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ZUR FIFA FUSSBALL WELTMEISTERSCHAFT 2014 IN BRASILIEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL DER QUALIFIKATION DER SCHWEIZER FUSSBALLNATIONALMANNSCHAFT ZUR VERFUEGUNG - Switzerland's Xherdan Shaqiri, center, celebrates with Valon Behrami, center behind, Granit Xhaka, left, and Stephan Lichtsteiner, right, after the first goal for Switzerland during a Worldcup qualification soccer match between Switzerland and Albania at the Swisspor Arena in Lucerne, Switzerland, Tuesday, September 11, 2012. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Trotz Störmanövern: Die Spieler der Schweizer Nati wollen ungeachtet ihrer Herkunft gemeinsam jubeln. 
Bild: KEYSTONE

«Es gibt keine Clans» – Behrami wehrt sich gegen den angeblichen «Balkan-Graben» in der Nati

Im Wiener Camp der Schweizer wurden nicht nur Systemfragen erörtert. Auch die Ausläufer einer polarisierenden Titelgeschichte der «Schweiz am Sonntag» erreichten den SFV-Kreis.



Der entsprechende Artikel thematisiert einen angeblichen «Balkan-Graben» welcher das Team entzweie. Von einem schwelenden Konflikt zwischen «Secondos und Ur-Schweizern» ist im umfangreichen Report die Rede. Die Behauptungen basieren auf anonymen Quellen – angeblich aus dem Innern der Equipe.

Switzerland's national soccer team players Xherdan Shaqiri, Fabian Schaer, Stephan Lichtsteiner, Valon Behrami and Jacques-Francois Moubandje, from left, in action during a training session, in Vienna, Austria, Sunday, November 15, 2015. The Switzerland national soccer team will face for a friendly soccer match the national soccer team of Austria on 17 November 2015 in Vienna. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Unterschiedliche Herkunftsfacetten: Die Schweizer Nati ist ein Schmelztiegel der Kulturen.
Bild: KEYSTONE

«Das ist verletzend, das ist mies.»

Valon Behrami

Gegenüber der «Tribune de Genève» nahm Valon Behrami, einer der Wortführer der SFV-Auswahl, Stellung zu den aufgewärmten Vorwürfen und relativierte sie umgehend: «Die Ambiance im Schweizer Team ist gut. Es ist bei uns wie im normalen Leben: Mit den einen Leuten diskutierst du fünf Stunden lang, mit anderen fünf Minuten.» Der Austausch sei eine Frage der Affinität, nicht der Wurzeln: «Es gibt keine Clans, die sich aufgrund ihrer Herkunft zusammenschliessen.»

Geschichte wird intern besprochen

Die immer wieder angeschobene Debatte ermüde ihn, so Behrami. Die Integration im Schweizer Team habe immer exemplarisch funktioniert. Nun gehe es aber offenbar darum, Menschen eine falsche Etikette anzuhängen: «Das ist verletzend, das ist mies.» Er werde den Inhalt der Geschichte im Mannschaftsrat besprechen.

08.09.2015; London; Fussball EM Quali - England - Schweiz;
Valon Behrami (SUI) 
(Matthew Ashton/AMA/freshfocus)

Nati-Teamleader Valon Behrami will die wiederaufflammende Migrationsdiskussion beruhigen. 
Bild: Matthew Ashton/AMA

Behrami kann den Hintergrund der polemischen Ansätze nicht nachvollziehen. Er beurteilt vieles pragmatisch. Auf dem Feld gehe es nicht um Freundschaft, sondern um Leistung. «Man muss keine falschen Ausreden suchen.»

Mit ihm habe zu Beginn seiner Zeit in der Nationalmannschaft lange kaum jemand gesprochen, er sei als Stammspieler von Lazio überzählig gewesen. «Habe ich mich deshalb beklagt? Nein.» (dux/si)

Die Rekordspieler der Schweizer Nati

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Die Rekordspieler der Schweizer Nati
quelle: imago / pressefoto baumann / imago / pressefoto baumann
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