DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Lionel Messi im Trikot des FC Barcelona. Wird er eines Tages noch für einen anderen Klub spielen?
Lionel Messi im Trikot des FC Barcelona. Wird er eines Tages noch für einen anderen Klub spielen?Bild: AP

Messi: «Es war sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen, es war furchtbar»

28.12.2020, 09:3128.12.2020, 13:48

Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona gibt nur sehr selten Interviews. Wenn er es dann doch einmal macht, hängt ihm die Fussballwelt an den Lippen. Am Sonntagabend strahlte der spanische Sender La Sexta ein längeres Gespräch mit Messi aus. In diesem spricht der 33-jährige Argentinier unter anderem über seinen Wechselwunsch im Sommer, über seine Freunde Neymar und Luis Suarez – und über seine Zukunft.

Messi über seinen aktuellen Gemütszustand

«Nun, die Wahrheit ist, dass es mir heute gut geht. Es ist wahr, dass ich eine sehr harte Zeit während des Sommers und vor dem Sommer hatte, wegen der Art und Weise, wie die Saison endete. Und dann kam das, was im Sommer passierte. Es stimmt, dass ich dies ein wenig in den Saisonanfang mitgeschleppt habe – aber heute fühle ich mich gut, ich bin voller Ehrgeiz, ernsthaft um alles zu kämpfen, was vor uns liegt. Ich weiss, dass der Klub durch schwere Zeiten geht, aber ich bin voller Ehrgeiz.»

Messi über seinen Wechselwunsch im Sommer

«Ich habe dem Präsidenten viele Male gesagt, dass ich gehe, dass ich gehen möchte, dass er mir helfen soll, dass ich weg will. Aber er hat immer Nein gesagt. Das Burofax war die Art zu zeigen, dass ich es ernst meine. Ich dachte, ich hätte einen Zyklus beendet, und dass ich eine Veränderung brauche. Mein Kopf musste aus all dem herauskommen, wegen der Unordnung, die zu dieser Zeit im Klub herrschte und weiter bevorstehen würde. Ich wusste, es wird ein Jahr des Übergangs, der jungen Leute – und ich habe immer gesagt, dass ich weiter um die Champions League und die Liga kämpfen will. Ich fühlte, dass es der Moment der Veränderung war. Ich wollte gehen und ich wollte es gut machen. Der Präsident fing an, Dinge durchsickern zu lassen, um mich als den Bösewicht darzustellen.

Es war sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen, es war furchtbar. Es war sehr schwer, zu entscheiden, den Klub meines Lebens zu verlassen. Ich glaube nicht, dass es eine bessere Stadt als diese gibt. Meine Familie wollte nicht umziehen. Aber ich spürte, dass es in diesem Moment das Beste für mich war, für alle war, dass ich das brauchte. Es hätte nicht so drastisch sein dürfen und man hätte einen Weg finden müssen, es richtig zu machen und das Beste für den Verein und für mich zu finden.»

Die Beziehung zu Ex-Präsident Bartomeu ist zerrüttet.
Die Beziehung zu Ex-Präsident Bartomeu ist zerrüttet.Bild: EPA/FC BARCELONA

Messi über seine Beziehung zum FC Barcelona

«Barcelona ist mein Leben. Ich bin hier, seit ich 13 bin. Ich bin sowohl im Klub als auch in der Stadt aufgewachsen. Ich lebe schon länger in Barcelona als in Argentinien. Ich habe hier alles gelernt, ich bin hier aufgewachsen, der Verein hat mich als Spieler und Menschen geformt, hat mir alles gegeben und ich habe immer alles für Barcelona gegeben. Ich habe eine Liebesbeziehung zu Barça, denn das ist es, was ich empfinde, seitdem ich hier angekommen bin. Ich liebe die Stadt und den Verein.»

Messi über den Weggang seines Freunds Luis Suarez

«Ich fand es verrückt, was sie mit Luis gemacht haben. Wegen der Art und Weise, wie die Dinge gemacht wurden, wegen der Art und Weise, wie er gegangen ist, und weil er gratis gewechselt ist und die verbleibenden Vertragsjahre bezahlt bekam. Und weil er einem Team abgegeben wurde, das um die gleichen Ziele kämpft wie wir. Nicht nur die Tatsache, dass er geht, war schon hart, sondern die Art, wie er gegangen ist.»

Sie bildeten das legendäre Sturmtrio «MSN»: Luis Suarez, Neymar und Lionel Messi (von links).
Sie bildeten das legendäre Sturmtrio «MSN»: Luis Suarez, Neymar und Lionel Messi (von links).Bild: AP

Messi zur Behauptung, dass er im Klub sehr viel Macht habe

«Das ist etwas, was schon seit langer Zeit behauptet wird. Das sagt man auch bei der Nationalmannschaft: dass ich Trainer eingesetzt habe, dass ich Spieler eingesetzt habe, dass meine Freunde gespielt haben. Dass das gesagt wird, stört mich. Die Leute konsumieren und glauben alles, was in der Zeitung oder im Fernsehen erscheint, viele glauben, dass ich die Spieler aufstelle, dass ich die Verpflichtungen tätige und die Trainer verpflichte, und die Wahrheit ist, dass es sehr weit von der Realität entfernt ist.»

Messi über die anstehenden Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona

«Ich ziehe es vor, mich bei keinem Kandidaten zu positionieren. Denn wenn Sie schon sagen, ich würde den Klub lenken … stellen Sie sich vor, wenn ich sage, dass ich einen als Präsidenten haben möchte … Hoffentlich macht derjenige, der gewinnt, die Dinge gut und bringt den Verein dorthin zurück, wo er hingehört, aber aktuell nicht ist. Der Präsident wird sich in einer sehr schwierigen Situation wiederfinden, es wird nicht einfach sein, das Ganze zu drehen. Ich habe mit keinem Vorkandidaten gesprochen. Zuerst müssen die Wahlen stattfinden, dann muss einer gewinnen, und dann kann man anfangen, die Sachen anzugehen.»

Messi über eine Rückkehr von Neymar

«Es wird schwer werden, Spieler mit Qualität zu holen, weil kein Geld da ist. Neymar zu holen, ist sehr kompliziert – wie bezahlst du PSG? Neymar ist sehr teuer.»

Messi über seine Zukunft

«Bis zum Ende der Saison ist noch nichts klar. Ich werde bis zum Ende der Saison warten. Ich konzentriere mich jetzt nur auf die Mannschaft und darauf, Titel zu gewinnen. Nach der Saison treffe ich eine Entscheidung.

Ich habe immer gesagt, dass ich gerne die Erfahrung machen möchte, in den USA zu leben und dort zu spielen, das Leben dort kennenzulernen. Ob das passieren wird oder nicht, weiss ich nicht. Ich denke nicht darüber nach, wie die Saison enden wird, denn es wäre nicht gut für mich, heute zu sagen, was ich tun werde – weil ich es auch gar nicht weiss.

Ich weiss nicht, ob ich gehen werde oder nicht, aber falls ich es tun sollte, möchte ich auf die beste Art und Weise gehen. Barcelona ist viel grösser als jeder Spieler. Und ich möchte gerne zurückkommen, um in der Stadt zu leben und irgendeine Rolle im Klub zu übernehmen – aufgrund dessen, was ich für den Verein empfinde. Ich werde nach meiner Karriere in Barcelona leben, das ist das, was ich mir wünsche. Ich werde nach dem Karriereende etwas machen, was mit Fussball zu tun hat. Ich sehe mich nicht als Trainer, aber Sportdirektor zu sein, würde mir gefallen. Es ist eine Liebesgeschichte mit dem Klub und der Stadt. Was auch immer am Ende herauskommt, muss nicht alles beflecken, was ich in meiner Karriere erlebt habe. Alles wird immer überwunden und wir werden das Ende sehen.» (ram)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dieser Typ photoshoppt sich in langweilige Stock-Fotos 😂

1 / 44
Dieser Typ photoshoppt sich in langweilige Stock-Fotos 😂
quelle: â©superstock
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Was würdest du kaufen, wenn die Läden für 30 Tage geschlossen wären?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ron Hextall schiesst als erster NHL-Goalie ein Tor – und nicht nur das
8. Dezember 1987: Das hat die beste Eishockey-Liga der Welt noch nicht gesehen. Philadelphias Ron Hextall wird zum ersten Torhüter, der in der National Hockey League einen Treffer erzielt. Nicht die einzige Duftmarke, die er setzt.

Eineinhalb Jahrzehnte lang zählte Ron Hextall ab Mitte der 80er-Jahre zu den besten Eishockey-Torhütern der Welt. Gleich in seiner ersten NHL-Saison führte er 1986/87 die Philadelphia Flyers in den Stanley-Cup-Final. Edmontons Superstar Wayne Gretzky bezeichnete ihn vor dem siebten Spiel gegen die Oilers als «wahrscheinlich besten Torhüter, gegen den ich in der NHL jemals gespielt habe.»

Zur Story