gegen Kroatien (26. März) und Belgien (30. März) wollte man sich vor zwei Tagen zunächst um ein Ersatzprogramm bemühen. Auf ein solches werde nun verzichtet.

Die Gesundheit der Spieler und deren Angehörigen stehe im Vordergrund, sagt der Nationalmannschafts-Direktor Pierluigi Tami. Nationalcoach Vladimir Petkovic wird wie folgt zitiert: «Ich bin mir bewusst, dass es jetzt für uns eine lange Pause geben wird. Aber im Moment steht für uns im Zentrum, einen Beitrag zur Besserung der Lage in der Schweiz und in der Welt zu leisten. Es ist auch ein Signal unsererseits, dass Mannschaften aller Sportarten mithelfen können, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen.»

Andere Sportarten

Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) hat beschlossen, den Meisterschaftsbetrieb per sofort in allen Ligen einzustellen. Der Zentralvorstand entschied dies am Freitagnachmittag gestützt auf die neuen Informationen des Bundes und in enger Absprache mit den innerhalb des SHV eingesetzten Taskforces. Diese werden sich in nächster Zeit auch mit den Fragen auseinandersetzen, ob es in den jeweiligen Ligen einen Meister, Ab- und Aufsteiger gibt.

Schaffhausen, 08.10.2015, Handball Champions League - Kadetten Schaffhausen - Motor Saporoschje, Schaffhausens Johan Koch. (Melanie Duchene/EQ Images)

Für die Kadetten Schaffhausen und alle anderen Handballer ist die Saison gelaufen. Bild: Melanie Duchene

Auch die Zuteilung der Europacup-Startplätze ist Gegenstand dieser Gespräche. In der NLA der Männer stand Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen bereits als Qualifikationssieger fest, bei den Frauen führte der Titelhalter LC Brühl die Tabelle der Finalrunde an.

Auch die Volleyball-Meisterschaft wird per sofort eingestellt. Der Saisonabbruch gilt für alle Ligen in der Schweiz. Die nationale Meisterschaft könne aufgrund der sich rasant verändernden Situation rund um das Coronavirus und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken nicht weitergeführt werden, teilte Swiss Volley mit. Damit entfallen auch die für Ende März geplanten Cupfinals. Noch unklar ist, wie die Meister- und Cupsieger-Titel vergeben werden. Auch sämtliche Auf-/Abstiegsfragen und die Vergabe der Startplätze in den Europacup-Wettbewerben müssen noch geklärt werden.

Bereits gestern stellte die Unihockey-Meisterschaft ihren Betrieb ein. Meister wird es in dieser Saison nicht geben. Dies beschloss der Schweizer Verband am Donnerstagabend. Für sämtliche Auf-/Abstiegsfragen werde eine Taskforce des Verbandes mögliche Handlungsoptionen ausarbeiten. (ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Apfel Birne 13.03.2020 20:03
    Highlight Highlight Wenn nicht fertig gespielt werden kann muss die Tabelle nach der Hinrunde gewertet werden. (Keine Rangliste ist keine Option, weil die Teilnehmer für den Europacup bestimmt werden müssen). Sonst wäre es klar Wettbewerbsverzerrung.
    • Bündidave 13.03.2020 21:24
      Highlight Highlight Ich wäre für den aktuellen Stand ;-)
    • Illuminati 13.03.2020 21:40
      Highlight Highlight Es haben aktuell alle gleich viele Spiele, nämlich 23. Daher könnte auch gerade so gut die aktuelle Tabelle als Abschluss genommen werden...
      Aber ich bin dafür, dass kein Meister gekürt wird, auch wenn das für St. Gallen natürlich schade ist. Genauso könnte es von mir aus nächstes Jahr halt auch keinen Europacup geben für 1 Jahr... Ich meine wie will man die Startplätze fair vergeben? Aber das sehen die geldgierigen Leute bei der UEFA sicherlich anders.
    • Madeso 13.03.2020 22:35
      Highlight Highlight Liesse sich auch mittels aktuellem Koeffizienten bestimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerRaucher 13.03.2020 19:50
    Highlight Highlight Ob sich die UEFA beugt? Ich glaube so ziemlich alle ausser den Verantwortlichen wäre es recht wenn die EM erst nächstes Jahr stattfindet. Ehrlich gesagt finde ich es auch optimistisch das man glaubt ende April wieder spielen zu können. Ich hoffe es natürlich da mich der aktuelle Zustand von allem nicht erfreut.

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