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epa04172706 Munich's head coach Pep Guardiola (R) talks to his player Mario Goetze during the German Bundesliga soccer match between Eintracht Braunschweig and FC Bayern Munich at Eintracht Stadium in Braunschweig, Germany, 19 April 2014. ..(ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.)  EPA/PETER STEFFEN

An der WM 2014 zeigte Mario Götze, was er drauf hat, doch Pep Guardiola konnte er nie von sich überzeugen. Bild: EPA

Pep Guardiola packt aus, was er bei den Bayern vermisste



Bei Bayern München brodelt es derzeit mal wieder. Trotz Siegen in Bundesliga, Champions League und DFB Pokal steht Trainer Niko Kovac beinah täglich in der Kritik. Viele Fans und Experten bemängeln die zahlreichen Gegentore in der Defensive und vor allem auch: die fehlende Spielidee in der Offensive. Es fehle die Handschrift des Trainers. Um das zu untermauern, fällt oftmals auch der Name Pep Guardiola.

Der Katalane war einer der Vorgänger von Kovac auf dem Trainerstuhl der München – und wird offenbar von einigen Fans vermisst. Unter Guardiola spielten die Bayern zwischen 2013 und 2016 einen wesentlich dominanteren Ballbesitz-Fussball als nun unter Kovac. Beide Trainer coachen anders: Während Kovac den eigenen Spielern beispielsweise viele Freiheiten gewährt, gab Guardiola jedem seiner Profis klare Vorgaben, die diese einhalten mussten. Wie einige Fans denkt auch Guardiola gerne an die drei erfolgreichen Jahre beim deutschen Rekordmeister zurück. In einem Interview mit Radio Catalunya verriet er nun aber, dass er manche Taktiken nie etablieren konnte – weil ihm das nötige Personal fehlte.

Bayern head coach pep Guardiola, right, takes away the ball from Bayern's Thomas Mueller, left, during the German Bundesliga soccer match between Hannover 96 and FC Bayern Munich in Hannover, Germany, Saturday, Dec. 19, 2015. Munich defeated Hannover by 1-0. (AP Photo/Michael Sohn)

Auch Thomas Müller war für Guardiola kein zweiter Messi. Bild: AP

Im Gespräch mit dem Radiosender erklärte der 48-Jährige, dass er einen Spielertyp für die Position der «Falschen Neun» in seinem Team vermisst habe. Guardiola gilt als einer der grossen Liebhaber dieser Position, die einen Mittelstürmer beschreibt, der sich immer wieder weit ins Mittelfeld zurückfallen lässt, am Passspiel teilnimmt und somit eine Verbindung zwischen Sturm und Mittelfeld herstellt. Guardiola spielte während seiner erfolgreichen Zeit beim FC Barcelona mit keinem Geringeren als dem sechsfachen Weltfussballer Lionel Messi auf dieser Position. Beim FC Bayern sei für ihn jedoch kein Spieler infrage gekommen, der diese Rolle einnehmen konnte.

Guardiola vermisste «Falsche Neun»

«Ich habe es auch bei Bayern München versucht», sagte der FIFA-Trainer des Jahres 2011 und erklärte weiter: «Aber es gab keinen Spieler, der drei Spieler ausdribbeln und dann treffen konnte.» Zwar hatte Guardiola mit Arjen Robben, Franck Ribéry, Thomas Müller oder dem damaligen Neuzugang Mario Götze zahlreiche hochbegabte Spieler im offensiven Mittelfeld, doch offenbar genügte keiner von ihnen den Anforderungen des Star-Trainers.

Bayern's head coach Pep Guardiola instructs his players during the soccer Champions League quarterfinal second leg match between Bayern Munich and FC Porto at the Allianz Arena in Munich, southern Germany, Tuesday, April 21, 2015. (AP Photo/Matthias Schrader)

Wer bei den Bayern nicht auf Guardiola hören wollte, hatte ein Problem. Bild: AP

Die Aussagen des heutigen Trainers von Manchester City sind pikant, denn Mario Götze spielte diese Position sowohl unter Joachim Löw in der Nationalmannschaft als auch unter Lucien Favre in der vergangenen Saison beim BVB. Vor allem bei seinem neuen und alten Klub aus Dortmund lieferte er gute Leistungen.

Guardiola aber sah den damaligen Bayern-Spieler offenbar nicht in dieser Rolle. Dabei galt Götze erst als Wunschspieler von Guardiola. Später verriet Bayern-Präsident Uli Hoeness jedoch, dass der Katalane das Supertalent Neymar nach München habe lotsen wollen, aber die Klub-Bosse ihr Veto eingelegt hätten. Götze war demnach nur die B-Lösung.

Der Erfinder der «Falschen Neun»

Guardiola hatte beim FC Barcelona im Jahr 2009 in einem Clásico gegen Real Madrid erstmals mit Messi auf der «Falschen Neun» gespielt, mit 6:2 gewonnen und eine Ära geprägt. Messi schoss zwei Tore und sorgte zusätzlich für freie Räume der anderen Offensivspieler. Seit dem Spiel gilt Guardiola als Erfinder der «Falschen Neun». Thierry Henry, der damals ebenfalls zweimal traf, sagte im Film «Take the Ball, Pass the Ball» von Regisseur Duncan McMath: «Es war der Tag, an dem die Position der Falschen Neun erfunden wurde.»

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Die Highlights des 6:2-Sieges von Barcelona gegen Real im Jahr 2009. Video: YouTube/CMComps

Die Spielweise eines solchen Stürmers wurde jedoch schon vorher genutzt, wie die Taktik-Blogger von spielverlagerung.com erklären: «Das Prinzip einer Falschen Neun war schon in den 50er-Jahren bei Ungarn und Nandor Hidegkuti und in den 70er-Jahren bei Johann Cruyff und dem ‹Voetbal Totaal› zu sehen. In der Moderne wurde das Prinzip eher zufällig vom AS Rom 2005 mit Francesco Totti als Falscher Neun aufgegriffen, von Manchester United verfeinert und schliesslich von Messi fast perfektioniert.»

Während der drei Jahre beim FC Bayern holte Guardiola dreimal die deutsche Meisterschaft und wurde zweimal Pokalsieger – nur die Champions League konnte der heutige Coach von Manchester City nicht gewinnen. Eine Leistung, die Bayerns aktueller Trainer Niko Kovac in seinem zweiten Jahr bei den Bayern noch vollbringen könnte. (bn)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 01.11.2019 18:35
    Highlight Highlight “Zwar hatte Guardiola mit Arjen Robben, Franck Ribéry, Thomas Müller oder dem damaligen Neuzugang Mario Götze zahlreiche hochbegabte Spieler im offensiven Mittelfeld...“ Er hatte doch auch noch Shaqiri im offensiven Mittelfeld. Aber wenn ein Coach seine Spieler falsch einschätzt, findet er die falsche Neuen eben nicht...😉
  • wasps 01.11.2019 16:59
    Highlight Highlight Guardiola ist bekannt dafür, dass er die Spieler erhält, die er sich wünscht. Gut, ausser Messi und Ronaldo natürlich. Das war bei den Bayern nicht anders. Faule Ausrede.
  • Benimsi 01.11.2019 16:42
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach wurde die Rolle in den letzten zwei Jahren von Roberto Firminho unter Klopp gleich nochmals neu "erfunden". Liverpool setzt die falsche Neun so genial um, dass sie fast schon eine 10 ist, ohne jedoch das "Mittelstürmer Gen" zu verlieren. Dies verschafft Liverpool dieses unglaubliche Pressing über aussen mit den Aussenverteidigern und Flügelstürmern. Klopp hat diese Guardiola Taktik geschliffen und vollendet :)
    • JoWasauimmer 01.11.2019 21:59
      Highlight Highlight Nein. Er spielt die Klopp Taktik und das schon sehr lange. Trotzdem geiler Kommentar🤟🏼
  • luegeLose 01.11.2019 16:39
    Highlight Highlight Guardiola hat einen wahnsinnigen Verschleiss an Spielern. Ich hatte immer das Gefuehl, nach Pep ging es mit den Spielern bergab.
  • Pümpernüssler 01.11.2019 16:24
    Highlight Highlight Guardiola gewann nur mit Barca die CL. Sagt schon alles. "Sein" System funktioniert halt nur mit Messi.
    • Schlange12 01.11.2019 17:16
      Highlight Highlight Sorry!! Die Betonung müsste sein. Guardiola hat mit Bayer auch nichtdie CL gewohnten. Kovac muss noch den Cup mit den Bayern gewinnen und dann hat er die gleichen Titel wie Guardiola.
    • DerTaran 01.11.2019 17:35
      Highlight Highlight Den Cup hat we mit Frankfurt gegen Bayern geholt. Das gilt auch 😁
    • Birdie 01.11.2019 17:52
      Highlight Highlight Es gibt sehr wenige Trainer die mit zwei Teams die CL gewonnen haben, dennoch funktionieren deren Systeme.

      Guardiolas Bayern und City spiel(t)en attraktiven Fussball. Er hat bei beiden alle nationalen Titel gewonnen, was zumindest in England nicht einfach ist (siehe Liverpool).

      Guardiola ist, neben Klopp (und vllt. in Zukunft Lampard), einer der besten Trainer der Welt. Dies kann man kaum leugnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 01.11.2019 16:06
    Highlight Highlight «Aber es gab keinen Spieler, der drei Spieler ausdribbeln und dann treffen konnte.»
    Ja gut mit so einem Spieler, kann jeder Trainer gewinnen. Wenn man ständig das beste Kader braucht, um zu überzeugen, dann ist man als Trainer doch nichts wert.
    • ursus3000 01.11.2019 17:36
      Highlight Highlight dann würdest sogar Du Meister
    • GenerationY 02.11.2019 01:45
      Highlight Highlight Guardiola hat In seinen Jahren unter anderem Spieler wie Ronaldinho, Deco, Eto‘o, Yaya Toure oder den Möchtegern-Zlatan geschmissen oder degradiert, um Platz für Xavi, Iniesta, Busquets und Messi zu schaffen.

      Bei City hat er z.B. Fernandinho, D. Silva, B. Silva, Sterling und Aguëro noch einmal auf ein neues Level gehoben.

      Denke, er hat ganz gute Entscheidungen getroffen und auch sein Kader ganz solide im Griff.

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