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MUNICH, GERMANY - JUNE 24:  FC Bayern Muenchen new Head Coach Josep Guardiola visits the team locker room inside the Allianz Arena on the day he is unveiled as Bayern's new coach on June 24, 2013 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Ein Bild mit Symbolcharakter: Pep Guardiola 2013 bei seinem Amtsantritt bei Bayern München. Die Besitzer der Trikots im Hintergrund spielen allesamt nicht mehr beim deutschen Rekordmeister.  Bild: Bongarts

Dieses Foto macht den Bayern-Fans grosse Angst – wie Pep Guardiola im «Mia san mia»-Herz herumstochert 



Claudio Pizzarro, Toni Kroos, Mario Mandzukic, Mario Gomez, Xherdan Shaqiri, Bastian Schweinsteiger: Am 25. Juni 2013 steht Pep Guardiola in der Bayern-Kabine stolz vor den Wandporträts seiner Schützlinge – es ist der Tag des Amtsantritts des Katalanen. Der Trainer ist bis heute geblieben, die sechs Spieler auf den Fotos im Hintergrund sind gegangen. Sogar der Spind von Identifikationsfigur Bastian Schweinsteiger ist seit einigen Tagen leer. 

Mach den Pep: Ein Wisch und die Spieler sind weg. bild: bongarts

Beim deutschen Rekordmeister findet momentan ein Umbruch statt, und das bringt manch ein Bayern-Fan auf die Palme. «Identifikationsfiguren kann man nicht einfach so auf dem Transfermarkt kaufen», so der Tenor.

Was die Fans damit meinen, ist klar: In der Saison 2013/2014 wurde das Bayern-Mittelfeld noch von Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos orchestriert, in der kommenden Saison werden auf dieser Position voraussichtlich Xabi Alonso, Thiago Alcantara und Javi Martinez das Sagen haben. In der Münchner Schaltzentrale spricht man nicht mehr Deutsch, sondern Spanisch. Aus «Mia san mia» wird «Nosotros somos nosotros». 

«Pep und Sklave KHR: Ihr zerstört unsere Identität»: Aufgebrachte Bayern-Fans bringen nach Schweinsteigers Abgang ein Protest-Spruchband an der Säbenerstrasse an. 

Freude daran hat der Bayern-Anhang wenig: An der Teampräsentation am vergangenen Wochenende wurde die Verkündung des Schweinsteiger-Transfers mit einem gellenden Pfeifkonzert goutiert. «Leider ist auch bei jeder Identifikationsfigur die Karriere irgendwann zu Ende», sagte Karl Heinz Rummenigge über das Mikrofon der Allianz Arena. 

Paradigmenwechsel an der Säbenerstrasse

Pep Guardiola hat im Nu Deutsch gelernt, in seiner ersten Saison das Double geholt und wurde auch in der vergangenen Spielzeit wieder Deutscher Meister. Trotz Sommerhitze weht dem Katalanen dieser Tage aber ein eisiger Wind entgegen. Mit dem zweimaligen Verpassen des Champions-League-Titels hat die Kritik der Fans wenig zu tun. Erfolg ist bei Bayern zwar wichtig, aber nicht um jeden Preis. 

«Mach, was du willst!»

Pep Guardiola zu Bastian Schweinsteiger vor dessen Wechsel zu Manchester United quelle: spiegel online

Die Bayern-Fans sind stolz darauf, den europäischen Topteams die Stange halten zu können, ohne dabei massenweise Personal aus dem Ausland einkaufen zu müssen. Wenn schon Einkaufstour, dann meistens nur innerhalb der heimischen Bundesliga

epa04842593 Bayern Munich's head coach Pep Guardiola watches his players in a training session during a team presenation of German Bundesliga soccer club FC Bayern Munich at Allianz Arena in Munich, Germany, 11 July 2015.  EPA/Andreas Gebert

Bei der Teampräsentation am vergangenen Wochenende waren beim Empfang Guardiolas viele Pfiffe zu hören.  Bild: EPA/DPA

Doch das Trio um Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge, Sportvorstand Matthias Sammer und Coach Pep Guardiola scheint nun einen anderen Weg einzuschlagen. Nur zwölf der aktuell 27 Spieler im Bayern-Kader sind Deutsche, wovon lediglich Manuel Neuer, Philipp Lahm und Jérôme Boateng wohl eine Stammplatzgarantie haben. 

Statt eine Dynastie um Weltmeister wie Mario Götze, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos aufzubauen, holt sich Pep Guardiola lieber Spieler wie den brasilianischen 30-Millionen-Mann Douglas Costa an Bord.

From left, Germany's Toni Kroos, Thomas Mueller and Bastian Schweinsteiger celebrate after winning the World Cup final soccer match between Germany and Argentina at the Maracana Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, July 13, 2014. Mario Goetze volleyed in the winning goal in extra time to give Germany its fourth World Cup title with a 1-0 victory over Argentina on Sunday. (AP Photo/Francois Xavier Marit, Pool)

Ein weltmeisterliches Trio: Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller, vor kurzem noch alle bei Bayern unter Vertrag. Bild: AP/AFP Pool

Der Champions-League-Titel muss her

Pep Guardiolas Vertrag bei Bayern München läuft bis nächsten Sommer. Die Zeichen stehen seit dem vorzeitigen Pokal- und Champions-League-Aus von diesem Frühjahr stark auf Abschied. Doch eine Saison bleibt dem Katalanen noch, um mit einem Sieg in der Königsklasse dennoch in die Annalen der Münchner Klubgeschichte einzugehen. 

Für dieses Ziel geht er über Leichen. Wenn es sein muss, wird sogar der Teamarzt suspendiert. Dass die Identität so verloren geht, wird stillschweigend akzeptiert. In der Abwesenheit von Uli Hoeness – und das ist angesichts der Unzufriedenheit der Fans etwas heiss – heisst es zurzeit auch bei den Bayern: Erfolg um jeden Preis.

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    Alle Leser-Kommentare
  • greeZH 16.07.2015 10:32
    Highlight Highlight Lustig dieses Geheule der Bayern Fans. Identifikationsfigur, das Unwort der Stunde. Schweinsteiger wollte nach Manchester, und der Kroosverkauf war auf Rummenigges Mist gewachsen, für Guardiola war er ein Schlüsselspieler. Der FC Bayern erlebt gerade eine Glanzzeit und die Fans merken es kaum weil sie 2013 nachtrauern. Aber die werden sicher wieder "mia san mia" sagen sollte Bayern mit Guardiola im Sommer die Championsleague gewinnen, ob da jetzt deutsche auf dem Platz stehen oder nicht.
  • Le_Urmel 15.07.2015 19:22
    Highlight Highlight Die Chance für Gladbach, sich wieder an den Bayern zu reiben wie in den 70er. Zumal die Einkäufe der Gladbacher immerhin Deutsch sprechen seien sie auch Österreicher oder Schweizer Herkunft, was in der Bundesliga nie ein Makel war siehe Polsterer, Chapusiat oder Sforza
  • Michael Mettler 15.07.2015 18:01
    Highlight Highlight Und Jürgen Klopp muss dann das ganze wieder zurück bauen, hoffentlich hat er dafür einen höheren Lohn gefordert...
  • Amboss 15.07.2015 17:23
    Highlight Highlight Bin zwar gar kein Bayern-Fan, aber ich habe diese Mannschaft bewundert in den letzten Jahren.
    Eine unglaubliche Stabilität und Identifikationsfiguren auf dem Platz.
    Guardiola wirkte immer wie ein Fremdkörper und dass er die Lücken nun mit ausländischen Spielern füllt, passt irgendwie nicht zu den Bayern.

    Unruhen bei den Bayern? Ist das die Chance für Favre, sich in Gladbach unsterblich zu machen... ?

    Wobei fairerweise auch gesagt werden muss: Auch ein anderer Trainer müsste die nicht ganz einfache Aufgabe, die Nachfolge von SchweinsteigerRobbenLahmRibery aufzubauen, bewältigen...
  • Oberon 15.07.2015 15:00
    Highlight Highlight Das positive am ganzen, das nun die anderen Bundesligavereine vielleicht etwas aufschliessen können. Ich persönlich finde es trotzdem schade das sich die Mannschaft bzw. der Verein teilweise so verändert.

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