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Wechselt Lionel Messi zu ManCity? Das Pulverfass FC Barcelona explodiert

Barcelona's Lionel Messi stands in dejection at the end of the Spanish Copa del Rey, quarter final, soccer match between Athletic Bilbao and Barcelona at San Mames stadium in Bilbao, Spain, Thursday,  ...
Hat Lionel Messi die Schnauze voll vom FC Barcelona?Bild: AP

Frustrierter Messi vor Wechsel zu ManCity? Das Pulverfass Barça vor der Explosion

07.02.2020, 11:2908.02.2020, 09:30

Wie Real Madrid (3:4 gegen Real Sociedad) scheiterte gestern Abend auch der FC Barcelona im Viertelfinal des spanischen Pokals. Die Katalanen unterlagen Athletic Bilbao nach einem Gegentor in der Nachspielzeit mit 0:1.

Inaki Williams schiesst Barcelona in der 93. Minute aus der Copa del Rey.Video: streamja

Bei der Niederlage war auch viel Pech dabei, Barça war nicht nur klar überlegen, den Katalanen wurde auch ein klarer Elfmeter unterschlagen – der VAR wird in der Copa del Rey übrigens eingesetzt, in dieser Szene griff er jedoch nicht ein.

Video: streamable

All diese Umstände werden die Situation in Barcelona jedoch nicht beruhigen. Denn bereits vor der Cup-Partie brannte bei Barcelona der Baum lichterloh. Folgendes läuft momentan schief bei der «Blaugrana».

Die Aussagen Abidals

Die Entlassung von Sportchef Eric Abidal scheint nur noch eine Frage der Zeit. Der Franzose äusserte sich zu Beginn der Woche in der spanischen Zeitung «Sport» unvorteilhaft über die momentane Situation und die Unstimmigkeiten nach dem Trainerwechsel in Barcelona:

«Viele Spieler waren nicht glücklich und haben nicht gut gearbeitet, auch in der internen Kommunikation gab es Probleme.»
Soccer coach Quique Setien poses with FC Barcelona's President Josep Maria Bartomeu, center, and director of football Eric Abidal, right, while being officially introduced as the club's new coach at t ...
Quique Setien, Josep Maria Bartomeu und Eric Abidal.Bild: AP

Nach dem Vorwurf über die angeblichen Einstellungsprobleme äusserte sich Captain Lionel Messi via Instagram-Story deutlich: «Ich mache so etwas, ehrlich gesagt, nicht gern. Aber ich denke, dass sich jeder um seine Aufgaben kümmern sollte. Die Spieler um das, was auf dem Platz passiert – und wir sind die Ersten, die sich eingestehen, wenn wir nicht gut spielen. Wenn man über Spieler redet, sollte man auch die Namen nennen. Macht man das nicht, beschmutzt man den Namen eines jeden und streut Gerüchte, die nicht der Wahrheit entsprechen.» Zudem müsse die sportliche Führung Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen übernehmen.

Bild
bild: instagram/leomessi

Aussenverteidiger Jordi Alba fand noch deutlichere Worte: «Dieser Verein wird von Aussen bereits genug mit Scheisse beworfen. Da sollten wir uns nicht noch selbst mit Scheisse bewerfen.»

Abidals Transferpolitik

Eric Abidal steht nicht nur wegen seinen suboptimalen Aussagen in der Kritik, sondern auch, weil er in seinem eigentlichen Kerngeschäft versagt hat. Die Transfers des FC Barcelona in der Winterpause werfen grosse Fragen auf. Mit Jean-Clair Todibo, Carles Pérez, Moussa Wagué und Carles Alena haben gleich vier junge Spieler den Verein verlassen. Dafür ist der 32-jährige Arda Turan von seiner Leihe bei Basaksehir Istanbul zurückgekehrt.

Im Kader des FC Barcelona gibt es zwei Baustellen, die von Abidal nicht behoben, respektive aufgerissen wurden. Durch die Leihe von Jean-Clair Todibo hat Barça nur noch drei Innenverteidiger im Kader – definitiv zu wenig.

Barcelona's Luis Suarez reacts during the Spanish Super Cup semifinal soccer match between Barcelona and Atletico Madrid at King Abdullah stadium in Jiddah, Saudi Arabia, Thursday, Jan. 9, 2020. (AP P ...
Luis Suarez wird beim FC Barcelona schmerzlich vermisst.Bild: AP

Das grössere Problem ist jedoch die Verletzung von Luis Suarez. Obwohl man wusste, dass Suarez nach seiner Knie-Operation bis Mai ausfallen wird, hat es Abidal verpasst, im Januar passenden Ersatz zu verpflichten. Rodrigo von Valencia war offenbar zu teuer, dafür war der Transfer von Cédric Bakambu, der 2018 von Villarreal nach China gewechselt hatte, eigentlich beschlossene Sache. Der kongolesische Nationalspieler machte sich schon auf den Weg nach Barcelona – doch danach sagte Abidal den mündlich vereinbarten Deal doch noch ab.

So bleibt Luis Suarez der einzige klassische Stossstürmer im Kader von Barça. Lionel Messi und Antoine Griezmann können ebenfalls als Mittelstürmer agieren, interpretieren die Position aber eher als falsche 9er. Was dem Barça-Spiel fehlt, sind die Tiefe, die körperliche Präsenz im Strafraum und der Biss in der Offensive. Mit Ousmane Dembélé fällt zudem eine weitere Option für die Offensive aus. Der Franzose zog sich im Training einen Sehnenriss im Oberschenkel zu und wird ebenfalls erst im Mai zurückkehren.

Messi nicht glücklich

Die Form des FC Barcelona korreliert seit Jahren stark mit der Form von Lionel Messi. Und ist ein Lionel Messi nicht mehr glücklich, dann fallen statt Barça-Tore eher Köpfe der Barça-Verantwortlichen.

Messi, der in diesem Jahr in der Liga erst ein Tor erzielt hat, war ein Anhänger von Ex-Trainer Ernesto Valverde – weil er sich von ihm angeblich nichts sagen lassen musste. Valverde wurde dennoch entlassen und weil die eigentliche Barça-Wunschlösung Xavi absagte, wurde Quique Setien als neuer Trainer vorgestellt.

Doch die Spielphilosophie des neuen Trainers scheint noch nicht angekommen zu sein. Barça hat Ende Januar nach einer 0:2-Niederlage gegen Valencia die Tabellenführung an Rivale Real Madrid abgeben müssen, nun folgte noch das Out in der Copa del Rey.

Messi hatte den Sieg gegen Athletic auf dem Fuss.Video: streamja

Die Presse spekuliert mittlerweile bereits über einen möglichen Messi-Abgang. Der sechsfache Weltfussballer hat in seinem Vertrag bei Barça zwar eine festgeschriebene Ablösesumme von 700 Millionen Euro, doch Messi hat sich bei seiner letzten Vertragsverlängerung 2017 das Recht zusichern lassen, die Katalanen auf eigenen Willen auch vor dem Ende seines Kontraktes ablösefrei verlassen zu dürfen.

Wie The Athletic schreibt, hat Manchester City mit Coach Pep Guardiola aufgrund von Messis Unzufriedenheit bereits Lunte gerochen. Dort würde Messi zumindest von der Spielphilosophie her perfekt reinpassen. Gemäss der Gazzetta dello Sport sind auch andere Vereine wie PSG, Manchester United, Inter Mailand und Juventus Turin am Argentinier interessiert. Ein kleines Problemchen gibt's aber noch: Der Argentinier bezieht ein Jahresgehalt von 50 Millionen Euro. Barcelona ohne Messi? Das wäre eigentlich unvorstellbar. Etwa so wie Real Madrid ohne Cristiano Ronaldo.

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Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit

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Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit
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Die Fussballwelt auf dem Kopf

Video: srf

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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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hüttechäs
07.02.2020 12:00registriert Januar 2015
Suarez fällt aus, und schon fehlt dem Barca-Spiel „der Biss in der Offensive“ 😂😂😂 Danke für den!
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Amboss
07.02.2020 12:00registriert April 2014
"das Recht zusichern lassen, die Katalanen auf eigenen Willen auch vor dem Ende seines Kontraktes ablösefrei verlassen zu dürfen"

Das versteh ich nicht... Was ist das auch für ein Vertrag?
Ablöse beträgt 700 Mio, ausser Messi möchte freiwillig weg, dann ist er ablösefrei? Wann sind dann die 700 Mio fällig?
Kann ja nicht sein, dass er unfreiwillig wegtransferiert wird? Oder was versteh ich da nicht?
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Elendil91
07.02.2020 12:09registriert Oktober 2017
Ich glaube der FC Barcelona muss sich langsam Gedanken auf die Zeit nach Messi machen. Vielleicht wäre es nicht schlecht wenn Messi geht und die Mannschafft einen neuen Kurs einschlägt, als ständig auf Messi fixiert zu bleiben.
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