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Diese Strafen drohen Serbien und Albanien nach dem Abbruch in Belgrad

Tumulte in Belgrad: Serben, Albaner, Zuschauer, Sicherheitskräfte.
Tumulte in Belgrad: Serben, Albaner, Zuschauer, Sicherheitskräfte.Bild: AFP
Wie geht's weiter?

Diese Strafen drohen Serbien und Albanien nach dem Abbruch in Belgrad

Die Ausschreitungen beim EM-Qualifikationsspiel werden heute in einer Woche von der UEFA behandelt werden. Der Ausgang des Verfahrens gilt als offen – geht es nach früheren Urteilen, erwartet Serbien aber wohl eine harte Strafe.
16.10.2014, 11:2117.10.2014, 08:56
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Diese Strafen sind möglich

Bussen für die Verbände
Die sind beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche. Serbien als
Heimteam hat die Sicherheit im Stadion vernachlässigt. Dem Verband kann ungenügende Organisation vorgeworfen werden, Abbrennen von Pyros, die Stürmung des Spielfelds. Albanien könnte bestraft werden, wenn bewiesen ist, dass die Drohne, welche die Tumulte auslöste, von einem seiner Anhänger gesteuert wurde sowie wegen des Präsentierens eines illegalen Banners mit einer politischen Botschaft.

Sperren für die Spieler
Als sich im Rückspiel der WM-Barrage zwischen der Türkei und der Schweiz mehrere Spieler geprügelt hatten, wurden die Fehlbaren gesperrt. So verpasste Benjamin Huggel, der sechs Partien zuschauen musste, die WM in Deutschland. Sperren drohen auch den Spielern, die in Belgrad an vorderster Front mitmischten – darunter ist mit Taulant Xhaka vom FC Basel auch mindestens ein Spieler aus der Super League.

Taulant Xhaka (weiss) im Brennpunkt.
Taulant Xhaka (weiss) im Brennpunkt.Bild: Darko Vojinovic/AP/KEYSTONE

Eines oder mehrere Geisterspiele
Serbien drohen Spiele unter Ausschluss der Zuschauer. Der Verband als Ausrichter der Partie war nicht in der Lage, die Sicherheit für die Spieler zu gewährleisten. Es darf auf keinen Fall passieren, dass Zuschauer den Platz stürmen und Akteure mit Fäusten und Stühlen attackieren.

Ausschluss aus der EM-Qualifikation
Es ist nicht der erste gewalttätige Vorfall bei Spielen der Serben. 2010 wurde die Partie gegen Italien in Genua wegen randalierender Hooligans abgebrochen. UEFA-Präsident Michel Platini drohte dem serbischen Verband deshalb 2011 mit einem Ausschluss, sollte es erneut Krawalle geben. Trotzdem kam es 2012 beim U21-Match zwischen Serbien und England zu Ausschreitungen.

Was wäre, wenn …
Serbien und Albanien befinden sich in der einzigen Qualifikationsgruppe mit nur fünf Teams. Sollten beide ausgeschlossen werden, würden sich Dänemark und Portugal wohl praktisch kampflos für die EM 2016 qualifizieren und Armenien käme als Dritter und Letzter in die Barrage.

Zwei Redaktoren – zwei Meinungen

Was passiert mit dem Spiel, das abgebrochen wurde?

Neuansetzung, als ob alles normal wäre
Das Spiel findet erneut in Serbien statt, Zuschauer sind erlaubt. Es beginnt bei 0:0 und dauert 90 Minuten.

Neuansetzung mit Einschränkungen
Das Spiel findet erneut in Serbien statt. Möglich ist aber, dass es ohne Zuschauer ausgetragen wird. Möglich ist auch, dass die 42 gespielten Minuten nicht nachgeholt werden, sondern die Partie nur noch zu Ende gespielt wird.

Neuansetzung auf neutralem Terrain
Möglich ist auch, dass die UEFA die Partie an einem anderen Ort austragen lässt. Möglich ist zudem, dass dieses Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

Ivan Bogdanov, die «Bestie von Genua», war für den Spielabbruch gegen Italien 2010 verantwortlich und mischte auch bei den Randalen am Dienstag gegen Albanien an vorderster Front mit.
Ivan Bogdanov, die «Bestie von Genua», war für den Spielabbruch gegen Italien 2010 verantwortlich und mischte auch bei den Randalen am Dienstag gegen Albanien an vorderster Front mit.Bild: EPA

Forfaitniederlage
Der serbische Verband als Heimteam hat die Sicherheit vernachlässigt (siehe oben) und als Folge dessen musste die Partie abgebrochen werden. Albanien könnte sie deshalb durch das Forfait 3:0 gewinnen. Der serbische Verband hingegen verlangt einen 3:0-Forfaitsieg für sich, weil der Drohnenflug mit der Flagge Grossalbaniens in seinen Augen ein von langer Hand geplanter Terrorakt war.

Keine Punkte für beide
Das Spiel wird nicht wiederholt, sondern kommt als 0:0 in die Wertung. Die Teams erhalten aber keinen Punkt für dieses Unentschieden, sondern gehen leer aus. Dieser Fall ist nicht explizit in den Reglementen festgehalten, sie können aber so interpretiert werden, dass dies möglich ist. (ram)

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Die albanischen Spieler flüchten in die Katakomben.
Die albanischen Spieler flüchten in die Katakomben.Bild: AFP
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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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kowalski
16.10.2014 17:31registriert Mai 2014
Ich finde es gelinde gesagt besch***en dass keine der beiden Seiten (in den meisten Diskussionen) bereit ist sich selber einen Fehler einzugestehen. Die Serben schieben alles auf die Albaner und umgekehrt. Denkt wirklich irgendjemand so findet man eine Lösung?

Und ja ich weiss: Für mich als Schweizer ist die Beziehung dieser 2 Nationen (der ganze Hass) natürlich nicht so nachvollziehbar wie für die Angehörigen der Nationen. Trotzdem ist es für mich unverständlich warum die Leute nicht endlich die Augen öffnen! Verhaltensweisen wie Diese führen nur zum Krieg!
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mrgoku
16.10.2014 11:41registriert Januar 2014
Beide disqualifizieren und somit greift man hart aber fair durch. Vielleicht dient es als Lektion für andere. Zwar wäre diese Gruppe dann bereits entschieden aber dafür können Portugal, Dänemark und Armenien genau nichts.

UEFA üblich wird es aber nur irgend eine Geldstrafe geben, 1-2 Spiele ohne Zuschauer und einer der Länder bekommt die 3 Punkte. Diese Lösung bringt am wenigsten Arbeit und Arbeit mag die UEFA ja nicht...
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